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Mittwoch, 30. Mai 2012

"Strategien gegen die Vogelplage"





Hochbegabungspresse



Inhalt

1.     Motivationsbrief: "Strategien gegen die Vogelplage"
2.     Neues Buch erschienen: "Das Günter-Prinzip für einen fitten Körper"
3.     Neues Hörbuch: "Das Günter-Prinzip"
4.     Kölner Rednernacht fast ausgebucht: Nur noch 23 Plätze!
5.     Homepage: Neue Podcasts und Videos online
6.     Öffentliche Termine 2012: Stefan live
7.     Der schlaue Spruch

Liebe Schweinehundefreunde,
im Sommer sind die Balkontüren unseres Schlafzimmers meist weit geöffnet – vor allem nachts eine Wohltat, wenn uns die frische Luft beim Schlafen Open-Air-Feeling vermittelt! Herrlich! Nun, zumindest bis etwa fünf Uhr. Dann nämlich wachen die Vögel auf ...
Kann irgendjemand bitte die Vögel abstellen?
Eigentlich faszinierend: Egal, wie tief ich schlafe – die Viecher kriegen mich immer wach. "ZWITSCHERZWITSCHER!" tönt es (nein, schreit es!) – und nach ein paar Minuten hat sich selbst der schönste Traum verflüchtigt. Stattdessen entwickelt meine Fantasie nun fleißig Ideen, was ich gegen den Lärm tun kann (während meine Frau übrigens selig weiterschlummert, sie liebt Vogelgezwitscher) – immerhin will ich in Lösungen denken, nicht in Problemen:
  • Ohrenstöpsel nehmen? Nein, dann höre ich unseren Sohnemann nicht, wenn er wach wird ...
  • Mir ein Kissen über den Kopf stülpen? Schlecht fürs Atmen ...
  • Autosuggestionen im Stile von: "Oh wie schön: Vögel!"? Ich veralbere mich doch nicht selbst ...
Sie ahnen es: Oft fühle ich mich hilfslos ausgeliefert. Vor allem vorgestern war es besonders schlimm. Entsprechend bizarr fielen meine Fantasien aus, mit welchen Strategien ich gegen die morgendliche "Vogelplage" vorgehen könnte:
  • Eine Vogelflugverbotszone über dem Viertel errichten (zumindest für die Morgenstunden)!
  • Etwa 250 Meter hohe Fangzäune rund um unseren Block hochziehen!
  • Sämtliche Insekten unseres Blocks durch ein Kammerjägergroßaufgebot vernichten lassen und den Vögeln somit die Nahrung entziehen!
  • Vollautomatische Vogelabwehrraketensysteme installieren (so etwas muss es doch geben)!
  • Papageno engagieren!
  • An Minizeppelinen hängende Vogelscheuchen im Kreis herumfliegen lassen!
  • ...
Ja, bizarr. Sagte ich doch. Und bescheuert natürlich auch, ich weiß. Also tat ich irgendwann doch das Naheliegendste: Ich stand auf, schloss die Balkontüren und schlief weiter ...

"Das böse System ist schuld!"

Seltsame Story für meinen Motivationsnewsletter? Gar nicht! Im Gegenteil: Ein wunderschönes Beispiel dafür, wie schnell wir manchmal die Schuld für Unpässlichkeiten im "großen bösen System" suchen und uns hilflos fühlen – anstatt uns damit zu beschäftigen, was wir selbst konkret tun können!

Menschlich, menschlich. Schließlich enthebt uns die allgemeine Sündenbocksuche so bequem unserer Verantwortung. Und so schön leicht fällt sie außerdem: Der Staat ist schuld! Das Management! Das Internet! Die Medien! Die Banken! Das Schulsystem! Die EU sowieso (ganz besonders Griechenland)! Und die USA erst! Die Krankenkassen zocken uns ab! Die böse Kollegin mobbt! Und die Öffnungszeiten der Post sind ein Witz! Wie sollen wir da eigentlich ein gutes Leben führen? Motz, motz, motz! Wir haben einfach keine Chance ...

Was wirklich seltsam ist: Ich könnte Ihnen etliche Stories aus Coachings, Consultings und Seminaren erzählen, in denen sich Menschen genau so anstellen (angestellt haben) wie ich mit meiner "Vogelplage".
  • Es wird der Nichtraucherkurs gecancelt, weil die "böse Krankenkasse" die Kosten nicht trägt (wobei sie übrigens auch keine Zigaretten zahlt). Dann lieber weiterrauchen ...
  • Es wird über "die Firma" geschimpft und "die falschen Strukturen", aber tagtäglich brav mitgemacht, ohne offen Stellung zu beziehen. Sollen doch die anderen ...
  • "Hartz IV" ist schuld und die blöden Ämter, wenn man keinen Fuß auf den Boden kriegt – und nicht das konsequente Auslassen möglicher Chancen im Laufe der letzten Jahre. Weiß doch jeder, wie ungerecht die Welt ist ...
  • Der "veränderte Markt" ist schuld, wenn man sein Produkt nicht mehr verkauft – und nicht etwa, dass man zu faul war, sich strategisch anzupassen. Warum andere im gleichen Markt so erfolgreich sind? Unerklärlich ...
Im Kern mogeln wir uns vor, wir würden konstruktiv nach Lösungen suchen, verharren stattdessen aber in der Problemtrance. Sie klingt so logisch und ist so schön bequem ...

Übernehmen Sie Verantwortung – und nehmen Sie sich selbst nicht immer so wichtig!

Pervers, oder? Naja, zumindest menschlich. Auf keinen Fall aber ehrlich! Und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist der allererste Schritt: Denn meist haben wir unseren eigenen Einflussbereich direkt vor uns – wenn wir bereit sind, ihn wahrzunehmen, für unser Wohlbefinden und Vorankommen SELBST Verantwortung zu übernehmen und uns nicht immer so schrecklich wichtig zu nehmen:
  • Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann das unabhängig von anderen tun. Jederzeit!
  • Wer für Verbesserungen einsteht, ist zwar unbequem und riskiert mitunter Ärger, trägt aber seinen eigenen Teil zur Verbesserung bei. Denn: Wer, wenn nicht du? Jawohl!
  • Wer "Ungerechtigkeiten" akzeptiert, gibt sich selbst die Macht, TROTZDEM nach Chancen zu suchen. Ätsch!
  • Wer sich bewusst jeden Tag ein wenig verbessert und dazulernt, braucht nicht erst auf die große Krise zu warten, um das Richtige zu tun. Hallo Erfolg!
Und so weiter.

Denn während die hilflosen Systemkritiker noch mit ernsten Mienen gegen Windmühlen kämpfen und sich in den leeren Worthülsen des hohlen Schwadronierens aufreiben, sind andere längst unterwegs zu ihren Zielen. Leicht im Kopf und in ihrem Herzen. Beweglich, flink und gut gelaunt. Im lockeren Slalom um die traurigen Problemklöpse herum ...

Na? Welche Balkontüre können SIE einfach so schließen?
Herzliche Schweinehundegrüße
Ihr
Stefan Frädrich
PS: Ich habe gar nichts gegen Vögel (nach 9 Uhr). Mitunter habe ich sogar einen ziemlich großen ...
PPS: Aber manche Vögel haben etwas gegen mich! Wirklich! Hier der Beweis :-)

Günter-Prinzip für fitten Körper

Traraaaa: Der neue Günter ist da! "Das Günter-Prinzip für einen fitten Körper: So fühlen Sie sich schweinehundewohl!" ist DAS Buch für alle, die sich in Sachen körperlichen Wohlgefühls nach aktuellstem Stand aus Wissenschaft und Coaching feinjustieren möchten! Natürlich im originalen Rundumsorglos-Günter-Stil! (Vielen Dank an die top Co-Autoren Thilo Baum, Ingo Buckert und Steffi Burkhart!)
Sprich: Das Buch ist der Motivationsturbo zum Schweinehundewohlfühlen!
Sie wissen ja: Günter ist Ihr inneren Schweinehund. Er lebt in Ihrem Kopf und bewahrt Sie vor allem, was neu, mutig oder anstrengend klingt. Er rät: "Lass das sein, viel zu schwierig!", "Mach's so wie immer!", "Unmöglich – gerade in heutigen Zeiten!" oder "Fang lieber erst morgen an!". Günter ist der Erfolgsverhinderer vom Dienst. "Joggen? Morgen!", "Gesünder essen? Pfui bah!", "Ohne Zigaretten lebt es sich besser? Ha ha!" Auweia ...
Besser also, Günter bekommt ein paar Tipps, wie er Sie in Zukunft unterstützt:
  • Wie kann man gut gelaunt fitter werden?
  • Wie funktioniert Ernährung wirklich?
  • Wie wird man ohne dubiose Pillen und Ersatzdrogen von heute auf morgen ganz easy Nichtraucher?
  • Und bleibt dabei schlank und happy?
Machen Sie eine spannende Reise durch wichtige Erkenntnisse aus Sport- und Ernährungswissenschaften, Psychologie und Gesundheitscoaching! Garantiert humorvoll dargeboten – samt innerem Schweinehund und witzigen (neuen) Illustrationen von Timo Wuerz.



Buch kaufen

Neues Hörbuch: "Das Günter-Prinzip"

Stolz, stolz, stolz bin ich auch auf mein neues Hörbuch "Das Günter-Prinzip: So motivieren Sie Ihren inneren Schweinehund", das vor kurzem erschienen ist.
Warum ich stolz bin?
  • Weil es die 6 CDs enthaltende ungekürzte Hörbuchfassung meines Lieblings-Günter-Buches "Das Günter-Prinzip" ist.
  • Weil es der unglaubliche Loy Wesselburg geschafft hat, die genialen Cartoons von Timo Wuerz, ja die gesamte Gestaltung des Buches in ein Audio-Medium umzuwandeln und dabei der Charakter des Konzepts keinerlei Kratzer abbekommen, sondern sich nur in der Form gewandelt hat und dabei genauso rund rüberkommt wie das Buch. Keine Frage: Das Hörbuch "Das Günter-Prinzip" ist ein "echter Günter" – ganz ohne Zeichnungen.
  • Weil ich mir beim Einsprechen viiiiiiiel Mühe gegeben habe und wir im Studio wieder viel Spaß hatten. Ja, Sie lesen richtig: ICH, Stefan Frädrich, habe das Buch eingelesen. Ganze 6 CDs – DAS war wieder eine ganz neue Erfahrung! Ich verspreche aber: Es ist gut geworden! Ich bin mir sicher, dass Sie das Hörbuch einfach so genüsslich wegschnurpsen können.

Rednernacht: Nur noch 23 Plätze!

Endspurt: "Gedankentanken: Die 1. Kölner Rednernacht" ist schon fast ausgebucht! Wir haben Stand heute nur noch 23 Plätze zu verkaufen!
Das bedeutet: Wenn auch Sie mit dabei sein wollen, sollten Sie sich nun tasächlich sputen ...
  • 14 Vorträge, 1 Show: alles an einem Abend
  • Work-Life-Booster kurz und knackig: Ideen im Viertelstundentakt
  • Top Themen, top Performance: Gedankentanken als Event
  • Impulse querbeet: Speaker, Experten & Comedians auf einer Bühne
30. Juni 2012, Millowitsch-Theater, Köln, 18.00 – 23.30 Uhr
Mit Oliver Geisselhart, Dirk Kreuter, Susanne Finzel, Thilo Baum, Manuel Wolff, Frauke Ion, Klaus Wunderlich, Loy Wesselburg, Andreas Buhr, Vera Deckers, Stefan Frädrich, Martin Limbeck, Isabel Garcia, Michael Krebs & Moderatorin Denise Maurer.
Infos und Anmeldung: HIER
Infos zum Buchungsablauf: HIER

Neue Podcasts und Videos online

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal in den Videos und Podcasts auf www.stefan-fraedrich.de geschmökert? Falls das schon eine Weile her ist, lohnt sich ein neuer Anlauf: Es sind einige neue Podcasts und Videos online!

So zum Beispiel Videoclips über Kreativität, dummes Marketing, den Club of Rome, Nicolai Kondratiew, Chancen, Risiken, Vogelkacke, den Spaß beim Autofahren, Investitionen in die eigene Persönlichkeit und vieles mehr. Schauen Sie rein!

Und Podcasts über jede Menge Tipps zum Glücklichsein. Hören Sie rein!

Öffentliche Termine 2012: Stefan live

Die nächsten öffentlichen Termine von Dr. Stefan Frädrich 2012 sind:
23.06. "Das Günter-Prinzip", Seminar, Business Bestseller, Innsbruck
24.06. "Nichtraucher in 5 Stunden", Innsbruck
25.06. "Das Günter-Prinzip", Ludwigshafen
30.06. "Gedankentanken: Die 1. Kölner Rednernacht", Köln
05.07. "Das Günter-Prinzip", Hameln
10.07. "Selbst-PR - Teil 1: So werden Sie zum Kundenmagnet!", Webinar, SALESMASTERs online
12.07. "Das Günter-Prinzip", Osnabrück
14.07. "Selbst-PR: So werden Sie zum Kundenmagnet!", Kompakt-Bootcamp, Köln
28.08. "Selbst-PR - Teil 2: So werden Sie zum Kundenmagnet!", Webinar, SALESMASTERs online
11.09. "Selbst-PR - Teil 3: So werden Sie zum Kundenmagnet!", Webinar, SALESMASTERs online
29.09. "Gedankentanken" - Teil 2
17.11. "Nichtraucher in 5 Stunden", Götzis (bei Bregenz)
18.11. "Nichtraucher in 5 Stunden", Innsbruck
01.12. "Nichtraucher in 5 Stunden", Graz
02.12. "Nichtraucher in 5 Stunden", Wien
Infos und Anmeldung
Die vierstündige Doku "Glück ist lernbar! Die Formel für ein besseres Leben" mit Stefan Frädrich als Coach können Sie jederzeit in der Online-Videothek von VOX anschauen (für der erschwinglichen Betrag von 1,29 €): Glück ist lernbar! Die Formel für ein besseres Leben
Stefan Frädrichs Sendung "Besser Essen - leben leicht gemacht" läuft im neuen Frauensender Sixx!
Zum TV-Programm von Sixx
Und wer keine Lust hat, sich an einem starren Programm zu orientieren, kann einzelne Folgen jederzeit beim Online-Sender Maxdome anschauen:
www.maxdome.de

Der schlaue Spruch

Selbst wenn ein C-Mitarbeiter umsonst arbeiten würde,
er wäre zu teuer!

Jack Welch

Kontakt

Dr. Stefan Frädrich
Motivation, die wirkt.
Maastricher Str. 17
D-50672 Köln
E-Mail: stefanfraedrich@aol.com
Internet: www.stefan-fraedrich.de

Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015