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Montag, 23. Januar 2017

DZHW: Wissenschaftlerinnen halten trotz Familiengründung an einer Karriere in der Hochschule fest

Wissenschaftlerinnen geben ihr Ziel, eine Karriere in der Wissenschaft weiter zu verfolgen, auch dann nicht auf, wenn sie sich für Kinder entschieden haben. Das gilt vor allem für bereits promovierte Frauen. Bei den befragten promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern haben bereits 40 Prozent Kinder, während bei Promovierenden 28 Prozent Eltern sind.

Hannover, den 23.01.2017: Elternschaft beeinflusst das Festhalten an einer wissenschaftlichen Karriere weit weniger als erwartet. Viel bedeutsamer, für den Wunsch an einer Hochschule zu bleiben, ist vielmehr das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung, die das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) heute veröffentlicht hat.

Bis vor einigen Jahren zeigte sich hier noch ein anderes Bild. „Mit der Geburt des ersten Kindes entschieden sich Akademikerinnen früher häufig dafür, ihre Karriere an der Hochschule zu beenden und in einer anderen Branche eine neue Stelle zu suchen“, erläutert Professor Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung, die Veränderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen beispielsweise bei der Kinderbetreuung und die geteilte Übernahme von Care-Aufgaben lassen jungen Wissenschaftlerinnen ambitioniertere Karriereziele in der Wissenschaft realisierbar erscheinen.  Das hohe Stressniveau, dem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgesetzt sind, reduziert aber besonders bei promovierten Frauen den Wunsch nach einer Karriere in der Wissenschaft. Grund dafür sind beispielsweise die erwarteten zeitintensiven Publikationen in hochrangigen Journalen.

Die befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben außerdem an, dass die Ausgestaltung von Arbeitszeiten und -orten sowie eine verlässliche und langfristige Perspektive gewichtige Gründe für oder gegen eine akademische Karriere sind. Die vertiefend zur Online-Befragung durchgeführten Paarinterviews zeigen, wie die Nutzung von beruflichen Handlungsspielräumen oftmals erst durch das Engagement des Partners bzw. der Partnerin in der Familie ermöglicht wird. Besonders in der Wissenschaft gibt es eine hohe Zahl an Paaren mit starken Karriereambitionen, die zudem in einem sehr hohen Maße auf zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder angewiesen sind.
Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine Querschnittsbefragung von Promovierenden und Promovierten beider Geschlechter an 23 zufällig ausgewählten Hochschulen in Deutschland. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage wurden dafür über 4000 Fragebögen ausgewertet und zusätzlich einzelne Nachwuchswissenschaftler(innen) mit ihren Partner(inne)n in persönlichen Interviews zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Wissenschaft befragt. Gefördert wurde die Studien durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die gesamte Studie steht hier zum Download bereit:


Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW)
German Centre for Higher Education Research and Science Studies

Lange Laube 12 | 30159 Hannover | www.dzhw.euGermany

Daniel Matthes
Referent Information und Kommunikation

Officer Information and Communication
                                                    
Tel. +49 511 450670-532 | Fax +49 511 450670-960

E-Mail: matthes@dzhw.eu


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Internationaler Aktionstag: Bildhauer der Alanus Hochschule vernetzen sich zur dreidimensionalen Kunst


„Kunst im öffentlichen Raum“: Unter diesem Motto feiert das Internationale Fest für zeitgenössische Skulptur „start'17“ am Sonntag, 29. Januar, die dreidimensionale Kunst. Dabei befindet sich die gesamte Szene im Austausch – am selben Tag, zur selben Zeit, an den unterschiedlichsten Orten. Alle Teilnehmer der 70 Veranstaltungen sind virtuell miteinander vernetzt und kommunizieren ihre Eindrücke live über soziale Netzwerke. Die 70 Gastgeber zeigen, wie zeitgenössische Skulptur entsteht und geben Gelegenheit, die Protagonisten rund um diese faszinierende Kunstform persönlich kennenzulernen. Auch die Bildhauer der Alanus Hochschule laden ab 11 Uhr in die Ateliers des Johannishofs in Alfter ein. Bildhauerei-Professor Andreas Kienlin vermittelt einen Einblick in den Studienverlauf der Bildhauerei und führt durch die Ateliers. Essen und Trinken serviert das erste Studienjahr. Mit den Einnahmen finanzieren sich die Studenten ihre Studienreise nach Norwegen im Frühjahr.

Ein Highlight ist, dass „start'17“ im Kontext des Netzwerks erlebbar sein wird: Alle Teilnehmer sind virtuell vernetzt und können ihre Impressionen live auf einer Photowall miteinander teilen. Fotos und Kommentare, die auf den Veranstaltungen entstehen und auf Twitter oder Instagram gepostet werden, können von allen Besuchern live auf Leinwänden verfolgt werden. „Das ist etwas ganz Besonderes für unsere Studenten. Sie können interessante Kontakte knüpfen. Netzwerkbildung ist außerordentlich wichtig“, sagt Kienlin, der die Veranstaltung an der Alanus Hochschule in Kooperation mit der Firma Bildhau organisiert.

sculpture network ist Europas führende Plattform für dreidimensionale Kunst – eine non-profit Organisation zur aktiven Förderung und Unterstützung zeitgenössischer Skulptur. Die Plattform organisiert regelmäßig lokale und internationale Veranstaltungen, bei denen sich die europäische Skulpturenszene trifft, sich austauscht, diskutiert und Kunst gemeinsam erlebt. „start'17“ ist ein europaweit stattfindendes Fest der Skulptur. Seit 2010 treffen sich jährlich tausende Menschen, die sich für zeitgenössische Skulptur begeistern.

Veranstaltungsort
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Campus I, Johannishof
53347 Alfter bei Bonn

Über die Alanus Hochschule
Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in Alfter bei Bonn. Wichtiger Teil des Konzepts der Hochschule ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Sie vereinigt unter ihrem Dach Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Der Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs ist ein wesentlicher Teil des Bildungskonzepts der Alanus Hochschule. Alle Studenten besuchen das fach- und jahrgangsübergreifende „Studium Generale“. Zu den konkreten Disziplinen des kulturwissenschaftlichen Ergänzungsstudiums gehören unter anderem Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Philosophie- und Kulturgeschichte sowie Kunstwissenschaft. Zurzeit sind rund 1600 Studenten eingeschrieben, die von etwa 70 Professoren betreut werden. Alle Abschlüsse der Alanus Hochschule sind staatlich anerkannt.


Felix Cornelsen
Hochschulkommunikation
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1904
E-Mail: felix.cornelsen@alanus.edu
Pressesprecherin Dr. Julia Wedel
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1942
Fax: +49 (0)2222 9321 – 21
E-Mail: julia.wedel@alanus.edu
Internet: www.alanus.edu
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Alanus University of Arts and Social Sciences
Villestraße 3 – 53347 Alfter



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Neue politische Idee für Europa: Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft

HRK-Präsident: stärkste Bindekraft in einer existenziellen Krise

Am morgigen Dienstag (24. Januar 2017) wird die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine Europäische Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft fordern. Zu ihrem jährlichen Strategietag in Brüssel werden über 100 Hochschulleiterinnen und -leiter mit hochrangigen Repräsentantinnen und Repräsentanten der EU-Organe diskutieren (Programm in der Anlage).
HRK-Präsident Professor Horst Hippler heute in Berlin:
„EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte Recht: Die Europäische Union befindet sich in einer existenziellen Krise und jetzt ist nicht die Zeit für ‘business as usual‘. Bildung, Forschung, und Innovation sind unsere bedeutendsten Rohstoffe und unser entscheidendes Kapital in Europa. Bildung und Kultur haben eine starke, vielleicht die stärkste Bindekraft für die europäische Gesellschaft.
Die EU-Politik ist gefordert, diesen Themen eine entsprechend zentrale Rolle in zukommen zu lassen. Deshalb sollten die im Augenblick zerstückelten EU-Politikfelder von Bildung, Forschung, Innovation und auch Kultur neu gedacht werden – als ein identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt.
Die Europäische Union hat bereits gezeigt, welches Potenzial in diesen Bereichen steckt: Ihre Bildungsprogramme haben Millionen von Studierenden, Hunderttausenden von Hochschullehrerinnen und -lehrern und Verwaltungsangehörigen sowie Auszubildenden eine konkrete Erfahrung von Europa verschafft und somit zur Entwicklung und Stärkung einer europäischen Identität beigetragen. Das Europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, ist das größte Programm zur Forschungsförderung weltweit. Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat sich in der globalen Wissenschaftsszene zum Leuchtturm für Forschungsexzellenz entwickelt.
Das Potenzial ist da, aber die EU macht zu wenig daraus. So engt sie seit Jahren ihre bildungspolitischen Ziele auf die Steigerung der unmittelbaren Berufsbefähigung von Absolventinnen und Absolventen ein. Mindestens ebenso dringend jedoch werden die anderen Dimensionen der Hochschulbildung gebraucht: Neben Fachwissen vor allem Persönlichkeitsbildung, kritisches Denkvermögen, Bürgersinn, Toleranz gegenüber Andersdenkenden.
Daher sollte die Europäische Union die exzellenten Potenziale von Bildung, Forschung, Innovation und Kultur verbinden und für ihre Bürger optimal nutzbar zu machen. Dabei müssen die richtigen Instrumente eingesetzt werden. Eine Europäische Bildungs-, Forschungs- und Innovationsgemeinschaft muss ‘von unten‘ und von allen getragen werden. Sie kann nur entstehen, wenn die Europäischen Institutionen und Politik und Wissenschaft in den EU-Mitgliedstaaten hier eng zusammenarbeiten. Dabei wird es darauf ankommen, die Vielfalt und Verschiedenheit der Bildungs-, Forschungs- und Innovationssysteme als Chance zu begreifen und tatkräftig zu nutzen. Nur dann kann ein neues identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt für Europa entstehen.“


Stefanie Schulte-Austum
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
German Rectors´ Conference
Ahrstraße 39
53175 Bonn
Tel.: +49 (0)228 887-153
Fax: +49 (0)228 887-280
E-Mail: schulte@hrk.de



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Freitag, 20. Januar 2017

Zitrone trifft Geweih


Als staunte sie über ihre um sie wimmelnden Artgenossen, steht die Zitronen-Demoiselle im Riff. Vielleicht hält sie auch inne,um die Hirschgeweih-Koralle zu bewundern? Tropische Korallenriffe strotzen vor Leben. Obwohl diese Korallen nur ein Prozent des Ozeans bevölkern, lebt hier ein Viertel aller marinen Tier- und Pflanzenarten. Unser Wissenschaftsbild stammt aus der Foto-Ausstellung "Ozeanversauerung: Das andere Kohlendioxid-Problem" des deutschen Forschungsverbunds BIOACID und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*2017- Meere und Ozeane gefördert. Bild: Solvin Zankl / BIOACID


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Mittwoch, 18. Januar 2017

Schüler entwickeln eigenen Mini-Satelliten - deutscher CanSat-Wettbewerb geht in vierte Runde



Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Schülerinnen und Schüler können einen eigenen voll funktionsfähigen Mini-Satelliten in der Größe einer Getränkedose entwickeln und mit einer Rakete in den Himmel schicken. Dies ermöglicht der vierte deutsche CanSat-Wettbwerb (engl. für Dosen-Satellit), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Das Siegerteam qualifiziert sich für die anschließende europaweite Ausscheidung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2017.

Der deutsche CanSat-Wettbewerb fand zum ersten Mal 2014 in Bremen statt und hat sich seitdem durch die Teilnahme international erfolgreicher Teams ausgezeichnet. So hat das Team „spaceclub_berlin“ 2014 die Staubkonzentration in der Luft untersucht und wurde damit Sieger im deutschen CanSat-Wettbewerb. Im anschließenden europäischen Wettbewerb wurde das Team Vizeeuropameister. Das Siegerteam von 2015, das Team „URSinvestigators“ aus Köln, ging der Frage nach außerirdischem Leben nach und hat hierzu Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit nachgewiesen. Auch dieses Team wurde anschließend Vizeeuropameister. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an das Siegerteam von 2016. Das Team „Recognize“ aus Bremen hat ein Navigationssystem für Raumsonden entwickelt, das Aufnahmen einer Infrarotkamera mit Bildern einer Datenbank vergleicht. Das Team tritt Ende Juni 2017 zum europäischen Wettbewerb an.

CanSat stellt Jugendliche ab 14 Jahren bundesweit vor die Aufgabe, abseits des Klassenzimmers ein vollständiges Raumfahrtprojekt ganz praxisnah zu durchlaufen. Sonst abstrakte mathematische und physikalische Inhalte werden hier angewendet, denn die Teams entwickeln nicht nur die Idee für die wissenschaftliche Funktion des Satelliten, sondern übernehmen eigenverantwortlich die Konstruktion und Integration der Bauteile in das CanSat-Modul. Sie tüfteln ein Fallschirmsystem zur Bergung der Nutzlast aus und erleben schließlich am 27. September 2017 hautnah den Höhepunkt des Wettbewerbs: den Raketenstart ihres Satelliten vom Flugplatz Rotenburg (Wümme).

Während der Flugphase müssen die Nutzlast und das Bergungssystem des CanSats ihre Funktionsfähigkeit beweisen. Vorgabe ist, dass neben den technischen Anforderungen zwei wissenschaftliche Missionen erfüllt werden: Bei der Primärmission sollen Luftdruck, Steighöhe, Temperaturveränderung und Fallgeschwindigkeit gemessen werden. Die Sekundärmission ist dagegen der Kreativität der Schülerinnen und Schüler frei überlassen.

Dabei ist technisches Know-How allein nicht ausreichend, ebenso zählen im Wettbewerb Erfindungsreichtum, Kreativität und gute Teamarbeit.

Eine Vielzahl von Mitveranstaltern, Förderern und Paten unterstützen sowohl den Wettbewerb als auch die teilnehmenden Teams, darunter (in alphabetischer Reihenfolge):  Airbus Defence and Space, Airbus Safran Launchers, Altimax Rocket Altimeter, Aviabelt Bremen e.V., BerlinDruck GmbH & Co. KG, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DLR Raumfahrtmanagement, Digitale Signal-Verarbeitungssysteme & Informationstechnik GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europaschule Schulzentrum Utbremen, Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, Moskito Werbeagentur Szabó & Christiani oHG, Ökumenisches Gymnasium zu Bremen, OHB – Orbitale Hochtechnologie Bremen, Senatorin für Kinder und Bildung, SILVER ATENA Electronic Systems Engineering GmbH, Socon – Software Consulting GmbH, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, Watterott Electronics GmbH, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

Die Ausschreibung des deutschlandweiten CanSat-Wettbewerbs läuft bis zum 3. Februar 2017. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort bewerben:


Kontakte

Jens Wucherpfennig  
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Göttingen
Tel.: +49 551 709-2108
Fax: +49 551 709-12108

Dr. Dirk Stiefs  
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) DLR_School_Lab Bremen
Tel.: +49 421 24420-1131
Fax: +49 421 24420-1120


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Deutsche SchülerAkademie sucht engagierte Jugendliche

Bonn - Die Deutsche SchülerAkademie (DSA) startet die Bewerbungsphase für das  Akademiejahr 2017. Über 4.000 Schulen im In- und Ausland sind aufgerufen, besonders leistungsfähige Jugendliche der gymnasialen Oberstufe zur Teilnahme vorzuschlagen, wie das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung in Bonn mitteilte. Interessierte Schüler können sich auch selbst für einen der begehrten Plätze empfehlen.

Gemeinsam mit Experten aus Lehre und Forschung erarbeiten die Schüler bei dem Förderprogramm in den Sommerferien spannende wissenschaftliche Themenstellungen aus verschiedensten Fachbereichen. 16 Tage voller Herausforderungen, Kreativität und Offenheit erwarten die Teilnehmer an mehreren Standorten in ganz Deutschland. 

DSA-Leiter Volker Brandt sagte zum Start des neuen Akademiejahres: „Um interessierte und engagierte Schülerinnen und Schüler ausfindig zu machen, die bereit sind, ihre Leistungsgrenzen neu zu stecken, sind wir auf die Mithilfe der Schulen angewiesen. Es müssen nicht die Schüler mit den besten Noten sein. Wir suchen engagierte, leistungsfähige und offene Jugendliche, die fachlichen Herausforderungen mit außergewöhnlichen Lösungsansätzen begegnen, die querdenken und neben ihrem Intellekt vor allem ihre Persönlichkeit in die Akademie einbringen wollen.“

Schulen, die zum Abitur führen, sollten ihre Vorschläge möglichst bis zum 17. Februar 2017 abgeben. Schüler, die sich selbst vorschlagen, müssen ihr letztes Zeugnis, ein Motivations- und ein Empfehlungsschreiben einreichen.
An die Schüler gewandt, betonte Brandt: „Es ist erstaunlich, welche komplexen Probleme gelöst werden können, wenn jeder seine Stärken einbringt und man sich gemeinschaftlich der Lösung eines Problems nähert. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten lässt den Einzelnen über sich hinaus wachsen und bleibt als Erfahrung für das ganze Leben. Seid Ihr bereit für eine Herausforderung, dann bewerbt Euch und erlebt es selbst!“

Im vergangenen Jahr nahmen rund 1.000 Jugendliche an der Deutschen SchülerAkademie teil, mehr als doppelt so viele hatten sich auf die begehrten Plätze beworben. Ab Anfang März steht das ausführliche Programm auf der Webseite www.deutsche-schuelerakademie.de zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter 
www.deutsche-schuelerakademie.de/dsa/dsa-bewerbungsverfahren

Über Bildung & Begabung
Bildung & Begabung ist das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Wir entwickeln Modellprojekte für mehr Chancengleichheit in der Bildung. Unsere   Wettbewerbe und Akademien helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken - unabhängig davon auf welche Schule sie gehen oder aus welcher Kultur sie stammen. Wir bringen Experten auf Fachtagungen zusammen und halten im Internet Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler bereit. Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbandes. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident. www.bildung-und-begabung.de

Nikolaus Sedelmeier
Kommunikationsleiter
Bildung & Begabung gemeinnützige GmbH
Kortrijker Str. 1, 53177 Bonn
Tel.: (02 28) 9 59 15 - 62, Fax: (02 28) 9 59 15 - 19
E-Mail: nikolaus.sedelmeier@bildung-und-begabung.de
Internet: www.bildung-und-begabung.de


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„So viele Produktionen wie nie im Wettbewerb“ Grimme-Institut gibt Nominierungen zum 53. Grimme-Preis 2017 bekannt



(Marl) 81 Produktionen und Einzelleistungen sind für den 53. Grimme-Preis 2017 nominiert. Aus über 1.000 Einreichungen und Vorschlägen wählten die Kommissionen in den Kategorien Fiktion, Unterhaltung, Kinder & Jugend sowie Information & Kultur die Nominierten aus. Diese stellen sich nun den Bewertungen der Jurys. Die besten Produktionen und Leistungen werden am 31. März 2017 im Theater der Stadt Marl mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

„Mit mehr als 1.000 Einreichungen und 81 Nominierungen sind so viele Produktionen wie nie im Wettbewerb um den Grimme-Preis“, so die Direktorin des Grimme-Instituts, Dr. Frauke Gerlach. „Im Bereich Kinder & Jugend hat sich das Kontingent im Vergleich zum vergangenen Preisjahr mehr als verdoppelt. Das sehen wir als ein positives Signal: Die Sender haben die junge Zielgruppe zunehmend im Blick, wenn es um die Entwicklung und Fortsetzung von Formaten und Angeboten geht“, so Gerlach.

Vierzehn Formate, Einzelsendungen und Serien sowie je zwei Spezial- und Innovationsleistungen wurden in der Kategorie „Kinder & Jugend“ nominiert. Darunter sind auch vier Formate von funk, dem erst im Oktober 2016 gestarteten Jugend-NetContent-Netzwerk von ARD und ZDF. Hoffnung auf einen Grimme-Preis können sich unter anderem die Macherinnen und Macher von „Wishlist“ (RB/funk) und „Trustory“ (funk) im Bereich Innovation machen. Für seine besondere Art der Moderation und seine kreative Mitwirkung in all seinen Sendungen im Kinderfernsehen (WDR) hat die Kommission Ralph Caspers mit einer Spezialnominierung bedacht, ebenso wie Eric Mayer für seine Moderationsleistung beim Wissensmagazin pur + (ZDF).

Mit den weiter hochaktuellen gesellschaftspolitischen Themen Flucht und Migration beschäftigen sich auch in diesem Jahr besonders die Produktionen im Bereich Information & Kultur. 23 Beiträge und Einzelleistungen sind nun nominiert, darunter „45 Min - Protokoll einer Abschiebung“ (NDR), „die story: Jung, männlich, marokkanisch - Wie ein Viertel unter Generalverdacht gerät“ (WDR) oder der Dokumentarfilm „AND-EK Ghes… - Eines Tages“ (RBB) über eine rumänische Großfamilie und ihr neues Leben in Berlin. Für die „Journalistische Leistung“ im Rahmen dieser Kategorie wurden die beiden Autorinnen Aud Krubert-Hall und Lan-Na Grosse für die Reihe "Flüchtlinge in Templin" im Morgenmagazin (ZDF) nominiert, die Redaktion des Magazins „Monitor“ für die Berichterstattung zum Themenkomplex „Flucht, sichere Herkunftsstaaten“ und „Mythos Willkommensrepublik Deutschland“ sowie die ARD-Korrespondentin Shafagh Laghai für ihre Reportagen aus Zentralafrika (WDR).

Im Wettbewerb Fiktion sind 21 Produktionen und Einzelleistungen benannt. Darunter finden sich gesellschaftspolitische Stoffe wie „Der Fall Barschel“ (ARD Degeto), die Spielfilmtrilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ zur NSU-Mordserie (SWR/WDR/BR/ARD Degeto/MDR) und der Wirtschaftsthriller „Dead Man Working“ (HR/ARD Degeto). Daneben sind soziale Themen - unter anderem in den Produktionen „Nur eine Handvoll Leben“ (WDR) oder „Ein Teil von uns“ (BR) - stark vertreten. Den Themen Datenschutz und Überwachung widmet sich die Mockumentary „Operation Naked“ (ZDF).

In der Kategorie Unterhaltung schafften es mit den Formaten „Applaus und raus“, „Die beste Show der Welt“ (jeweils ProSieben), „Kitchen Impossible“ (VOX), „Rocket Beans zieht um“ (Rocket Beans) und „Ville de Bock zeigt: Boccia Boccia – slow-TV“ (Tele5) auch private Anbieter in den Wettbewerb. Über zwei Nominierungen kann sich Friedrich Liechtenstein freuen: Ausgewählt sind neben „Ville de Bock zeigt: Boccia Boccia“ die „Tankstellen des Glücks“ (ZDF/ARTE).
  
Die Preisträger des 53. Grimme-Preises 2017 werden am 8. März 2017 bei einer Pressekonferenz im Essener Grillo-Theater bekanntgegeben.

Kontakt:

Lucia Eskes
Grimme-Preis
Tel: 02365-918921


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Helmholtz International Fellow Award für weitere fünf Wissenschaftler



In der jährlich stattfindenden zweiten Ausschreibungsrunde des „Helmholtz International Fellow Award“ haben im Jahr 2016 fünf herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Auszeichnung erhalten. Das hat das Präsidium der Helmholtz-Gemeinschaft im Dezember beschlossen. Anfang 2016 waren in einer ersten Ausschreibungsrunde bereits fünf Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet worden. Sie alle haben sich in außergewöhnlicher Weise auf Forschungsgebieten hervorgetan, die für die Arbeit der Helmholtz-Gemeinschaft zentral sind.

„Ich gratuliere den Preisträgern und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Ihnen“, sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Dass wir uns international mit Spitzenforschern vernetzen, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Wir kooperieren weltweit mit herausragenden Partnern und Forschungseinrichtungen.“ Viele Preisträger des Helmholtz-International Fellow Award haben bereits eng mit Helmholtz-Zentren zusammengearbeitet.

Der Preis soll dazu beitragen, dass sich die Forscherinnen und Forscher noch intensiver mit der Helmholtz-Gemeinschaft vernetzen, bestehende Kooperationen bestärken oder neue initiieren. Neben dem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro erhalten sie eine Einladung zu einem flexiblen Forschungsaufenthalt an einem oder mehreren Helmholtz-Zentren. „Die Fellows sind darüber hinaus wichtige Botschafter“, sagt Wiestler. „Sie können entscheidende Impulse für Kooperationen zwischen ihren Einrichtungen und der Helmholtz-Gemeinschaft geben.“

Erstmals verliehen wurde der Preis im Jahr 2012. Seitdem wurde der Award jährlich an insgesamt zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in jeweils zwei Ausschreibungsrunden verliehen. Insgesamt haben ihn bislang 63 Persönlichkeiten erhalten. Finanziert wird der Preis aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten. Nominiert werden die Kandidaten von den Helmholtz-Zentren. Die Auswahl der Preisträger trifft das Helmholtz-Präsidium.

Der Stichtag für die Anträge der nächsten Auswahlrunde wird der 11. Mai 2017 sein. Die Auswahl findet auf der Präsidiumssitzung Ende Juni 2017 statt.

Den Helmholtz International Fellow Award der zweiten Ausschreibungsrunde 2016 erhalten:

Frau Prof. Tia-Lynn Ashmann, Distinguished Professor at the Ashman Laboratory of Plant Evolution & Ecology Department of Biological Sciences / University of Pittsburgh, USA; nominiert durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ

Herr Prof. Hiroshi Katayama-Yoshida, Professor at the Department of Materials Engineering, Graduate School of Engineering Science, Osaka University,  Japan; nominiert durch das Forschungszentrum Jülich

Herr Prof. Dr. Gary L. Messing, Distinguished Professor of Ceramic Science and Engineering, Department of Material Science and Engineering, College of Earth and Material Science, Pennsylvania State University, USA; nominiert durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Forschungszentrum Jülich

Herr Prof. Dr. Gustavo Esteban Romero, Professor of Relativistic Astrophysics, Faculty of Astronomy and Geophysics, University of La Plata, Argentinien; nominiert durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Frau Dr. Sarah Amalia Teichmann, Principal Research Associate in the Department of Physics, University of Cambridge, Group Leader, EMBL-European Bioinformatics Institute & WT Sanger Institute. Großbritannien; nominiert durch das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Weitere Informationen zum Helmholtz International Fellow Award finden Sie hier.
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit rund 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 For-schungszentren und einem Jahresbudget von mehr als vier Milliarden Euro die größte Wissenschaftsor-ganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helm-holtz (1821-1894).


Ansprechpartner für die Medien:

Roland Koch
Pressesprecher
Tel.: 030 206 329-56

Rebecca Winkels
Pressereferentin
Tel.: 030 206 329-38

Kommunikation und Außenbeziehungen
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Str. 2

10178 Berlin

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Den ersten Primus des Monats im Jahr 2017, den die Stiftung Bildung und Gesellschaft verleiht, erhält der Verein „Politik zum Anfassen“. Er weckt Lust auf Demokratie.



Berlin, 18. Januar 2017. Bürgersteige aus Gummi. Mini-Zoos in Wohngebieten. Das sind zwei von etlichen Anregungen, die Kinder für ihre Stadt haben. Aber wie kann aus solchen Ideen in einer Demokratie Realität werden? Grundschüler erleben Politik hautnah in einem Projekt, bei dem sie eigene Vorhaben entwerfen, diskutieren und schließlich in einer fiktiven Parlamentssitzung darüber abstimmen. Dabei bleibt alles möglichst nahe am Original: Die Vorschläge werden als Anträge formuliert, die Punkte auf einer Tagesordnung festgelegt. Ein Politiker aus dem echten Stadtrat leitet die Sitzung dieses Kinderrats. Und das alles ist mehr als nur eine fiktive Annäherung an Demokratie: Nicht wenige Anträge werden im echten Stadtrat weiterverfolgt.

"Pro Kinderrat können wir bis zu 60 Grundschülern aus verschiedenen Schulen einer Stadt oder Gemeinde die Möglichkeit geben, selbst Kommunalpolitiker zu sein und ihre eigenen Ideen zur Verbesserung der Stadt einzubringen", erklärt Monika Dehmel, Geschäftsführerin des Politik zum Anfassen e.V. Der Verein aus Hannover organisiert die Projekte. Dehmel: „Die Kinder bekommen ein Gefühl dafür, wie Demokratie im Alltag aussieht. Außerdem erleben sie, dass selbst sie als jüngste Mitglieder einer Kommune Gehör finden.“

Nicht nur das ebenso spielerische wie realitätsnahe Heranführen an Lokalpolitik hat die Stiftung Bildung und Gesellschaft überzeugt, den mit 1.000 Euro dotierten Primus-Preis des Monats im Januar 2017 an das Kinderrat-Projekt zu vergeben. Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung: „Die Kinder lernen, andere von ihren Ideen zu begeistern und selbstbewusst in Diskussionen aufzutreten. Das sind Eigenschaften, die nicht nur in der Politik, sondern auch in der Schule gefragt sind.“

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.politikzumanfassen.de/kinderrat

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft will damit Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen zwölf ausgezeichneten Projekten wird der Primus des Jahres gekürt. Die Wahl zum Primus 2016 findet im April 2017 statt.

Zusätzlich schreibt die Stiftung Bildung und Gesellschaft den Sonder-Primus Grenzenlos aus, um zivilgesellschaftliche Initiativen zu würdigen, die sich speziell für die Bildung von geflüchteten oder zugewanderten Kindern und Jugendlichen engagieren.


Kontakt Presse
Stiftung Bildung und Gesellschaft
Peggy Groß
T 030 322982-530


Kontakt
Politik zum Anfassen e.V.
Monika Dehmel
T 0511 37 35 3630



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Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

18.01.2017
Yersinia pseudotuberculosis © HZI/Manfred Rohde
Yersinia pseudotuberculosis © HZI/Manfred Rohde
Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem ModellorganismusYersinia pseudotuberculosis durchgeführt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben jetzt erstmals eine sogenannte Transkriptomstudie des Erregers im infizierten Lymphknotengewebe von Säugern durchgeführt, also eine Analyse aller aktiven Gene der Krankheitserreger und des Wirts. Das Ergebnis: Yersinien nutzen verschiedene Strategien, um ihren Wirt effektiv zu infizieren. Dazu passen sie zum Beispiel ihren Stoffwechsel schnell an, konkurrieren um essenzielle Metallionen oder injizieren Gifte, die die Wirtszellen schädigen. Der infizierte Organismus antwortet mit einer starken Immunabwehr und versucht, die Erreger mit einem Netz aus Fibrinfasern an der Ausbreitung zu hindern. Auch auf Einzelzellebene untersuchten die Wissenschaftler den Infektionsprozess der Darmbakterien in einem systembiologischen Ansatz. Sie konnten zeigen, dass sich Yersinien durch Ausbildung einer heterogenen Population einen Überlebensvorteil im Wirtsgewebe verschaffen. Durch genetische Regelkreise entstehen spontan voradaptierte Bakterien, die eine neue Situation im Wirt möglicherweise besser überleben können. Ein genaueres Verständnis der Wirt-Pathogen-Interaktionen wird es zukünftig erleichtern, potenzielle Ansatzpunkte für neue Medikamente zu identifizieren. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher jetzt in den Fachjournalen PLOS Pathogens und PNAS.
Magen-Darm-Infektionen zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Ausgelöst werden sie zum Beispiel durch bakterielle Erreger wie Yersinien. Diese Darmbakterien sind benannt nach dem Schweizer Alexandre Yersin, der den gefürchteten Pest-Erreger Yersinia pestis entdeckt hat. Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit Yersinien. Sie können schwere Darminfektionen mit Entzündungen der Lymphknoten im Bereich des Darmes und akute Bauchschmerzen auslösen. Die stäbchenförmigen Stuhlbakterien kommen in zahlreichen Säugern vor und werden hauptsächlich über kontaminierte Lebensmittel von Tieren auf den Menschen übertragen.
Um den Darm zu besiedeln, müssen Yersinia-Bakterien zunächst an die Oberfläche der Darmschleimhaut binden. Sie passieren diese, um in tieferliegende Gewebe einzudringen und zu den Organen zu gelangen. „Die Mechanismen, mit denen unterschiedliche Yersinia-Bakterien die Wirtszellen infizieren und ihre Ausbreitung im Wirt steuern, sind sehr ähnlich. Wir untersuchen deshalb im Labor eine weniger gefährliche Verwandte aus der Familie der Yersinien: den Modellorganismus Yersiniapseudotuberculosis. Der Erreger besitzt viele Gemeinsamkeiten mit dem Pesterreger Yersinia pestis“, sagt HZI-Wissenschaftlerin Prof. Petra Dersch, Leiterin der Abteilung „Molekulare Infektionsbiologie“. Es reicht aber nicht, das Gewebe des Wirtes zu besiedeln, die Bakterien müssen auch den Kampf gegen dessen Immunsystem gewinnen. „Bisher wurden solche Studien nur in vitro, also in Zellkulturunter Laborbedingungen, durchgeführt. Dabei lässt sich zwar die Wirtsumgebung (höhere Temperatur, mehr Nährstoffe) nachahmen, aber nicht der Einfluss des Immunsystems“, sagt Dersch.
Prof. Dr. Petra Dersch, Leiterin der Forschungsgruppe Molekulare Infektionsbiologie © HZI/jkr

Petra Dersch © HZI/jkr
Um besser zu verstehen, wie eine Yersinien-Infektion abläuft, müssen sich die Wissenschaftler die Regulationsmechanismen anschauen, die in Gang gesetzt werden, wenn ein Krankheitserreger einen lebenden Wirtbefällt. Dazu versuchten Dersch und ihr Team nun, mit modernsten Sequenziermethoden und umfangreichen bioinformatischen Analysen an infizierten Mäusen aufzuklären, mit welchen Strategien und Mechanismen der Krankheitserreger Yersinia seinen Wirt infiziert und wie das Immunsystem darauf reagiert. Dersch: „Unsere Analyse tausender Gene auf Transkriptomebene zeichnet eine genaue Landkarte eines harten Kampfes während der Infektion durch das Pathogen und der darauffolgenden Immunabwehr der Maus.“
Für die Studie wurde mit Yersinien infiziertes lymphatisches Gewebe von Mäusen untersucht, welches eng mit dem Darm assoziiert ist. Typisch für Yersinien ist eine Infektion, die zuerst die Lymphknoten befällt. „Wir konnten nachweisen, dass der Wirt auf die frühe Infektion mit Yersinien mit einer massiven Einwanderung von Abwehrzellen, den sogenannten Neutrophilen, reagiert“, erklärt Dersch. Außerdem versuche der Wirt, mit der Produktion bestimmter Gerinnungsfaktoren den eindringenden Keim bei der Ausbreitung im Gewebe zu behindern und ihn zu immobilisieren. „Durch die Gerinnungsfaktoren kann der infizierte Wirt ein Netz aus Fibrinfasern um den Erreger bilden, einen sogenannten „Clot“ oder Gerinnungsklumpen. Diese Struktur ist gleichzeitig sehr wichtig für das Immunsystem, welches diesen Zellklumpen als fremd erkennt und beseitigen kann.“
In der Studie konnten die Wissenschaftler außerdem zeigen, dass kleine regulatorische RNA-Moleküle bei der Infektion eine wichtige Rolle spielen. Dies ist eine wichtige Strategie der Bakterien, weil sie damit bestimmte Stoffwechselprozesse anpassen, um neue Nahrungsquellen schnell zu erschließen – sozusagen eine evolutionäre Anpassung der Bakterien an den Wirt. Denn sie konkurrieren unter anderem mit dem Wirt um bestimmte Metallionen wie Eisen, Mangan oder Zink. Sowohl die Bakterien als auch die Wirtszellen verfügen über spezielle eisenbindende Moleküle, mit denen sie sich gegenseitig das Eisen entziehen und so für das eigene Überleben sichern. „Trotz seiner starken Immunantwort kann der Wirt den Kampf gegen die bakterielle Infektion letztendlich nicht gewinnen“, sagt Petra Dersch. „Die Bakterien injizieren starke Gifte in die Wirtszellen, sogenannte Effektoren, die die Zellen töten.“
In einem weiterführenden Experiment untersuchten die HZI-Forscher gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität Braunschweig vom Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS), der Universität Saarbrücken und der TU München die Yersinien-Infektion auch noch direkt auf der Ebene einzelner Bakterienzellen. Bei diesem systembiologischen Ansatz zeigte sich ebenfalls, dass die Darmbakterien sehr gut in der Lage sind, sich an das Umfeld im Lymphgewebe des Wirtes anzupassen. „Durch eine komplexe genetische Verschaltung werden in einigen Yersinia-Zellen bestimmte Virulenzgene spontan „angeschaltet“, in anderen aber nicht. Diese Verschiedenartigkeit kann das Überleben des Erregers im Wirt sichern, weil einige Bakterien beispielsweise an eine künftig neue Situation im Darm besser angepasst sind“, erklärt Aaron Nuss, Wissenschaftler im Team von Petra Dersch. „Bisher haben wir das gesamte Ausmaß der Verschiedenartigkeit in den Erregerpopulationen – und welche Vorteile sie für die Bakterien hat – noch nicht genau analysieren können. Wenn wir dies besser verstehen, könnten wir diese Pathogene auch besser bekämpfen.“
„Die neuen Untersuchungsmöglichkeiten mit modernster Technologie erlauben uns wichtige Einblicke in das Zwiegespräch zwischen Pathogen und Wirt während einer Infektion in Geweben oder auch auf Basis der einzelnen Zelle“, sagt Petra Dersch. „In Zukunft werden wir auch Transkriptionsprofile anderer Pathogene erstellen können, um bisher verborgene Genfunktionen zu entdecken, die wesentlich für das Überleben in verschiedenen Wirten sind. Dies wird zudem die Identifikation von potenziellen Ansatzpunkten für Medikamente verbessern.“
Originalpublikationen:
Aaron M. Nuss, Michael Beckstette, Maria Pimenova, Carina Schmühl, Wiebke Opitz, Fabio Pisano, Ann Kathrin Heroven, and Petra Dersch: Tissue dual RNA-seq: a fast discovery path for infection-specific functions and riboregulators shaping host-pathogen transcriptomes. PNAS, 2017, January 17; 114 (3), doi: 10.1073/pnas.1613405114.
Aaron M. Nuss, Franziska Schuster, Louisa Roselius, Johannes Klein, René Bücker, Katharina Herbst, Ann Kathrin Heroven, Fabio Pisano, Christoph Wittmann, Richard Münch, Johannes Müller, Dieter Jahn and Petra Dersch: A precise 1 temperature-responsive bistable switch controlling Yersinia virulence. PLOS Pathogens, 2016, Dec 22;12(12), doi: 10.1371/journal.ppat.1006091.

Susanne Thiele

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Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015