Translate

Dienstag, 21. März 2017

Hochschulperle des Monats für Kasseler Fellowship-Programm

Der Stifterverband zeichnet die Kasseler Postdoc-UNIKAT-Fellowships mit der Hochschulperle des Monats März aus. Sie unterstützen Nachwuchswissenschaftler nach der Promotion bei anwendungsorientierter Forschung.

Berlin/Essen, 21. März 2017. Kooperation wird bei diesen Fellowships groß geschrieben. Denn zum einen basiert das Förderprogramm selbst auf der Zusammenarbeit der Universität Kassel mit der B. Braun Melsungen AG, einem hessischen Hersteller von Pharma- und Medizinprodukten. Zum anderen sollen die aus den Postdoc-UNIKAT-Fellowships gewonnenen Forschungsergebnisse selbst Grundlage für Kooperationen mit Unternehmen oder Organisationen, für Start-ups oder Vermarktungsaktivitäten sein.

Die durch die Fellowships geförderten Projekte drehen sich um technische, soziale, ökologische oder auch kulturelle Innovationen. Sie sollen in konkrete Produkt-, Service- oder Geschäftskonzepte münden. Die Förderung umfasst eine Vollzeitstelle für den Zeitraum von zwölf Monaten sowie 5.000 Euro für Sachmittel. Bewerben können sich Absolventen der Universität Kassel, die ihre Dissertation bereits abgeschlossen haben. Diese spezielle Form eines Stipendiums wurde erstmals 2015 ausgeschrieben. Das Fellowship wird einmal pro Jahr für herausragende anwendungsbezogene Forschung vergeben.

Die B. Braun Melsungen AG hat damit ihre strategische Kooperation mit der Hochschule ausgeweitet. Sie unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Kassel bereits seit 1989 im Rahmen des Otto-Braun-Fonds mit Promotionsstipendien und Stipendien für künstlerische Abschlussarbeiten.

„Für uns als Unternehmen ist der Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Industrie besonders wichtig“, macht B. Braun-Vorstandsvorsitzender Heinz-Walter Große deutlich. „Die Kasseler Postdoc-UNIKAT-Fellowships sind für uns eine Möglichkeit, Grundlagenforschung mit Praxisanwendung innovativ zu verknüpfen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Region erfolgreich zu unterstützen“, so Große weiter.

Für die Jury des Stifterverbandes sind die Postdoc-UNIKAT-Fellowships ein attraktives Transferinstrument, das es jungen Wissenschaftlern ermöglicht, an der Schnittstelle zwischen Grundlage und Anwendung zu forschen. Positiv fiel den Juroren auf, dass der Innovationsbegriff weit gefasst ist, ebenso die leichte Übertragbarkeit des Förderprinzips an andere Hochschulen: „Eine gelungene Kooperation über Köpfe.“

Website zum Projekt:


Kontakt:
Peggy Groß
Stifterverband
T 030 322982-530

Isabelle Schulze
Universität Kassel
Graduiertenakademie
T 0561 804-1968



Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die an einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Der Stifterverband möchte 2017 die vielfältigen und innovativen Schnittstellen von Hochschulen zu gesellschaftlichen Partnern sichtbar werden lassen. Jeden Monat stellt er eine Hochschulperle vor, die einen Beitrag zur Kultur einer "kooperativen Hochschule" leistet. Aus den Monatsperlen wird Anfang 2018 per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gekürt. www.hochschulperle.de

Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

Boxenstopp für Führungskräfte, Managerinnen & Manager



ENTSCHLEUNIGEN – AUFTANKEN –
HERAUSFORDERUNGEN
mit neuer Energie BEGEGNEN

Boxenstopp
3 Tage inspirierende Auszeit

11. – 13. Mai 2017 bzw. 21. - 23. September 2017


für Führungskräfte, Managerinnen und Manager
die interessiert sind:

·     an der Überprüfung der Strategien und Methoden, mit welchen sie ihren beruflichen Herausforderungen und Veränderungen begegnen
·       am Kennenlernen alternativer, spezifischer Kompetenzen und Verhaltensweisen, um die durch Technisierung, Beschleunigung und Globalisierung der Arbeitswelt bedingten Anforderungen professionell meistern zu können.
·       an der Stärkung ihrer Resilienz
·      Alternativen zu gewohnten Handlungsstrategien zuzulassen
·       an der Optimierung ihrer Work-Life-Balance
·       an der Erweiterung ihrer mentalen Möglichkeiten
·       an der bestmöglichen Nutzung ihres schöpferischen Potenzials
·       am kollegialen Erfahrungsaustausch


 Fragen hierzu können zum Beispiel sein:
 ·    Welche Werte und Qualitäten sind mir besonders wichtig, welche haben sich möglicherweise „abgenutzt“ und benötigen eine Neuorientierung?
 ·    Wie erlebe ich mein gegenwärtiges Energiepotenzial und wie kann ich es steigern?
·      Welche emotionalen, mentalen und körperlichen Wirkungen erzeugen bei mir die derzeitigen Herausforderungen und wie kann ich diesen adäquat begegnen?
·     Wie gestalte ich aktuell schwierige Businessgespräche und wie kann ich sie ggf. erfolgreicher gestalten?
·     Mit welchen kontemplativen Methoden kann ich mein Bewusstsein erweitern und damit handlungsfähiger werden?
·   Die vierte Kompetenz der GeschwindigkeitSchneller werden durch Entschleunigung– Wie geht das?

 Teilnahmegebühr:
1450,- €, Selbstzahler: 1200,-€ zzgl. 19% MwSt. incl. Tagungsgetränke und Snacks:

Bitte melden Sie sich hier an.

Weitere Informationen
Diese Tage sollen ein Highlight sein in Ihrer stark bemessenen Zeit. Wir wollen gemeinsam Impulse setzen und Handwerkszeug erarbeiten, das den beruflichen Alltag erleichtert.
Informationen zum Thema
Ein wichtiger Hinweis ist wohl, dass wir zwar einen Rahmen setzen und gezielt Angebote machen. Die inhaltlichen Richtungen werden jedoch durch die Teilnehmer und deren Bedürfnisse gesetzt.

Es handelt sich damit um ein gemeinsames Erkunden und Gestalten der eigenen Bedürfnisse.

Ganz bewusst wollen wir den Rahmen nicht zu eng setzen.
Ganz bewusst soll Gestaltung möglich sein.
Das Leben findet ja ebenfalls nicht in einem vorgefertigten, sicheren Rahmen statt und stellt uns jederzeit vor neue Anforderungen. Mit diesen mentalen Herausforderungen kreativ und gelassen umzugehen, soll ein wichtiger Baustein dieser Tage sein.
Unsere Werkzeuge hierzu sind:
·         Mentale Übungen
·         Selbsterfahrung
·         Wissensaustausch
·         Kontemplative Methoden
·         Rollenspiele
·         Psychodrama
·         Achtsamkeitsübungen

 Seminarleitung:
Stephanie Merges-Wimmer
Mental-Coach, Heilpraktikerin, Therapeutin, Autorin
Hans Peter Wimmer
Management-Trainer und Coach
Veranstaltungsort:
Gutlersberg 7
84359 Simbach (Inn)
Inspirieren und integrieren, Achtsamkeit, Sinnerfüllung, Selbstwirksamkeit, Selbstwertschätzung innere Ressourcen eröffnen, Waage zwischen innen und außen, Herausforderungen neu begegnen,  Sensibilität und Empathie.

Nutze Deine Potenziale
Gutlersberg 7, 84359 Simbach (Inn)
Organisation
Schreiöd 2 a, 84384 Wittibreut




Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

NASA Acting Administrator Statement on the NASA Authorization Act of 2017



President Donald Trump presents the signed NASA Transition Authorization Act of 2017

President Donald Trump presents the signed NASA Transition Authorization Act of 2017, flanked by Sen. Ted Cruz (Texas), Sen. Bill Nelson (Florida), NASA astronaut Chris Cassidy, Rep. Martha Roby (Alabama), Rep. Lamar Smith (Texas), Sen. Luther Strange (Alabama), Rep. Roger Aderholt (Alabama), Rep. Frank Lucas (Oklahoma), Rep. Brian Babin (Texas), Rep. John Culberson (Texas), Rep. Jim Bridenstine (Oklahoma), Rep. Steven Palazzo (Louisiana), and NASA astronaut Tracy Caldwell Dyson.
Credits: NASA/Bill Ingalls

The following is a statement from NASA acting Administrator Robert Lightfoot on President Trump signing Tuesday the National Aeronautics and Space Administration Transition Authorization Act of 2017:

“We would like to thank President Trump for his support of the agency in signing the National Aeronautics and Space Administration Transition Authorization Act of 2017.

“We also want to express our gratitude to a bipartisan Congress for its thoughtful consideration of the agency’s path forward. We are grateful for the longstanding support and trust of the American people, which enables our nation’s space, aeronautics, science, and technology development programs to thrive.
“Our workforce has proven time and again that it can meet any challenge, and the continuing support for NASA ensures our nation’s space program will remain the world’s leader in pioneering new frontiers in exploration, innovation, and scientific achievement.”

For more information about NASA’s missions, programs and activities, visit:


Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

„Wallraf digital“


Kölner Lehrstuhl entwickelt Modellprojekt für digitale Wissensvermittlung

Der Kölner Lehrstuhl von Professorin Dr. Gudrun Gersmann hat unter dem Namen „Wallraf digital“ eine Reihe von medialen Angeboten entwickelt, die die Vermittlung historischer Inhalte über die Fachcommunities hinaus zum Ziel haben. Mit einer webbasierten Publikationsplattform, einer App und einem Blog setzen die Kölner ForscherInnen den Fokus auf die vielfältigen digitalen Möglichkeiten für den Transfer von Wissen.

Im ersten Schritt veröffentlicht „Wallraf digital“ die Ergebnisse eines Lehrprojekts zum forschenden Lernen in digitalen Arbeitsumgebungen unter der Leitung von Professorin Dr. Gudrun Gersmann und Professor Dr. Stefan Grohé auf der neu entwickelten Publikationsplattform www.mapublishing-lab.uni-koeln.de. Unter Mitarbeit von Studierenden aus den Fächern Geschichte und Kunstgeschichte wird erstmals eine interdisziplinäre wissenschaftliche Bestandsaufnahme zur Bedeutung der Kölner Stadtpersönlichkeit Ferdinand Franz Wallraf (1748 – 1824) in digitaler Form präsentiert.

Mit der zusätzlichen Entwicklung einer App „Wallrafs Köln“, gefördert vom Landschaftsverband Rheinland, werden die Inhalte ab April auch einer breiteren geschichtsinteressierten Zielgruppe nähergebracht. Begleitet werden App und Portal ab April dann auch von Beiträgen auf dem neu konzipierten Blog www.blog-zeitenblicke.uni-koeln.de (noch nicht online).
Das Konzept für „Wallraf digital“ wurde von Professorin Dr. Gudrun Gersmann, Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, und Christine Schmitt, M.A. entwickelt und mit Beteiligung zahlreicher städtischer Kooperationspartner von den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen am Lehrstuhl und den MediengestalterInnen der Universität zu Köln umgesetzt.

Weiterführende Links:
http://wallraf.mapublishing-lab.uni-koeln.de
http://wallraf.mapublishing-lab.uni-koeln.de/videos
http://wallraf.mapublishing-lab.uni-koeln.de/zeitleiste
http://histinst.phil-fak.uni-koeln.de/gersmann.html

Kontakt: Christine Schmitt, M.A.
Wiss. Koordinatorin,
Projektentwicklung und Kommunikation
Tel.: 0221 470 5760
 christine.schmitt@uni-koeln.de




Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker MBA
Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

Kristalle, die flüssiger als Flüssigkeiten sind

Physiker aus Augsburg und Dresden finden experimentelle Hinweise, dass sich Superfluidität und Supersolidität in magnetischen Systemen realisieren lassen

Augsburg/AL/KPP - Ein Material, das flüssig und zugleich fest ist, geht an die Grenzen dessen, was man sich gemeinhin vorzustellen vermag. Gleichwohl wird von der Physik seit über 50 Jahren theoretisch vorhergesagt, dass es solche als supersolid bezeichnete Materialien bzw. Materialzustände gibt. So waren theoretische Modelle zur Supersolidität Gegenstand intensiver Forschungen der klügsten Köpfe in der Physik, darunter die Nobelpreisträger Thouless, Anderson und Legget. Möglichkeiten, solch einen exotischen Materialzustand experimentell zu beobachten bzw. in einem Material zu realisieren, wurden bis heute allerdings nicht gefunden. Zeitgleich mit zwei internationalen Forschergruppen, die durch die Anwendung sogenannter „Atomfallen“ jetzt erfolgreich waren, berichten Physiker aus Augsburg und Dresden aktuell in Science Advances über einen von ihnen entdeckten Weg der Realisation von Supersolidität in Spinsystemen bei sehr hohen Magnetfeldern.

Fest, flüssig und gasförmig – das sind die drei klassischen Zustände von Materie, die uns vertraut sind. Dass ein Material zwei dieser Eigenschaften gleichzeitig besitzen könnte, widerspricht unserer Erfahrung und ist nur schwer vorstellbar. Noch unvorstellbarer scheint die Annahme, dass ein Material fest, also kristallin, und zugleich nicht nur flüssig, sondern superflüssig – also ohne jegliche Viskosität – sein könnte.

Die Physik kennt allerdings superfluides, also superflüssiges Helium, das völlig reibungsfrei durch engste Kapillaren dringen kann. Sie kennt auch supraleitende Elektronen, die Paare bilden und sich ohne jeden elektrischen Widerstand durch Metalle fortbewegen können. Aber weder Reibungsfreiheit noch das Fehlen jeglichen elektrischen Widerstands sind „normal“. Beide sind prominente Beispiele für das 1924 vorhergesagte Bose-Einstein-Kondensat (BEK), mit dem ein extremer Aggregatzustand ununterscheidbarer Teilchen gemeint ist, ein makroskopischer Quantenzustand, der sich mit der klassischen Physik nicht bis ins Letzte erklären lässt. Supersolidität – ein kristalliner Festkörper, der durch Quantenphänomene auch superfluide Eigenschaften aufweist, sich also wie eine Flüssigkeit ohne Viskosität verhalten kann – ist u. U. ein weiteres Beispiel für ein Bose-Einstein-Kondensat. Deshalb ist Supersolidität ein weltweit aktuelles Thema der Forschung. Die von Antony Legget (Nobelpreis 2003) bereits im Jahre 1970 gestellte Frage „Can a Solid be Superfluid?“ konnte allerdings bis heute experimentell nicht zufriedenstellend beantwortet werden.

Über lange Zeit hinweg war es die größte Hoffnung der physikalischen Community, Supersolidität in ultrakaltem festem Helium zu realisieren. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Als realistische alternative Methode zur Realisierung von Supersolidität wurden einzig lasergekühlte Atomfallen angesehen – eine Methode, bei der die Realisierung von Bose-Einstein-Kondensaten mit einer Anzahl von einigen hundert Atomen angestrebt wird. Und in der Tat konnten jüngst zwei internationale Arbeitsgruppen über die erstmalige Realisierung von Supersolidität auf eben diesem Weg berichten (J. Léonard et al., Nature 543, 87, 2017;  J.-R.. Li et al., Nature 543, 91, 2017).

Einen ganz neuen, auf magnetischen Spinsystemen beruhenden Weg zur Verwirklichung von Bose-Einstein Kondensationen bzw. von Phänomenen wie Superfluidität und Supersolidität sind Forscher des Zentrums für Elektronische Korrelationen und Magnetismus der Universität Augsburg in Kooperation mit Kollegen des Hochfeldmagnetlabors am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf jetzt gegangen – und dies mit Erfolg: In Science Advances beschreiben sie, wie mit der Bose-Einstein-Kondensation von Magnonen – das sind angeregte Spinzustände in einem magnetischen Kristallgitter – kohärente Quantenzustände erzeugt werden können.

Atomare Spins im magnetischen Kristallgitter besitzen kollektive Anregungszustände sogenannte Magnonen. Die Bose-Einstein-Kondensation solcher Magnonen scheint sich nun als ein weiterer möglicher Weg zur Realisation kohärenter Quantenzustände zu erweisen: In einem von mit extrem hohen Magnetfeldern angeregten Spinsystem glauben die Physiker aus Augsburg und Dresden Superfluidät und insbesondere Supersolidität dingfest gemacht zu haben.

Sie wählten für ihre Untersuchungen die Mangan-Chrom-Schwefel-Verbindung MnCr2S4, einen Mangan-Chrom-Spinell, der bei tiefen Temperaturen eine ungewöhnliche Spinordnung zeigt: Im magnetischen Austauschfeld der Chrom-Spins richten sich die Mangan-Spins annähernd antiparallel aus, die Mangan-Spins wiederum zeigen aufgrund frustrierter Wechselwirkungen einen komplexen magnetischen Grundzustand, der als superfluide Phase charakterisiert werden kann. In hohen Magnetfeldern kann dieser Zustand sogar in eine supersolide Phase transformiert werden.

„In Kooperation mit der Gruppe des Kollegen Wosnitza in Dresden haben wir im dortigen Hochfeld-Magnetlabor MnCr2S4-Einkristalle mittels Magnetisierung und Ultraschall bei tiefen Temperaturen und Magnetfeldern von bis zu 60 Tesla untersucht“, berichtet Prof. Dr. Alois Loidl, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik V am Augsburger Zentrum für Elektronische Korrelationen und Magnetismus. „Bei sehr hohen Magnetfeldern“, so Loidl weiter, „fanden wir in der Probe einen ungewöhnlich robusten magnetischen Zustand, bei dem die Mangan-Spins ideale antiparallele, also antiferromagnetische Ordnung zeigen. In diesem Zustand wird das magnetische Chrom-Austauschfeld durch das extrem hohe von außen angelegte Magnetfeld ideal kompensiert. Die Magnetisierung bleibt in einem Bereich von 25 Tesla absolut konstant.“ Loidls Mitarbeiter Dr. Vladimir Tsurkan ergänzt: „Ein derartiges Magnetisierungsplateau ist äußerst ungewöhnlich, und theoretisch wird vorhergesagt, dass in den daran angrenzenden Phasen Supersolidität vorliegt. Diese Phasen haben wir in der vorliegenden Arbeit nun identifiziert und charakterisiert. Mit dem Ergebnis unserer Untersuchungen an der Mangan-Chrom-Verbindung haben wir jetzt also ein Indiz dafür, dass magnetische Systeme unter extremen Temperatur-, Druck- oder Magnetfeld-Bedingungen als Quanten-Gittermodelle beschrieben werden können. Sie präsentieren sich damit als äußerst interessante Kandidaten zur Realisierung kohärenter Quantenphänomene.“


Originalpublikation:
V. Tsurkan, S. Zherlitsyn, L. Prodan, V. Felea, P.T. Cong, Y. Skourski, Zhe Wang, J. Deisenhofer, H.-A. Krug von Nidda, J. Wosnitza, and A. Loidl: Ultra-robust high-field magnetization plateau and supersolidity in bond-frustrated MnCr2S4 - Science Advances 3:e1601982 (2017)


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Alois Loidl
Lehrstuhl für Experimentalphysik V/EKM
Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Telefon 0821/598-3600

Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus

Methylmarkierungen am Erbgut regulieren die Aktivität unserer Gene und haben damit großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Krebsregister des Saarlands zeigten nun: Ein abweichender Methylierungsstatus an nur zehn bestimmten Positionen des Erbguts kann eine um bis zu siebenfach erhöhte Sterblichkeit anzeigen. Besonders ungünstigen Einfluss auf den Methylierungsstatus hat das Rauchen.

Verschiedene chemische Modifikationen am Erbgut entscheiden darüber, welche Gene abgelesen oder aber stillgelegt werden. Unter diesen steuernden, "epigenetischen" Faktoren spielen Methylmarkierungen der DNA eine wichtige Rolle. Lebensstil und Umweltfaktoren beeinflussen die Methylierung des Erbguts. Für den Methylierungsstatus einzelner Positionen des Erbguts sind Zusammenhänge mit Krebs und anderen Krankheiten bereits gut belegt.

Unabhängig von der Betrachtung einzelner Krankheiten: Was sagt der Methylierungsstatus des Erbguts über die Gesundheit eines Menschen, über seine Anfälligkeit für Erkrankungen, kurz: über sein Sterblichkeitsrisiko aus? Das untersuchten nun Wissenschaftler um Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern vom Krebsregister des Saarlands und vom Helmholtz-Zentrum München.

Die Forscher führten ihre aktuelle Untersuchung an insgesamt 1900 Teilnehmern der ESTHER- und der KORA-Studie durch*. Basis der Untersuchung war DNA aus Blutzellen: Die durchweg älteren Probanden hatten bei Studieneintritt Blutproben abgegeben. Dies lag mittlerweile bis zu 14 Jahre zurück und zahlreiche Studienteilnehmer waren inzwischen verstorben.

Methylgruppen werden nur an eine bestimmte Kombination von DNA-Bausteinen angeheftet (CpG). Die Forscher analysierten für fast 500.000 dieser Positionen, ob der Grad ihrer Methylierung einen statistischen Zusammenhang mit dem Überleben aufwies. Nach strengster statistischer Prüfung blieben am Ende 58 CpGs übrig, deren Methylierungsstatus stark mit der Sterblichkeit korrelierte.

Rauchen hinterlässt die stärksten epigenetischen Spuren

Diese 58 CpGs befanden sich alle in Erbgutregionen, deren Bezug zu verschiedenen Krankheiten gut dokumentiert ist. Interessanterweise stimmten 22 der 58 CpGs mit Methylierungspositionen überein, die Brenner und Kollegen kürzlich bei einer Untersuchung der epigenetischen Auswirkungen des Rauchens gefunden hatten**. Damit scheint unter allen Gesundheitsrisikofaktoren das Rauchen die stärksten Spuren im Erbgut zu hinterlassen.

"Erfreulicherweise ist der Grad der DNA-Methylierung nicht in Stein gemeißelt, sondern - im Gegensatz zu Mutationen der DNA-Bausteine - reversibel", sagt dazu Hermann Brenner. "Das bedeutet zum Beispiel, dass sich nach einem Rauchstopp ein ungünstiger Methylierungsstatus wieder ändern und das Sterblichkeitsrisiko wieder deutlich sinken kann."

Nur zehn Erbgutpositionen bilden epigenetisches Risikoprofil

Unter den 58 CpGs wählten die Wissenschaftler diejenigen zehn aus, die am stärksten mit der Sterblichkeit korrelierten. Allein anhand dieses epigenetischen Risikoprofils ließ sich die Gesamtsterblichkeit (Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere) voraussagen: Studienteilnehmer, die an fünf oder mehr dieser Positionen den "ungünstigen" Methylierungsstatus aufwiesen, hatten ein siebenfach höheres Risiko, innerhalb des Beobachtungszeitraums von bis zu 14 Jahren zu versterben, als Probanden, deren Methylierung an diesen Positionen unauffällig war.

Die DNA-Methylierung zeigte einen weit stärkeren Zusammenhang mit dem Überleben als alle bislang untersuchten Veränderungen einzelner DNA-Bausteine (SNPs, single nucleotide polymorphisms). Das epigenetische Risikoprofil erwies sich damit als ein genauerer Indikator für die Lebensspanne als alle bislang ermittelten genetischen Risikoprofile, die auf Veränderungen der DNA-Bausteine beruhen.

"Wir waren überrascht, dass der Methylierungsstatus von nur zehn Positionen unseres Erbguts so stark mit der Gesamt-Sterblichkeit korreliert", kommentiert Hermann Brenner sein aktuelles Ergebnis. "Noch stärkere Zusammenhänge fanden wir mit der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wichtig ist es nun herauszufinden, mit welchen Präventionsmaßnahmen man das Methylierungsprofil und die Sterblichkeit am effektivsten günstig beeinflussen kann."

Yan Zhang, Rory Wilson, Jonathan Heiss, Lutz P Breitling, Kai-Uwe Saum, Ben Schöttker, Bernd Holleczek, Melanie Waldenberger, Annette Peters, Hermann Brenner: DNA methylation signatures in peripheral blood strongly predict all-cause mortality. Nature Communications 2017, DOI: 10.1038/ncomms14617

* ESTHER: Epidemiologische Studie zu Chancen der Verhütung, Früherkennung und optimierten Therapie chronischer Erkrankungen in der älteren Bevölkerung
   KORA: Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg

** Gao, X., Jia, M., Zhang, Y., Breitling, L. P. & Brenner, H. DNA methylation changes of whole blood cells in response to active smoking exposure in adults: a systematic review of DNA methylation studies. Clin Epigenetics. 7, 113 (2015).


Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42-2854
F: +49 6221 42-2968

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968




Mehr als 500.000 Seitenaufrufe: Presse Hochbegabung by Lilli Cremer-Altgeld. Geistreiche News für geistvolle Menschen. Hochbegabte@t-online.de

Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015