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Donnerstag, 12. Mai 2011

Motivationsbrief: Konkurrenz? Ja, bitte!

Newsletter von Dr. Stefan Frädrich


Hochbegabungspresse


Liebe Schweinehundefreunde,


manche Menschen fürchten sich ja vor Konkurrenz. Und liegen damit ziemlich daneben. Denn:


Keine Angst vor Konkurrenz!


Entweder brauchen wir uns nicht zu fürchten, weil wir selbst gut sind. Dann ist der vermeintliche Konkurrent eher ein legitimer Mitbewerber, mit dem wir gemeinsam hohe Standards definieren, uns gegenseitig weiterbringen können und dem eigenen Markt gut tun.


Oder aber die Konkurrenz ist besser als wir, so dass wir darin statt eines eingebildeten Feindes eher einen Feedbackmechanismus sehen sollten – der Mitbewerber zeigt uns, was wir noch zu tun haben, um nach oben zu kommen. Er zwingt uns dazu, uns weitzerzuentwickeln. Und demnach ist nicht unser Konkurrent schuld, dass wir (noch) zu schlecht sind. Wir sind es selbst, die in der Pflicht stehen – auch wenn diese Erkenntnis nicht immer angenehm ist.


(Möglichkeit Nummer drei ist natürlich, dass wir besser sind als unsere „Konkurrenten“. Dazu weiter unten mehr.)


Insofern freue ich mich über „Konkurrenz“. Ich sehe sie als Möglichkeit und Anlass zum eigenen Wachstum. Und ich bin überzeugt: Sie sollten das auch tun! (Und ich hoffe, die meisten von Ihnen tun es bereits?)


Selbstbewusstsein und Überflussmentalität


Freilich aber brauchen wir für so eine konstruktive Sichtweise zwei Voraussetzungen:


Einerseits benötigen wir genügend Selbstbewusstsein, um den Tatsachen ins Auge sehen zu wollen und zu können. Wir müssen uns unserer selbst bewusst sein wollen: Sind wir wirklich so gut wie wir denken? Wo sind wir besser und wo schlechter als die anderen? Für ein solches Selbstbewusstsein sind ein paar Voraussetzungen hilfreich: etwa bereits ein paar Erfahrungen gemacht zu haben (auch mit schmerzlichen Niederlagen). Oder über die grundsätzliche Bereitschaft zur Selbstreflexion zu verfügen, genauso wie über die Bereitschaft zum persönlichen Wachstum. Also einen gewissen Hunger zu haben, besser werden zu wollen. Natürlich hilft auch ein gesundes Selbstvertrauen, das uns sogar negatives Feedback als Chance auf Wachstum sehen lässt. So entsteht die innere Stärke, die Konkurrenz willkommen heißen lassen kann, anstatt sich wie ein hilfloses Kind vor ihr zu fürcht en.


Außerdem erübrigt sich das Gefühl von vermeintlicher Schwäche, wenn wir tun, was wir wirklich gerne tun. Wenn wir also unsere Handlungen selbst als Spiel, Leidenschaft, Spaß oder als etwas in sich Sinnhaftes verstehen. So kann Feedback der Außenwelt zwar bei der Orientierung helfen - muss es aber nicht zwangsläufig: Wieso soll die Außenwelt zum Maßstab für einen selbst werden?


Andererseits brauchen wir, um Konkurrenz zu mögen, eine gewisse Überflussmentalität. Wir dürfen unsere Welt nicht als einen Ort voller Knappheiten verstehen, sondern eher als ein unerschöpfliches Reservoir von Möglichkeiten. Ich bin überzeugt: Es gibt ohne Ende gute Ideen, Menschen, Märkte, Geld, Gelegenheiten! Nur hält uns leider oft der Mangelgedanke davon ab, die vielen Möglichkeiten zu nutzen: Lieber das Bekannte berechnen, als das Unbekannte ausprobieren. Lieber im Gewohnten verharren, als sich im Neuen bewegen. Lieber der Spatz in der Hand – es könnte auf den Dach keine Taube sein.


Lustigerweise allerdings ist es gerade die Überflussmentalität, die unser aller Leben weiterbringt. Der Glaube daran, dass wir „Bewährtes“ nicht beschützen müssen, sondern es – im Gegenteil! – immer wieder auf den Prüfstand stellen und mit Neuem vergleichen müssen. Genau deshalb entwickelt sich unsere Welt ständig weiter. Deshalb können wir mit dem Telefon heute Filmchen drehen. Deshalb können sich Informationen heute von einem Moment auf den anderen rund um den Globus verteilen. Deshalb finden im nahen Osten Revolutionen statt. Deshalb können wir ernsthaft über Alternativen zur Atomenergie nachdenken. Deshalb können wir mit nur einem einzigen Seminar zum Nichtraucher werden, obwohl das noch längst nicht jede Krankenkasse begriffen hat.


Überfluss bringt uns alle weiter


Und genau deshalb gibt es auch keine Konkurrenz auf der Welt, sondern nur ein ganz natürliches Nebeneinander von Unterschiedlichkeiten, das sich zwar hin und wieder in die Quere kommt, aber sich im Grunde ständig gegenseitig befruchtet. Also: Konkurrenz? Ja, bitte! Unbedingt!


Falls Sie (oder Ihre Firma/Familie/Beziehung etc.) also unter einer Konkurrenzsituation leiden, sollten Sie sich fragen, ob Sie statt des engen Fokus Ihres Du-oder-ich-Blickes nicht eher innehalten sollten. Gibt es etwas, das Sie übersehen? Wo ist eine Ressource, die Sie (noch) nicht nutzen? Sollten Sie vielleicht etwas Altes loslassen, weil es längst nicht mehr „altbewährt“ ist, sondern fast schon mumifiziert? Welchen Überfluss wollen Sie nicht sehen, weil Sie nur auf die versiegende Quelle starren?


In diesem Sinne: Betrachten wir Konkurrenz, Mitbeweber, Wettstreit, oder wie immer wir es nennen wollen, stets als Geschenke des Lebens! Nehmen wir sie dankbar, erwachsen und eigenverantwortlich an – und machen wir damit den Kuchen für uns alle größer, anstatt wie hypnotisiert nur den Schnittwinkel unseres persönlichen Kuchenstückes verteidigen zu wollen!


Konkurrenz in meiner Branche


An dieser Stelle ein sehr konkretes Beispiel für eine fruchbare Zusammenarbeit unter „Konkurrenten“: Wie Sie sicher wissen, herrscht in meinem Markt der Trainer, Redner, Coaches, Consultants und Autoren nicht unbedingt ein Mangel an Angeboten. Im Gegenteil: Manchmal muss ich wirklich darüber schmunzeln, wie viele es von uns gibt. Infolgedessen könnte ich mich darüber freuen, zu den „Erfolgreichen“ zu gehören und mich für mein Ego ständig mit „weniger Erfolgreichen“ vergleichen: „Super, ich bin besser als der da oder die da!“ Was wäre das für eine blödsinnige und lächerliche innere Haltung! Denn wie Sie sicher auch wissen, arbeite ich regelmäßig mit den Besten der Branche zusammen und empfehle meine Kollegen auch ständig an meine Kunden.


Warum? Klar: Weil ich meine Benchmark möglichst weit oben ansiedle. So fühle ich mich ständig gefordert und gefördert, denn auch meine guten Kollegen haben die gleiche Einstellung. So können wir gemeinsam wachsen und ständig besser werden. Auch meine lieben Top-Kollegen empfehlen mich ebenfalls – was sie übrigens nur tun, wenn ich ihren Standards genüge.


Heißer Tipp: Buchen Sie Christian Bischoff!


Gerne nenne ich Ihnen hier ein konkretes Beispiel für einen wirklich herrausragenden Kollegen, der GENAU in meinem Markt (Persönlichkeit und Erfolg) tätig ist und mit dem ich GENAU diese Art der gegenseitig befruchtenden Konkurrenz habe, so dass wir beide davon profitieren – und einander uneingeschränkt empfehlen können, was wir auch regelmäßig tun: Christian Bischoff ist ein grandioser Motivationsredner, der Ihre Veranstaltung in einem Maße bereichert, wie es nur die Allerwenigsten schaffen. Allein Christians Biografie als (Ex-)Leistungssportler, Redner und Erfolgsautor ist so spannend und hochauthentisch, dass jeder seiner Sätze in Worten gegossener Erfolgslust gleicht. Und seine Performance auf der Bühne lässt sich am besten einfach nur so beschreiben: Christian rockt! Er ist einer dieser ganz wenigen Menschen, die so eine bestimmte Frequenz aussenden, der man gerne zuhört, inhaltlich folgen mag und sich von ihr wirklich motivieren lässt. Und Christian ist ein richtig sympathischer, bodenständiger, gerader und anständiger Kerl, der keine Luftschlösser in die Welt pustet, sondern Substanz, Substanz, Substanz.


Daher, liebe Leserinnen und Leser, falls Sie auf der Suche nach einem passenden Redner sind: Buchen Sie Christian! Sagen Sie ihm einen lieben Gruß von mir. Und ein dickes Dankeschön für seine Konkurrenz. (Und sollten Sie nicht speziell auf Rednersuche sein, schauen Sie trotzdem bei Christian vorbei: Er macht super Seminare, schreibt klasse Bücher und bietet ebenfalls einen Newsletter an, der Sie weiterbringt! www.christian-bischoff.com)


Herzliche Schweinehundegrüße


Stefan Frädrich



Kontakt


Dr. Stefan Frädrich
Motivation, die wirkt.

Maastrichter Str. 17
D-50762 Köln

E-Mail: stefanfraedrich@aol.com
Internet: http://www.stefan-fraedrich.de/

Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015