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Donnerstag, 8. Oktober 2015

26 Buchstaben – 26 Illustratoren



Neu in einem fremden Land zu sein bedeutet mehr als nur eine Grenze zu überqueren – auch die Sprache kann anfangs eine Barriere sein. Hier möchte unser WillkommensABC eine erste Hilfe sein.
Durch Anna Karina Birkenstock wurde die Idee zu einem ganz besonderen Projekt an arsEdition herangetragen:

Ein Bildwörterbuch für Flüchtlingskinder und ihre Familien
26 Buchstaben, illustriert von 26 Illustratoren unseres Hauses.
Das WillkommensABC möchte allen Neuankömmlingen in Deutschland einfach, schnell und ansprechend einen ersten Zugang zur deutschen Sprache bieten. Über 150 relevante Begriffe wurden von Illustratoren aus dem Haus arsEdition honorarfrei gestaltet und auf Deutsch und Englisch vertont.

Das WillkommensABC kann kostenlos als Druck-pdf, eBook und App unter www.willkommensABC.de heruntergeladen werden.
Es darf von jedem benutzt und geteilt werden!
(jedoch nicht zu kommerziellen Zwecken)

Über Anna Karina Birkenstock
„Wo Sprache endet, können Bilder Grenzen überwinden. Doch wenn unterschiedliche Kulturen zusammenkommen, stoßen selbst Bilder an ihre Grenzen. Wie will man jemandem einen Schneemann erklären, der keinen Schnee kennt? Wie kann interkulturelle Kommunikation funktionieren?
Als Illustratorin und Autorin von Büchern für die Frühkindliche Förderung weiß ich, ein Buch ist nur ein Werkzeug. Wichtig ist die Vermittlung durch den Menschen – Wort, Bild und Geste zusammen helfen hier dem Kind, die Welt zu entdecken. Das gilt auch für dieses WillkommensABC. Erst wenn Menschen neugierig aufeinander zugehen, sich gegenseitig in ihren Kulturen willkommen heißen, die Bilder mit Gesten und Ausdruck füllen, kann es seinen Zweck erfüllen.

Ich danke allen Menschen, die an diesem Buch mitgearbeitet haben und allen, die dazu beitragen werden, es zu einem ‚Willkommens‘ ABC zu machen.“
Anna Karina Birkenstock, Initiatorin und Illustratorin

Danksagung
An dieser Stelle gilt ein herzlicher Dank allen Illustratoren und Helfern, die dieses Projekt mit ihrem ehrenamtlichen Engagement ermöglicht haben:
Corina Beurenmeister, Anna Karina Birkenstock, Lisa Brenner, Jens Dobbers , Antje Flad, Peter Gaymann, Helge Glatzel-Poch, Denitza Gruber, Alexander Holzach, Nadine Jessler, Yayo Kawamura, Katja Kiefer, Alexander von Knorre, Barbara Korthues, Katja Mensing, Kai Pannen, Marlit Peikert, Dominik Rupp, Thorsten Saleina, Kerstin M. Schuld, Eva Spanjardt, Folko Streese, Britta Teckentrup, Joëlle Tourlonias, Frauke Weldin und Iris Wewer.

Caspar Armster / Tilda Marleen Verlag (Umsetzung eBook & App), Annette Baldszuhn (Korrektorat), Cornelius „Conny“ Charell / CM-Repro (Litho), Catherine Grieshammer (Übersetzung), Oliver Grieshammer (Satz und Covergestaltung), Avalon Koeppl (Redaktion), M!music Musikproduktion (Vertonung), bilandia, Open Publishing GmbH (Website und Social-Media) und Karin Plötz / LitCam (Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse).
Sarah Gierhake, Anna Heubeck & Britta Kierdorf (Projektkoordination) sowie das gesamte Team von arsEdition GmbH.

Kontakt
arsEdition GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anna Heubeck & Britta Kierdorf
Tel.: 089-38 10 06-65
Fax: 089-38 10 06-15





So funktioniert ganzheitliche Integration geflüchteter Kinder im Schulalltag




Seit diesem Schuljahr beschulen erstmals auch Freie Bildungsträger Lerngruppen mit geflohenen Kindern aus Krisengebieten – Eine Bilanz nach vier Wochen an den Berliner Klax-Schulen


Berlin, 8. Oktober 2015. Die Zahl der Willkommensklassen steigt seit Jahren kontinuierlich. 2011 gab es in Berlin 112 der speziellen Lerngruppen, 2014 waren es 257 und mit Beginn des aktuellen Schuljahres nunmehr 478. Durch die hohen Flüchtlingszahlen stießen die öffentlichen Bildungseinrichtungen an ihre Kapazitätsgrenzen und sahen sich außerstande, zum Beginn des neuen Schuljahres eine ausreichende Anzahl an Willkommensklassen einzurichten. Daher hat die Senatsverwaltung erstmals auch Privatschulen genehmigt, Flüchtlingskinder zu beschulen. Als einer der wenigen freien Träger in Berlin haben die Klax-Schulen in Berlin zwei Willkommensklassen aufgenommen: eine an der Grundschule in Berlin-Weißensee und eine an der Sekundarschule in Berlin-Pankow.

„Wir haben bei der Bildungsverwaltung frühzeitig beantragt, neu ankommende Flüchtlingskinder in Willkommensklassen beschulen zu dürfen. Denn in unserem pädagogischen Konzept ist die Arbeit in gemischten Gruppen mit unterschiedlichen ethnischen, religiösen, kulturellen und sozialen Hintergründen ohnehin vorgesehen. Deshalb ist die Integration der aus Krisengebieten geflohenen Kinder für uns ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit“, sagt Andrea Schubert, Leiterin der Klax-Sekundarschule in Berlin-Pankow. „Abgesehen davon, dass unsere Lernfamilien altersgemischt und multikulturell sind, steht bei der Klax-Pädagogik das Kind als Individuum im Mittelpunkt. Unser offenes, kompetenzorientiertes Lernkonzept ermöglicht ein eigenes Lerntempo. Das ist für die Alphabetisierung und den Spracherwerb extrem hilfreich“, so die Schulleiterin.

„Für eine Stadt wie Berlin ist es sehr wichtig, dass auch freie Träger sogenannte Willkommensklassen anbieten“, erklärt Ramona Basting von der regionalen Schulaufsicht Pankow der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. „Es ist wirklich großartig, was in so kurzer Zeit alles erreicht werden konnte“, freut sich Basting.

Ganzheitliche Integration durch Lehrer-, Schüler- und Elternschaft
Mit Katrin Beisken, Lehrerin der Willkommensklasse in der Klax-Sekundarschule, und Erkan Yildirim, Lehrer der Willkommensklasse in der Klax-Grundschule, stehen den neuangekommenen Kindern zwei Bezugslehrer zur Verfügung, die sich jeweils auf Deutsch als Zweitsprache spezialisiert haben und langjährige Berufserfahrung in der Vermittlung der deutschen Sprache vorweisen können. Erkan Yildirim betreut seit diesem Schuljahr eine Gruppe von jeweils fünf Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Die Kinder stammen aus Syrien, Albanien, Bulgarien, Serbien und dem Kosovo.

Darüber hinaus bringt sich auch die Schülerschaft tatkräftig ein. So haben die Schüler der 11. Klasse der Klax-Sekundarschule die Patenschaft für die Willkommensklasse übernommen, helfen ihnen bei der Orientierung im Schulalltag und setzen gemeinsame Projekte um.

Auch die Eltern der Klax-Schüler haben die Flüchtlingskinder herzlich aufgenommen und von Anfang an aktiv unterstützt: mit Spenden, Begleitung bei Behördengängen und indem sie Sprachbarrieren zu reduzieren helfen. „Die Einbindung der Eltern ist ebenfalls Teil unseres pädagogischen Ansatzes. Für die Eltern der Flüchtlingskinder ist das meist ungewohnt, da es in den Herkunftsländern eher unüblich ist, dass Eltern am Schulalltag mitwirken“, so Andrea Schubert.

Erstes Fazit nach vier Wochen
Katrin Beisken kann nicht glauben, dass seit Schuljahresbeginn erst ein Monat vergangen ist. „Es ist viel passiert in dieser kurzen Zeit“, staunt Beisken. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Mädchen und Jungen in der Willkommensklasse gut eingelebt und schon große Fortschritte bei der Alphabetisierung der deutschen Sprache gemacht haben. In Fächern wie Kunst, Musik, Sport und Englisch unterrichten wir die Kinder gemeinsam mit den übrigen Klassen, um sie behutsam in den Schulalltag zu integrieren“, so die Betreuerin. Belastend für alle Beteiligten ist jedoch die Ungewissheit, ob die Zusammensetzung einer Gruppe das „Willkommensjahr“ übersteht. „Zwei Mädchen unserer Willkommensklasse aus dem Kosovo wurden bereits abgeschoben – das war für alle Beteiligten sehr traurig“, bedauert Katrin Beisken.

Weitere Infos unter www.klax-online.de, www.klax-grundschule.de und www.klax-sekundarschule.de. Zur Anfrage von Interviews oder für Bild- und Hintergrundmaterial wenden Sie sich gern an das Pressebüro.



Über Klax
Klax ist eine Unternehmensgruppe, deren Mitglieder sich für die individuelle Entwicklung, die umfassende Bildung von Menschen sowie deren Gesundheits- und Umweltbewusstsein engagieren. Die Klax-Gruppe betreibt Krippen, Kindergärten, Schulen sowie Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Lernerfolge zu ermöglichen.

Die Klax-Pädagogik bezeichnet eine inhaltliche und methodische Vorgehensweise, die stets vom Kind beziehungsweise vom zu bildenden Menschen ausgeht. In den Klax-Schulen sind Lehrer Lernbegleiter und die Schüler Lernpartner. Kennzeichnend für den pädagogischen Ansatz ist die Überzeugung, dass es Möglichkeiten und Methoden gibt, das einzelne Kind mit seinen Stärken wahrzunehmen, es in seiner individuellen Entwicklung und dem eigenen Lerntempo entsprechend zu fördern.

Grundlage der pädagogischen Arbeit sind dabei die vier Säulen der Klax-Pädagogik: Individualisierte Lernwege, die soziale Gemeinschaft, der authentische Erwachsene und die gestaltete Umgebung. Die Kinder haben feste Bezugsgruppen, lernen jedoch in ihrem eigenen Tempo und ihrer Neigung entsprechend in altersgemischten Lernfamilien.

Die Bezugsgruppen und Lernfamilien bei Klax sind hinsichtlich der ethnisch-kulturellen und religiösen Weltanschauungen sehr heterogen. Toleranz und kritische Reflektions- und Konfliktfähigkeit sind wichtige Themen des Klax-Konzeptes. Ziel ist es, dass die Kinder die Fähigkeit erwerben, sich auf der Basis gemeinsamer Werte zu verständigen. Weitere Infos unter www.klax-online.de.

Pressebüro Klax
c/o public link GmbH
Katja Weinhold
Tel +49(0)30.44 31 88 12
Mobil +49(0)172 45 78 698
E-Mail: klax@publiclink.de
www.publiclink.de

Klax GmbH
Ferdinand Borstelmann
Tel: +49 (0) 30-477 96-0
Mobil: +49 (0) 162-210 11 06
E-Mail: ferdinandbostelmann@klax-online.de
www.klax-online.de





Stellungnahme des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zur Vergabe des Literaturnobelpreises an Swetlana Alexijewitsch (Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2013)

"Swetlana Alexijewitsch, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2013, ist eine große Schriftstellerin, Erzählerin und Chronistin. Sie setzt in ihrem Werk auf das Wort und die Freiheit und nutzt ihre schriftstellerische Kraft selbstlos und mutig, um den stumm gemachten und vergessenen Menschen eine Stimme zu geben. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gratuliert Swetlana Alexijewitsch herzlich zum Literaturnobelpreis 2015."

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
Frankfurt am Main, 8. Oktober 2015

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Claudia Paul, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, E-Mail: paul@boev.de
Alexander Vieß, Redakteur Web & Social Media
Telefon +49 (0) 69 1306-296, E-Mail: viess@boev.de

Mittwoch, 7. Oktober 2015

The Nobel Prize in Chemistry 2015




Presseportal für Hochbegabung


The Royal Swedish Academy of Sciences has decided to award the Nobel Prize in Chemistry for 2015 to
Tomas Lindahl, Francis Crick Institute and Clare Hall Laboratory, Hertfordshire, UK
Paul Modrich, Howard Hughes Medical Institute and Duke University School of Medicine, Durham, NC, USA
Aziz Sancar, University of North Carolina, Chapel Hill, NC, USA
“for mechanistic studies of DNA repair”.
The cells’ toolbox for DNA repair

The Nobel Prize in Chemistry 2015 is awarded to Tomas Lindahl, Paul Modrich and Aziz Sancar for having mapped, at a molecular level, how cells repair damaged DNA and safeguard the genetic information. Their work has provided fundamental knowledge of how a living cell functions and is, for instance, used for the development of new cancer treatments.

Each day our DNA is damaged by UV radiation, free radicals and other carcinogenic substances, but even without such external attacks, a DNA molecule is inherently unstable. Thousands of spontaneous changes to a cell’s genome occur on a daily basis. Furthermore, defects can also arise when DNA is copied during cell division, a process that occurs several million times every day in the human body.

The reason our genetic material does not disintegrate into complete chemical chaos is that a host of molecular systems continuously monitor and repair DNA. The Nobel Prize in Chemistry 2015 awards three pioneering scientists who have mapped how several of these repair systems function at a detailed molecular level.

In the early 1970s, scientists believed that DNA was an extremely stable molecule, but Tomas Lindahl demonstra­ted that DNA decays at a rate that ought to have made the development of life on Earth impossible. This insight led him to discover a molecular machinery, base excision repair, which constantly counteracts the collapse of our DNA.
Aziz Sancar has mapped nucleotide excision repair, the mechanism that cells use to repair UV damage to DNA. People born with defects in this repair system will develop skin cancer if they are exposed to sunlight. The cell also utilises nucleotide excision repair to correct defects caused by mutagenic substances, among other things.

Paul Modrich has demonstrated how the cell corrects errors that occur when DNA is replicated during cell division. This mechanism, mismatch repair, reduces the error frequency during DNA replication by about a thousandfold. Conge­nital defects in mismatch repair are known, for example, to cause a hereditary variant of colon cancer.
The Nobel Laureates in Chemistry 2015 have provided fundamental insights into how cells function, knowledge that can be used, for instance, in the development of new cancer treatments.

Tomas Lindahl, Swedish citizen. Born 1938 in Stockholm, Sweden. Ph.D. 1967 from Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden. Professor of Medical and Physiological Chemistry at University of Gothenburg 1978–82. Emeritus group leader at Francis Crick Institute and Emeritus director of Cancer Research UK at Clare Hall Laboratory, Hertfordshire, UK.
http://crick.ac.uk/research/a-z-researchers/emeritus-scientists/tomas-lindahl/
Paul Modrich, U.S. citizen. Born 1946. Ph.D. 1973 from Stanford University, Stanford, CA, USA. Investigator at Howard Hughes Medical Institute and James B. Duke Professor of Biochemistry at Duke University School of Medicine, Durham, NC, USA.
http://www.biochem.duke.edu/paul-l-modrich

Aziz Sancar, U.S. and Turkish citizen. Born 1946 in Savur, Turkey. Ph.D. 1977 from University of Texas, Dallas, TX, USA. Sarah Graham Kenan Professor of Biochemistry and Biophysics, University of North Carolina School of Medicine, Chapel Hill, NC, USA.
http://www.med.unc.edu/biochem/people/faculty/primary/asancar

Prize amount: 8 million Swedish krona, to be shared equally between the Laureates.
More information: http://kva.se and http://nobelprize.org
Expert: Claes Gustafsson, member of the Nobel Committee for Chemistry, +46 31 786 38 26, +46 70 858 95 21, claes.gustafsson@medkem.gu.se
Press contact: Hans Reuterskiöld, Press Officer, Phone +46 8 673 95 44, +46 70 673 96 50, hans.reuterskiold@kva.se

Presskontakt:
Hans Reuterskiöld, Press Officer, the Royal Swedish Academy of Sciences, 46 8-673 95 44, 46 70-673 96 50, hans.reuterskiold@kva.se

The Royal Swedish Academy of Sciences, founded in 1739, is an independent organization whose overall objective is to promote the sciences and strengthen their influence in society. The Academy takes special responsibility for the natural sciences and mathematics, but endeavours to promote the exchange of ideas between various disciplines.




Vorankündigung: Experten-Gespräch: Talente finden und binden. Die Generationen Y und Z verstehen, begeistern, gewinnen.


Die Welt hat sich für viele Unternehmen auf den Kopf gestellt: Nicht der Markt und die
Kunden limitieren häufig das Wachstum, sondern die fehlenden Mitarbeiter. Noch nie war
es so schwer, Talente und Fachkräfte – und zunehmend auch Manager und
Führungskräfte – zu finden und zu binden.

Anlässlich dieser Entwicklung lädt die Steinbeis School of Management and Innovation
zum Experten-Gespräch nach München (27.10.2015) und Berlin (24.11.2015) ein. Die
Veranstaltungen, die unter dem Motto „Talente finden und binden: Die Generationen Y
und Z verstehen, begeistern, gewinnen.“ stehen, beginnen jeweils um 17 Uhr (Ende ca.
19.30 Uhr) und finden in den Studienzentren der Business School statt (München:
Augustenstraße 10; Berlin: Franklinstraße 15).

Die Teilnehmer erwarten exklusive Impulse von Top-Experten, anregende Diskussionen
sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Branchen-Kollegen. Christoph
Fellinger (Generation Y Experte und Blogger) wird den Anwesenden die Generationen Y
und Z näher bringen und Marcus K. Reif (Head of Recruiting & Employer Branding, EY)
berichtet über die Konsequenzen für Unternehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. Nähere Informationen und

Pressekontakt: Rita Autenrieth | Tel. 0711 / 51893-13 | r.autenrieth@steinbeis-smi.de

Steinbeis School of Management and Innovation
Steinbeis-Hochschule Berlin


Sitz der Hochschule und des Studienzentrums: Franklinstrasse 15 - 10587 Berlin (Germany)
Fon: +49 (30) 29 33 09-232  |  Fax: +49 (30) 29 33 09-235


Studien- und Bewerberadministration: Kriegsbergstrasse 34 - 70174 Stuttgart (Germany)
Fon +49 (711) 51893-10  |  Fax: +49 (711) 51893-29
www.steinbeis-smi.de


Nobelpreis für Physik – Hinweise auf Ansprechpartner in Deutschland

In Stockholm wurden heute die Träger des diesjährigen Nobelpreises für Physik bekannt gegeben. Der Preis geht an den Japaner Takaaki Kajita und den Kanadier Arthur B. McDonald. Die beiden Wissenschaftler werden für den Nachweis ausgezeichnet, dass Neutrinos eine Masse besitzen.

Auch in Deutschland arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der heute ausgezeichneten Forscher, unter anderem in Projekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden. Die DFG möchte Sie besonders hinweisen auf:


Professor Dr. Josef Jochum
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Physikalisches Institut
Auf der Morgenstelle 14
72076 Tübingen

Telefon: +49 7071 / 29-74453


Professor Dr. Karl-Heinz Kampert
Bergische Universität Wuppertal
Fachgruppe Physik
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal

Telefon: +49 202 / 439-2856


Professor Dr. Christian Weinheimer
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Kernphysik
Wilhelm-Klemm-Straße 9
48149 Münster



Die drei Wissenschaftler sind von der DFG kontaktiert worden und stehen – teilweise nur per Mail – für Fragen zum Forschungsgebiet der Nobelpreisträger zur Verfügung.


Medienkontakt DFG:
Benedikt Bastong
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0228 / 885-2376

http://www.dfg.de



Dienstag, 6. Oktober 2015

The Nobel Prize in Physics 2015



Presseportal für Hochbegabung


The Royal Swedish Academy of Sciences has decided to award the Noble Prize in Physics for 2015 to
Takaaki Kajita, Super-Kamiokande Collaboration, University of Tokyo, Kashiwa, JapanThe Royal Swedish Academy of Sciences has decided to award the Nobel Prize in Physics for 2015 to
Arthur B. McDonald, Sudbury Neutrino Observatory Collaboration, Queen’s University, Kingston, Canada
“for the discovery of neutrino oscillations, showing that neutrinos have mass”.
Metamorphosis in the particle world

The Nobel Prize in Physics 2015 recognises Takaaki Kajita in Japan and Arthur B. McDonald in Canada, for their key contributions to the experiments which demonstrated that neutrinos change identities. This metamorphosis requires that neutrinos have mass. The discovery has changed our understanding of the innermost workings of matter and can prove crucial to our view of the universe.

Around the turn of the millennium, Takaaki Kajita presented the discovery that neutrinos from the atmosphere switch between two identities on their way to the Super-Kamio­kande detector in Japan.

Meanwhile, the research group in Canada led by Arthur B. McDonald could demonstrate that the neutrinos from the Sun were not disappearing on their way to Earth. Instead they were captured with a different identity when arriving to the Sudbury Neutrino Observatory.
A neutrino puzzle that physicists had wrestled with for decades had been resolved. Compared to theoretical calculations of the number of neutrinos created in nuclear reactions inside the Sun, up to two thirds of neutrinos were missing in measurements performed on Earth. Now, the two experiments discovered that the neutrinos had changed identities.
The two discoveries led to the far-reaching conclusion that neutrinos, which for a long time were considered massless, must have some mass, however small.

For particle physics this was a historic discovery. Its Standard Model of the innermost workings of matter had been incredibly successful, having resisted all experimental chal­lenges for more than twenty years. However, as it requires neutrinos to be massless, the new observations had clearly showed that the Standard Model cannot be the complete theory of the fundamental constituents of the universe.

The discoveries rewarded with this year’s Nobel Prize in Physics have yielded crucial insights into the all but hidden world of neutrinos. After photons, the particles of light, neutrinos are the most numerous in the entire cosmos. The Earth is constantly bombarded by them.

Many neutrinos are created in reactions between cosmic radiation and the Earth’s atmosphere. Others are produced in nuclear reactions inside the Sun. Thousands of billions of neutrinos are streaming through our bodies each second. Hardly anything can stop them passing, neutrinos are nature’s most elusive elementary particles.
Now the experiments continue and intense activity is underway worldwide in order to capture neutrinos and examine their properties. New discoveries about their deepest secrets are expected to change current understandings of the history, structure and future fate of the universe.

Takaaki Kajita, Japanese citizen. Born 1959 in Higashimatsuyama, Japan. Ph.D. 1986 from University of Tokyo, Japan. Director of Institute for Cosmic Ray Research and Professor at University of Tokyo, Kashiwa, Japan.

http://www.icrr.u-tokyo.ac.jp/about/greeting_eng.html

Arthur B. McDonald, Canadian citizen. Born 1943 in Sydney, Canada. Ph.D. 1969 from Californa Institute of Technology, Pasadena, CA, USA. Professor Emeritus at Queen’s University, Kingston, Canada.

http://www.queensu.ca/physics/arthur-mcdonald 

Prize amount: 8 million Swedish krona, to be shared equally between the Laureates.
More information: http://kva.se and http://nobelprize.org
Experts: Olga Botner, member of the Nobel Committee for Physics, +46 18 471 38 76, +46 73 390 86 50, olga.botner@physics.uu.se
Lars Bergström, Secretary of the Nobel Committee for Physics, +46 8 553 787 25, lbe@fysik.su.se


Presskontakt:
Hans Reuterskiöld, Press Officer, the Royal Swedish Academy of Sciences, 46 8-673 95 44, 46 70-673 96 50, hans.reuterskiold@kva.se



The Royal Swedish Academy of Sciences, founded in 1739, is an independent organization whose overall objective is to promote the sciences and strengthen their influence in society. The Academy takes special responsibility for the natural sciences and mathematics, but endeavours to promote the exchange of ideas between various disciplines.




Montag, 5. Oktober 2015

Der echte Weg des "Marsianers": Video aus Bildern der Raumsonde Mars Express

„Der Marsianer“ Mark Watney
NASA-Astronaut Mark Watney ist „Der Marsianer“ im 
gleichnamigen Kinofilm. Quelle: 2015 Twentieth Century Fox.


Presseportal für Hochbegabung


"Noch Fragen, Neil Armstrong?" - Als NASA-Astronaut Mark Watney diese Worte ausspricht, ahnt er zum ersten Mal, dass er vielleicht doch eine ganz kleine Chance auf Rettung hat. Mark Watney ist "Der Marsianer" im gleichnamigen Film (Kinostart: 8. Oktober), der in einer nicht allzu fernen Zukunft sein Leben auf dem Roten Planeten zu retten versucht. Eine wesentliche Rolle spielen dabei topographische und geographische Karten, die ihm die Orientierung ermöglichen, den monatelangen Weg zum Krater Schiaparelli zu finden, in dem die rettende Rakete Ares 4 steht. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) - "im Hier und Jetzt" auf die hochpräzise topographische Kartierung des Mars spezialisiert - rekonstruierten die Route mit Stereobilddaten ihrer Marskamera HRSC und berechneten ein Video, das die spektakuläre Landschaft so zeigt, wie sie Mark Watney "in der Zukunft" sehen würde.

In der oben beschriebenen Szene ist es Mark Watney gerade gelungen, mit einem Funkgerät der 1997 auf dem Mars gelandeten Sonde Pathfinder mit der Bodenstation auf der Erde zu kommunizieren. Möglich war ihm das Auffinden der gerade einmal schuhkartongroßen Sonde mithilfe von präzisen geographischen Koordinaten. Diese bilden seit jeher Grundlage allen wissenschaftlichen Arbeitens zum Thema Mars. Das DLR-Institut für Planetenforschung berechnet seit bald zwölf Jahren aus Bilddaten des Kamerasystems HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express digitale Geländemodelle der Marsoberfläche. Auf dem Gebiet der Planetenvermessung und -kartierung ist das Berliner DLR-Institut weltweit führend.

Aufwendig für den Stoff der Zukunft berechnete reale Marswelt

Die Geschichte des Marsianers beginnt in einer Tiefebene am nördlichen Wendekreis des Planeten, führt zunächst einige hundert Kilometer an die südöstliche Grenze von Chryse Planitia und schließlich durch ein enges Ausflusstal ins Marshochland Richtung Südosten durch das Gebiet Arabia Terra. Dort versucht Watney mit seinen begrenzten Ressourcen in einem Wettlauf gegen die Zeit die von der NASA im Krater Schiaparelli "geparkte" Ares 4-Rakete zu erreichen, um mit ihr den Mars zu verlassen. Ein großer Teil des geschilderten Gebiets, etwa zweieinhalb Millionen hochpräzise topographisch kartierte Quadratkilometer, wurde von den DLR-Wissenschaftlern erst vor kurzem als Teil eines globalen Mars-Kartierprojekts vorgestellt.

Aus diesem Datensatz erstellte das DLR eine Überflugsequenz zum Film "Der Marsianer". Diese wurde aus rund 7300 Stereobildern erzeugt. Aufgrund der detaillierten Geländedaten und der enormen Ausdehnung des dargestellten Gebiets betrug die durchschnittliche Rechenzeit pro Bild dabei etwa eine halbe Stunde, so dass insgesamt fast fünf Monate reine Rechenzeit erforderlich waren. Durch Verteilen der Rechenlast auf mehrere Computer konnte diese Zeit beträchtlich reduziert werden. Insgesamt nahm die Produktion des circa fünfminütigen Videos (hier auch in 3D) inklusive Datenaufbereitung, Schnitt und Vertonung zweieinhalb Monate in Anspruch. Dabei wurde die Musik eigens für diesen Film komponiert und in 5.1-Surround-Sound abgemischt. Das gesamte Datenaufkommen betrug etwa zwei Terabyte.

Kein anderer Mars-Datensatz bildet die Realität großräumig so gut ab

Für Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung, der "Principal Investigator" des Kameraexperiments HRSC, ist die Produktion des Überflugsvideos alles andere als eine fachfremde Spielerei für ein nicht-wissenschaftliches Filmprojekt: "Der Mars fasziniert, er macht uns immer neugieriger! Ganz viele Menschen interessieren sich für unsere Forschung, und vor allem junge Menschen wollen wissen, wie es da oben wirklich aussieht, und wie realistisch es ist, dass wir Menschen dort oben einmal unsere Spuren hinterlassen könnten. Die Daten unserer Kamera zeigen den Mars in einer Anschaulichkeit und Detailtreue von oben, wie kaum kein anderes Experiment, nur die Bilder von der Oberfläche, von Rovern wie Curiosity, sind noch näher an der Realität dran - aber die zeigen wiederum nur einen kleinen Ausschnitt. Auch uns sind durch diese Animation wieder ein paar Details aufgefallen, die wir vorher im räumlichen Kontext noch nicht gesehen hatten. Deshalb haben wir diesen Film berechnet: Damit kann sich jeder ein Bild machen, wie es wäre, wenn Mark Watney wirklich durch diese Gebiete fahren müsste … lediglich bei den Wolken waren wir etwas kreativ, denn die sind - zum Glück - in den HRSC-Daten nicht enthalten."

Der Marsianer wählt die topographisch einzig logische Route

Die Originalvorlage bedient sich an allen Stellen der Watneyschen Odyssee am Wissen der bisher real stattgefundenen Wissenschaftsmissionen über den Mars: Einen sicheren Landesplatz in der Chryse-Ebene hatte die NASA schon 1976 für die Sonde Viking 1 ausgesucht; Mars Pathfinders Landeplatz wurde wegen der nahe gelegenen Mündungen der Täler Ares und Tiu als Ziel gewählt. Und der beste Weg zur rettenden Ares 4-Rakete im Krater Schiaparelli führte zwar unendlich mühsam, aber vollkommen logisch, durch das Mawrth-Tal. Dieses Tal steht wegen seiner wasserhaltigen Tonminerale an seinen Rändern besonders im Fokus der  aktuellen Marsforschung. Sandstürme treten auf dem Mars häufig auf und sind in "Der Marsianer" sehr realistisch dargestellt. Und den Weg in den Krater Schiaparelli, würde er nur über eine Rampe im Nordwestrand des Kraters schaffen - das wusste Mark Watney anhand seiner 3D-Modelle im Bordcomputer seines improvisierten Mars-Fahrzeugs.


Kontakte

Elke Heinemann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation
Tel.: +49 2203 601-2867

Prof. Dr. Ralf Jaumann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Planetenforschung, Planetengeologie
Tel.: +49 30 67055-400

Ulrich Köhler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) DLR-Institut für Planetenforschung
Tel.: +49 30 67055-215






Nobelpreis für Medizin – Hinweise auf Ansprechpartner in Deutschland


Presseportal für Hochbegabung


In Stockholm wurden heute die Träger des diesjährigen Nobelpreises für Medizin bekannt gegeben. Der Preis geht an William C. Campbell und Satoshi Ōmura für ihre Beiträge zur Bekämpfung von pathogenen Würmern sowie Youyou Tu für ihre Beiträge zur Bekämpfung der Malaria.

Auch in Deutschland arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der heute ausgezeichneten Forscher, unter anderem in Projekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden. Die DFG möchte Sie besonders hinweisen auf:


Professor Dr. Peter Gottfried Kremsner
Universitätsklinikum Tübingen
Medizinische Universitätsklinik
Institut für Tropenmedizin
Wilhelmstraße 27
72074 Tübingen

Telefon: 07071 / 2987179


Professor Dr. Kai Matuschewski
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Telefon: 030 / 28460535


Die beiden Wissenschaftler sind von der DFG kontaktiert worden und stehen – teilweise nur per Mail – für Fragen zum Forschungsgebiet der Nobelpreisträger zur Verfügung.


Ergänzend zu diesen Informationen noch ein Hinweis für eventuelle weitere Recherchen:

Die DFG fördert seit 2007 im Rahmen ihrer „Afrika-Initiative“ die Erforschung sogenannter vernachlässigter Infektionskrankheiten. Diese Krankheiten treten in Afrika extrem häufig auf – zum Teil wesentlich häufiger als Malaria –, sind aber trotzdem so gut wie unerforscht. Ausführliche Informationen zu Themen, Projekten und Partnern der „Afrika-Initiative“ unter http://www.dfg.de/dfg_magazin/aus_der_wissenschaft/afrika_initiative/index.html


Medienkontakt DFG:
Benedikt Bastong
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0228 / 885-2376

http://www.dfg.de



Freitag, 2. Oktober 2015

Münchener Sender startet Themenwoche „Made in Germany – Die Deutschlandwoche bei kabel eins“ am Samstag, 03. Oktober um 20:15 Uhr


Moderatorin Kathy Weber


Unterföhring, 02. Oktober 2015 – Am 3. Oktober 1990 wurde wahr, worauf nach vierzig Jahren Teilung kaum mehr einer zu hoffen wagte: die Wiedervereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland.

Das historische Ereignis jährt sich 2015 zum 25. Mal – und kabel eins lässt die Korken knallen.

Die einwöchige Themenwoche beginnt mit der vierstündigen Dokumentation „Endlich eins! 25 Jahre Wiedervereinigung“. Auch kabel eins Moderatorin Kathy Weber erinnert sich an die bewegenden Tage und lässt ihre Empfindungen und die Euphorie dieses Momentums Revue passieren.


Neben der beliebten kabel eins Frontfrau erinnern sich prominente Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport an das geschichtsträchtige Geschehen, so. u.a. Bundespräsident Joachim Gauck, Gregor Gysi, Wolfgang Schäuble, Ulrich Meyer, Andrea Kiewel, die Scorpions und viele mehr.

Kathy Weber Pressesevice
c/o redhead solutions
Susanne Hertzner
Tel: +49 2234 96 46 750
Fax:+49 2234 96 46 755
E-Mail:
presse@redhead-solutions.de
www.kathyweber.de
www.kw-moderatorenschule.de




Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015