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Mittwoch, 25. Mai 2016

Am 26. Mai öffnet das größte Comic-Festival Deutschlands seine Pforten


Plakat-Motiv 2 – 17. Int. Comic-Salon Erlangen 2016
2015 Karo AkpokiereCopyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen


Vom japanischen Manga bis zur Satire in der Türkei


Der 17. Internationale Comic-Salon Erlangen, das wichtigste Festival für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum, öffnet am 26. Mai um 12:00 Uhr seine Pforten. Auf mehreren tausend Quadratmetern dreht sich vier Tage lang alles um die „Neunte Kunst“. Über 150 Aussteller präsentieren auf der Messe im Kongresszentrum ihr Programm, mehr als 500 Comic-Künstlerinnen und -Künstler aus aller Welt haben ihr Kommen angekündigt. Rund 30 Ausstellungen sind in der Innenstadt zu sehen, weit über 150 Einzelveranstaltungen zählt das Programm: Lesungen, Gesprächsrunden, Vorträge, Filme, Workshops … Mit dem Max und Moritz-Preis wird eine der bedeutendsten europäischen Auszeichnungen für Comic-Kunst verliehen. Das veranstaltende Kulturamt der Stadt Erlangen erwartet vom 26. bis zum 29. Mai 25.000 Besucher.

Zum ersten Mal fand der Internationale Comic-Salon 1984 statt. Seitdem präsentiert die Stadt Erlangen alle zwei Jahre die Comic-Kunst in ihrer ganzen Bandbreite. Schwerpunkte sind in diesem Jahr die erste große Retrospektive des japanischen Star-Mangaka Jirō Taniguchi in Deutschland, Comics und Pressefreiheit in der Türkei, grafische Literatur aus Indien, Zeichnungen über das Leben in afrikanischen und europäischen Metropolen, Religion und Pressefreiheit, Geschichten über Flucht und Vertreibung, zeitgenössische Comic-Kunst aus Flandern und den Niederlanden – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016 – und vielfältige Aktivitäten rund um das Thema Comics für Kinder. Mit dem Max und Moritz-Preis wird im Rahmen des Internationalen Comic-Salons Erlangen die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum vergeben. 25 Titel wurden von einer unabhängigen Jury und dem Publikum nominiert, auf deren Grundlage, während der von Hella von Sinnen und Christian Gasser moderierten Max und Moritz-Gala (27. Mai, 21:00 Uhr, Markgrafentheater), die Preise in neun Kategorien verliehen werden. Der Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk geht an die französische Künstlerin Claire Bretécher.

Die DATEV eG ist im Jahr 2016 zum ersten Mal Titelsponsor des Internationalen Comic-Salons Erlangen. Als IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren Mandanten wie z. B. mittelständische Unternehmen und kommunale Verwaltungen, gehört die über 40.000 Mitglieder vertretende Genossenschaft zu den größten privaten Arbeitgebern der Metropolregion Nürnberg und gleichzeitig zu den wichtigsten Softwarehäusern Europas.



Weitere Informationen

Der ausführliche Katalog ist zum Preis von 5,00 Euro an den Salon-Kassen erhältlich. Anlässlich des 17. Internationalen Comic-Salons Erlangen 2016 erscheint außerdem eine Extra-Ausgabe des kostenlosen Comic-Magazins Wieselflink sowie ein Panini-Sticker-Album. Live-Berichterstattung 26. bis 29. Mai: www.splashcomics.de

Hauptveranstaltungsort
Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle und Rathaus (Rathausplatz 1, 91052 Erlangen)

Öffnungszeiten Messe und Ausstellungen
Donnerstag, 26. Mai: 12:00 bis 19:00 Uhr
Freitag und Samstag, 27. und 28. Mai: 10:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag, 29. Mai: 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintrittspreise Messe und Ausstellungen
Tageskarte: 9,00 / erm. 6,00 Euro
Tageskarte Familien-Sonntag: 9,00 / erm. 1,00 Euro (ermäßigte Karten nur an der Tageskasse)
Dauerkarte: 24,00 / erm. 16,00 Euro
Ermäßigung für Kinder und Jugendliche von 6 bis (einschließlich) 14 Jahren, Behinderte (ab 50 % GdB) und deren Begleitperson (Ausweis mit B-Vermerk) sowie für Inhaber/innen des Erlangen Passes. Karten im Vorverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühr. Kinder unter 6 Jahren: Eintritt frei!

Für die weiteren Veranstaltungen (Max und Moritz-Gala, Lesungen etc.) und das Kinoprogramm (Comic Film Fest) gelten gesonderte Eintrittspreise.

Karten
Vorverkauf unter www.comic-salon.de und www.reservix.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen im Großraum Erlangen, Nürnberg, Fürth, Bamberg, an den ReserviX-Vorverkaufsstellen deutschlandweit (Vorverkaufsgebühren) sowie vom 26. bis 29. Mai 2016 an der Tageskasse am Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle und weiteren Veranstaltungsorten.

Veranstalter
Stadt Erlangen – Kulturamt
Abteilung Festivals und Programme
Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen – Deutschland
Tel. +49 (0)9131 86-1408, Fax: +49 (0)9131 86-1411



Schnelle Integration ins Studium

Ab Herbst bietet die Hochschule Augsburg einen neuen Intensiv-Vorbereitungskurs an:
 Deutsch und Studieren in Deutschland.



Neu: Intensiv-Vorbereitungskurs Deutsch und Studieren in Deutschland für Studieninteressierte mit Fluchthintergrund


Ab dem 4. Oktober 2016 können studieninteressierte Asylbewerber, Geduldete und anerkannte Flüchtlinge an der Hochschule Augsburg kostenlos den neuen Intensiv-Vorbereitungskurs „Deutsch und Studieren in Deutschland“ besuchen. Der Kurs am Zentrum für Sprachen und Interkulturelle Kommunikation (ZSI) schließt die Lücke zwischen dem Sprachniveau B1, das im Integrationskurs erreicht wird, und dem nötigen Sprachniveau für ein Studium. Er ist jedoch weit mehr als ein reiner Sprachkurs: Neben 18 Wochenstunden intensivem Deutsch-Training inklusive Vorbereitung auf die TestDaF-Prüfung umfasst er die Module „Lerntechniken“ und „Interkulturelles Training“ sowie die Einbindung in das Programm WIR – Willkommen, Integration, Richtung.

Orientierung geben und unterstützen

Die Teilnehmer werden mit diesem umfassenden Programm frühzeitig aktiv in das Hochschulleben integriert und erhalten Unterstützung bei der Bewerbung um einen Studienplatz und der Orientierung an der Hochschule. Dank eingeworbener Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im DAAD-Programm „Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium (Integra)“ ist es möglich, diesen Kurs kostenlos anzubieten.

Eine Anmeldung ist bis zum 1. Juli möglich per E-Mail an daf@hs-augsburg.de, oder auch telefonisch unter 0821 5586-3323. Bewerber müssen im Zuge der Anmeldung an einem Interview teilnehmen, bei dem überprüft wird, ob die Deutschkenntnisse einen erfolgreichen Kursbesuch möglich machen. Die Interviewtermine sind am 20., 21., 25. und 26. Juli 2016.
Detaillierte Informationen zum Kurs, zu den Terminen und zur Anmeldung finden Interessierte im zugehörigen Faltblatt:
 
Kontakt

Hochschule Augsburg
Zentrum für Sprachen und 
Interkulturelle Kommunikation
Campus am Roten Tor
An der Hochschule 1
86161 Augsburg

Koordinationszentrum Deutsch
Gebäude W
Raum W 2.15
Oksana Wladarsch
Telefon: +49 (0)821 5586-3323
Sprechstunde: Mo.-Do. 11.00 – 13.00 Uhr in Raum W 1.11


Hochschule Augsburg
Corporate Communication
Dr. Christine Lüdke
Pressesprecherin
An der Hochschule 1
86161 Augsburg
Tel: +49 (0)821 55 86-2556
Fax: +49 (0)821 55 86-3253
Mobil: +49 (0)179 1344986
christine.luedke@hs-augsburg.de

Teufelskreis der Thrombozyten: Alzheimer-Patienten könnten von einer antithrombozytären Therapie profitieren

Jülich/Düsseldorf, 25. Mai 2016 – Die Hemmung von Thrombozyten bei Alzheimer-Patienten könnte zukünftig eine wichtige Rolle in der Therapie einnehmen. Die Forschungsergebnisse eines internationalen Forscherteams unter der Leitung des Universitätsklinikums Düsseldorf könnten von großer Bedeutung für die Behandlung von Alzheimer-Patienten sein. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Heinrich-Heine-Universität und des Forschungszentrums Jülich identifizierten sie einen Schlüsselmechanismus für die direkte Beteiligung der Thrombozyten - Blutplättchen, die bei der Gerinnung des Blutes eine wichtige Rolle spielen - am Fortschreiten der Erkrankung. Zudem reduzierte die Behandlung mit einem Thrombozytenhemmer bei transgenen "Alzheimer-Mäusen" die amyloiden Plaques in den Hirngefäßen. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Science Signaling" veröffentlicht.

Die Alzheimersche Demenz (Morbus Alzheimer) ist eine altersassoziierte neurodegenerative Erkrankung, an der derzeit mehr als 30 Millionen Menschen weltweit erkrankt sind. Schätzungen rechnen mit 66 Millionen bis 2030 und für 2050 bereits mit 115 Millionen Menschen, die von einer Demenz-Erkrankung betroffen sein werden. Sie ist durch die Bildung von Eiweißverklumpungen, so genannten Amyloid-Aggregaten und amyloiden Plaques, gekennzeichnet. Diese Aggregate schädigen Struktur und Funktion des Nervengewebes im Gehirn und führen zum Verlust von neuronalen Zellen und kognitiver Leistungsfähigkeit.
Neben dem Gehirn ist auch peripheres Gewebe durch die Erkrankung betroffen, wie z.B. Veränderungen im Gefäßsystem, die zu Ablagerungen in Hirngefäßen führen und das Fortschreiten der Alzheimerschen Demenz beschleunigen. Die Düsseldorfer Wissenschaftler konnten bereits zeigen, dass die Anlagerung von Thrombozyten auf den amyloiden Plaques der Gefäßwand zur weiteren Aktivierung von Thrombozyten führt. Sie kleben sich aneinander und bilden einen Blutpfropf, der zum Verschluss der betroffenen Gefäße im Gehirn führt, so dass das umliegende Gewebe nicht mehr durchblutet werden kann. Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse basieren derzeit auf dieser vaskulären Form der Erkrankung.
Eine Beteiligung von Thrombozyten an der Alzheimerschen Demenz wird bereits seit vielen Jahren vermutet. Wie die Forscher nun gemeinsam mit Wissenschaftlern des ICS-6: Strukturbiochemie am Forschungszentrum Jülich zeigen konnten, ist der Schlüsselmechanismus für die direkte Beteiligung von Thrombozyten am Fortschreiten der Alzheimerschen Demenz gekennzeichnet durch die Bindung des Proteins Amyloid-beta an ein spezielles Integrin, einem Rezeptor auf der Thrombozytenoberfläche, der für die Verklumpung von Thrombozyten verantwortlich ist. Diese Bindung löst die Ausschüttung von ADP und Clusterin aus und fördert so die Bildung von amyloiden Plaques. Thrombozyten von Patienten mit Glanzmann Thrombasthenie, einem angeborenen Defekt der Thrombozytenaktivierung, zeigen keine Bildung der amyloiden Plaques in Zellkulturexperimenten.
Thrombozytenhemmer wie Clopidogrel werden zur Therapie und Vorbeugung von Blutgerinnseln, die einen Herzinfarkt- und Schlaganfall auslösen können, verwendet. Die Behandlung von Alzheimer-Mäusen mit Clopidogrel führte zu weniger aktivierten Thrombozyten, einer deutlichen Reduzierung der amyloiden Plaques und damit zu einer verbesserten Durchblutung im Gehirn der Tiere, wenn sie über einen Zeitraum von drei Monaten mit dem Thrombozytenhemmer behandelt wurden. "Thrombozyten beeinflussen damit direkt die Ausbildung der amyloiden Plaques in Hirngefäßen, die wiederum Thrombozyten aktivieren, so dass es zu einer positiven Rückkopplung kommt, die den Zustand der Demenz bei der Alzheimer-Krankheit immer weiter verschlechtern", sagt Projektleiterin Prof. Margitta Elvers vom Institut für Hämostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Ob Thrombozyten auch die Ausbildung von amyloiden Plaques im eigentlichen Gehirngewebe beeinflussen, wird zurzeit von den Düsseldorfer Forschern ebenfalls untersucht.

Originalpublikation:

Science Signaling, Donner et al., 2016, Platelets contribute to amyloid-β aggregation in cerebral vessels through integrin αIIbβ3–induced outside-in signaling and clusterin release

Weitere Informationen:

Ansprechpartner:

Prof. Margitta Elvers
Universitätsklinikum Düsseldorf
Institut für Hämostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin, 
Tel.: 0211 / 81-08851 
E-mail: margitta.elvers@med.uni-duesseldorf.de
Prof. Dieter Willbold
Forschungszentrum Jülich
Institut of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6)
Tel. +49 2461 61-2100
E-Mail: d.willbold@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Peter Zekert

Tel: +49 2461 61-9711
E-Mail: p.zekert@fz-juelich.de


Dienstag, 24. Mai 2016

Dirigenten aus 24 Ländern und 5 Kontinenten


Initiator und künstlerischer Leiter der 1st International Conductors Competition Augsburg ist Professor Maurice Hamers. Seit 15 Jahren ist er Inhaber der Professur für Blasorchesterleitung am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Foto: privat


Unter dem Motto "Brücken bauen und Lernen voneinander" vereint der Dirigentenwettbewerb "1st International Conductors Competition Augsburg" erstmals drei unterschiedliche Orchesterformen




Musikkorps der Bundeswehr-klAugsburg/SSch/KPP - In dieser Form völlig neu- und weltweit einzigartig – dies darf die "1st International Conductors Competition" von sich behaupten, der vom 2. bis zum 7. Juli 2016 in Augsburg stattfinden wird. "Wir vereinen hier erstmals drei unterschiedliche Orchesterformen – Sinfonieorchester, Sinfonisches Blasorchester und Brassband – und fordern damit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein außergewöhnliches Maß an die Vielseitigkeit und Persönlichkeit mit Blick auf Dirigat, Musikalität und den Umgang mit Menschen", so Prof. Maurice Hamers vom Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.
Bild: Von den Finalisten des Wettbewerbs wird am 7. Juli 2016 das zu den weltweit besten Konzertorchestern zählende Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg/Bonn dirigiert werden. Foto: Musikkorps der Bundeswehr

Um so beachtlicher ist es, dass die erste Ausschreibung eines solch außergewöhnlichen Wettbewerbs auf Anhieb gut 60 Bewerbungen aus 24 Ländern und 5 Kontinenten motiviert hat. "Dass sogar die Mehrzahl dieser Bewerbungen aus dem sinfonischen Bereich kommt, zeigt uns die Innovationskraft dieser neuen Wettbewerbsform und deutet darauf hin, dass wir mit unserem Motto 'Brücken bauen und Lernen voneinander' offene Ohren gefunden haben", meint Maurice Hamers. Er ist Initiator und künstlerischer Leiter des vom Verein "Freunde und Alumni der Dirigentenausbildung in Augsburg e. V." veranstalteten Wettbewerbs, mit dem zugleich das 15-jährige Jubiläum von Hamers Professur für Blasorchesterleitung am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg gefeiert wird.

Nach dem noch laufenden Zulassungsverfahren werden sich Anfang Juli zwischen 40 und 50 renommierte Dirigentinnen und Dirigenten den Herausforderungen der "1st International Conductors Competition" stellen und ihr Können in den Runden 1 und 2, im Halbfinale, im Finale Teil A sowie am Final-Abend (Teil B) der international besetzten Fachjury präsentieren. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, den Wettbewerb in allen Phasen live mitzuerleben.

Ein Genuss für Ohren und Augen
Den Zuhörerinnen und Zuhörern versprechen die sechs Wettbewerbstage einen Augen- und Ohrengenuss mit exzellenten Werken und vier erstklassigen Orchestern. Für Blasorchester stehen u. a. „Le mont St. Michel“ von Serge Lancen und „Traveler“ von David Maslanka auf dem Programm, für Brassband "Vita Aeterna Variations" von Alexander Comitas und für Sinfonieorchester Werke von Richard Strauss wie z. B. „Till Eulenspiegels lustige Streiche“.

Finale mit dem weltweit renommierten Musikkorps der Bundeswehr
Für das Finale Teil A und den Final-Abend Teil B konnte das zu den weltweit besten Konzertorchestern zählende Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg/Bonn gewonnen werden. Es steht am 6. Juli den letzten vier Teilnehmern für öffentliche Proben zur Verfügung. Zum Finale am 7. Juli, werden die ausgewählten drei Finalisten das Musikkorps dirigieren, welches unter Leitung von Chefdirigent Oberstleutnant Christoph Scheibling vor der Ergebnisbekanntgabe in der zweiten Abendhälfte dem Publikum ein Gala-Konzertprogramm vom Feinsten bieten wird.

Die internationale Jury:
  • Prof. Atso Almila, Professor für Sinfonisches Dirigat, Sibelius Akademie Helsinki
  • Oberstleutnant Christoph Scheibling, Leiter Musikkorps der Bundeswehr
  • Domonkos Héja, Generalmusikdirektor Augsburger Philharmoniker
  • Thomas Ludescher, Chefdirigent Concert Band der 3BA
  • Matty Cilissen, Chefdirigent des Königlichen Musikkorps der Belgischen Luftwaffe

Die vier Wettbewerbsorchester in drei Orchesterformen:
  • Sinfonisches Blasorchester des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg (Runde 1)
  • Concert Band der Bayerischen Brassband Akademie 3BA, amtierender Deutscher Meister (Runde 2)
  • Augsburger Philharmoniker (Halbfinale)
  • Musikkorps der Bundeswehr (Finale)

Wettbewerbshomepage:http://www.conductorscompetition-augsburg.de

Pressekontakt:Sibylle SchäferTelefon: +49-(0)6024-9124Mobil: +49-(0)171-8960958sibylle.schaefer@gmx.de


Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni: Schutz der Kinder muss oberste Priorität haben!

Berlin, 24.05.2016. Save the Children fordert die griechische Regierung auf, bei der Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni friedlich vorzugehen und besonders Kinder während der Evakuierung zu schützen. In den letzten vier Monaten hielten sich zwischen 9000 und 14000 Flüchtlinge und Migranten im Camp auf - etwa 40% von ihnen sind Kinder.

„Die Verantwortlichen der Räumung müssen im besten Interesse der Familien und Kinder handeln – was einfacher gesagt als getan ist, wenn so viele Menschen gleichzeitig an einen anderen Ort gebracht werden”, sagt Amy Frost, Save the Children Teamleiterin für die Flüchtlingskrise in Griechenland. „Viele der Kinder, besonders die allein reisenden, haben schon genug Traumatisches erlebt, entweder in ihrer Heimat, während der Flucht oder hier, wo sie seit Wochen in einem Camp feststecken. Die Räumung muss vor allen Dingen im Sinne der Kinder umsichtig gehandhabt werden, damit die Mädchen und Jungen nicht noch weiter traumatisiert werden. Kinderschutz muss oberste Priorität haben“, so Frost.

Die Kinderrechtsorganisation ist besorgt über fehlende Versorgungsleistungen, besonders für allein reisende Kinder, denn auch in den neuen, offiziellen Camps sind die Bedingungen kritisch: Es gibt nur wenige Toiletten- und Waschräume, geschweige denn Schutz- und Spielräume für Kinder und Jugendliche oder Unterkünfte für allein reisende Kinder.

Hintergrundinformation:

•              Save the Children hat Mutter-Kind-Bereiche eingerichtet und verteilt Lebensmittel und Kindersachen.
•              Gemeinsam mit Arsis hat Save the Children einen Schutz- und Spielraum aufgebaut, in dem Kinder, besonders die allein reisenden, spielen können und professionell betreut werden.

Für Interviews mit Save the Children-Mitarbeitern in Idomeni, wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

Kontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Anna Blässer     
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 490            


Über Save the Children

Save the Children ist als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in mehr als 120 Ländern tätig. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Überleben und Gesundheit – auch in Katastrophensituationen. Save the Children setzt sich ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können.


NASA Telescopes Find Clues For How Giant Black Holes Formed So Quickly



This illustration represents the best evidence to date that the direct collapse of a gas cloud produced supermassive black holes

This illustration represents the best evidence to date that the direct collapse of a gas cloud produced supermassive black holes in the early Universe. Researchers combined data from NASA’s Chandra, Hubble, and Spitzer telescopes to make this discovery.
Credits: NASA/CXC/STScI

Using data from NASA’s Great Observatories, astronomers have found the best evidence yet for cosmic seeds in the early universe that should grow into supermassive black holes.

Researchers combined data from NASA’s Chandra X-ray Observatory, Hubble Space Telescope, and Spitzer Space Telescope to identify these possible black hole seeds. They discuss their findings in a paper that will appear in an upcoming issue of the Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.

“Our discovery, if confirmed, explains how these monster black holes were born,” said Fabio Pacucci of Scuola Normale Superiore (SNS) in Pisa, Italy, who led the study. “We found evidence that supermassive black hole seeds can form directly from the collapse of a giant gas cloud, skipping any intermediate steps.”
Scientists believe a supermassive black hole lies in the center of nearly all large galaxies, including our own Milky Way. They have found that some of these supermassive black holes, which contain millions or even billions of times the mass of the sun, formed less than a billion years after the start of the universe in the Big Bang.

One theory suggests black hole seeds were built up by pulling in gas from their surroundings and by mergers of smaller black holes, a process that should take much longer than found for these quickly forming black holes.

These new findings suggest instead that some of the first black holes formed directly when a cloud of gas collapsed, bypassing any other intermediate phases, such as the formation and subsequent destruction of a massive star.

“There is a lot of controversy over which path these black holes take,” said co-author Andrea Ferrara, also of SNS. “Our work suggests we are narrowing in on an answer, where the black holes start big and grow at the normal rate, rather than starting small and growing at a very fast rate.”

The researchers used computer models of black hole seeds combined with a new method to select candidates for these objects from long-exposure images from Chandra, Hubble, and Spitzer. 

The team found two strong candidates for black hole seeds. Both of these matched the theoretical profile in the infrared data, including being very red objects, and also emit X-rays detected with Chandra. Estimates of their distance suggest they may have been formed when the universe was less than a billion years old
“Black hole seeds are extremely hard to find and confirming their detection is very difficult,” said Andrea Grazian, a co-author from the National Institute for Astrophysics in Italy. “However, we think our research has uncovered the two best candidates to date.”

The team plans to obtain further observations in X-rays and the infrared to check whether these objects have more of the properties expected for black hole seeds. Upcoming observatories, such as NASA’s James Webb Space Telescope and the European Extremely Large Telescope will aid in future studies by detecting the light from more distant and smaller black holes. Scientists currently are building the theoretical framework needed to interpret the upcoming data, with the aim of finding the first black holes in the universe.

“As scientists, we cannot say at this point that our model is ‘the one’,” said Pacucci. “What we really believe is that our model is able to reproduce the observations without requiring unreasonable assumptions.”

NASA's Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, manages the Chandra program while the Smithsonian Astrophysical Observatory in Cambridge, Massachusetts, controls Chandra's science and flight operations.
The Hubble Space Telescope is a project of international cooperation between NASA and the European Space Agency. NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, manages the telescope. The Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore conducts Hubble science operations. STScI is operated for NASA by the Association of Universities for Research in Astronomy in Washington.

NASA's Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, California, manages the Spitzer Space Telescope mission, whose science operations are conducted at the Spitzer Science Center. Spacecraft operations are based at Lockheed Martin Space Systems Company, Littleton, Colorado.

For more on NASA’s Chandra X-ray Observatory, visit:


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Neuartige Terahertz-Quelle: kompakt und kostensparend. Neue Möglichkeiten für Scanner und Qualitätskontrolle





Prinzip der neuartigen Terahertz-Quelle: Ein extrem kurzer Laserimpuls lässt energiereiche Elektronen aus dem Magneten in den Nichtmagneten fließen. Entscheidend ist, dass es zwei Sorten von Elektronen gibt, die sich durch ihren Spin (dicke rote Pfeile) und ihre Anzahl unterscheiden. Im Nichtmagneten erfahren diese Elektronen eine Ablenkung ?, die von der Richtung des Elektronenspins abhängt. Der daraus resultierende kurze Stromfluss entlang des blauen Pfeiles erzeugt einen Terahertz-Impuls.
Copyright: Fritz-Haber-Institut


Jülich, 24. Mai 2016 – Terahertz-Wellen bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Körperscannern, sie sind bisher jedoch schwierig und nur eingeschränkt zu erzeugen. Jülicher Wissenschaftler haben mit internationalen Partnern ein neuartiges Konzept zur Herstellung dieser elektromagnetischen Strahlung realisiert. Ihr Emitter in Form einer dünnen Metallschicht kann das gesamte Terahertz-Spektrum erzeugen. Möglich macht dies die geschickte Nutzung der Spineigenschaft von Elektronen. Auf Basis dieses Prinzips lassen sich effizientere Quellen bauen, die erstmals lückenlos über die große Bandbreite von 1 bis 30 THz abstrahlen. Der neue Emitter ist zudem kompakter und kostengünstiger herstellbar. (Nature Photonics, DOI: 10.1038/nphoton.2016.91). 

Originalveröffentlichung:
Efficient metallic spintronic emitters of ultrabroadband terahertz radiation;
T. Seifert et al.;
Nature Photonics, DOI: 10.1038/nphoton.2016.91

Weitere Informationen:
Institutsbereich „Quanten-Theorie der Materialien“ (PGI-1/IAS-1): www.fz-juelich.de/pgi/pgi-1/DE/Home/

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Yuriy Mokrousov, Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1), Forschungszentrum Jülich,  Tel. 02461 61-4434, E-Mail: y.mokrousov@fz-juelich.de

Dr. Frank Freimuth, Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1), Forschungszentrum Jülich,  Tel. 02461 61-1608, E-Mail: f.freimuth@fz-juelich.de

Pressekontakt:
Angela Wenzik, Wissenschaftsjournalistin, Forschungszentrum Jülich,
Tel. 02461 61-6048, E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de



Eu:CROPIS: Gewächshäuser für Mars und Mond

Tomatenzucht unter kontrollierten Bedingungen
Quelle: DLR (CC-BY3.0)

Die Umsetzung einer Weltraummission ist wie ein Rennen in Etappen - nur wenn erste Modelle eines Satelliten erfolgreich getestet wurden, fällt der Startschuss für den Bau des eigentlichen Flugmodells. Für den Satelliten Eu:CROPIS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der zwei Gewächshäuser im All unter Mond- und Marsbedingungen betreiben wird, ist dieser nächste Meilenstein nun erreicht: Der Bau des Flugmodells kann beginnen. Die Ziellinie liegt dabei bereits fest – in der zweiten Jahreshälfte 2017 sollen der Satellit und seine wissenschaftliche Nutzlast mit der Falcon 9 von Space-X in Richtung All starten. "Bis Frühjahr 2017 werden wir im DLR Bremen das Flugmodell bauen und ausgiebig für den Flug testen", erläutert Ingenieur Hartmut Müller, Projektleiter für den Bau des Satelliten am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme.

Mikroorganismen und Augentierchen als Helfer

Der Satellit Eu:CROPIS soll während seiner Mission in 600 Kilometern Höhe rotieren und dabei in seinem Inneren für sechs Monate zunächst die Schwerkraft von Mond und anschließend sechs Monate lang Mars-Gravitation erzeugen. Dabei sollen Tomatensamen unter den überwachenden Augen von 16 Kameras keimen und kleine Weltraum-Tomaten entwickeln. Die entscheidenden Helfer, die dies ermöglichen, fliegen mit ins All: Zum einen wird ein ganzes Konsortium von Mikroorganismen in einem Rieselfilter dafür sorgen, dass aus künstlichem Urin ein bekömmlicher Dünger für die Tomaten entsteht, zum anderen sind Augentierchen – der Einzeller Euglena – mit an Bord, um das geschlossene System zusätzlich vor überschüssigem Ammoniak zu schützen und zudem Sauerstoff zu liefern. LED-Licht wird für Augentierchen und Tomatensamen einen Tag- und Nachtrhythmus liefern, ein Drucktank für irdische Atmosphäre sorgen.

Tomaten für die Astronauten-Crew

"Wir simulieren und testen letztendlich Gewächshäuser, die auf Mond oder Mars im Inneren eines Habitats stehen könnten und für eine Crew vor Ort frische Lebensmittel liefern, indem sie in einem geschlossenen System Abfälle kontrolliert in Dünger umwandeln", sagt DLR-Biologe Dr. Jens Hauslage, der die Mission wissenschaftlich leitet. In einem Mondhabitat zum Beispiel wäre das Gewächshaus im Inneren – dort, wo auch die Astronauten sich in einer erdähnlichen Atmosphäre aufhalten. Einer der Abfälle, die mit großer Regelmäßigkeit entstehen würde: der Urin der Astronauten. Anpassen müssten sich die Pflanzen dabei an die verminderte Schwerkraft – auf dem Mond herrscht etwa ein Sechstel der Erdanziehungskraft, auf dem Mars etwas ein Drittel.

Abfall zu Dünger – unter kontrollierten Bedingungen

"Ein Komposthaufen zum Recycling wäre aber nicht kontrollierbar für eine Raumstation oder ein Habitat – deshalb verwenden wir unseren Rieselfilter C.R.O.P., der wie normaler Boden funktioniert, allerdings unter kontrollierten Bedingungen." Bevor Eu:CROPIS auf die Reise geschickt wird, werden die Lavasteine des Rieselfilters deshalb zunächst mit getrockneter Erde "infiziert". Durch diese Impfung ziehen verschiedene Organismen in die löchrige, große Oberfläche der Lavasteine ein und nutzen diese als Habitat. Im All wird dann alle zwei, drei Tage künstlicher Urin versetzt mit Wasser über dieses Habitat rieseln, in dem ein wahrer Wettbewerb der Mikroorganismen um diese Nahrung entsteht. Das schädliche Ammoniak wird dabei über Nitrit zu Nitrat abgebaut und als Dünger zu den Tomatensamen geleitet.

Himmlische und irdische Anwendungen

Ist Eu:CROPIS mit seiner wissenschaftlichen Nutzlast im All, wird zunächst das Gewächshaus aktiviert, das den Mond-Bedingungen ausgesetzt wird. Der Satellit wird dabei vom DLR-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen (GSOC; Deutsches Raumfahrtkontrollzentrum) gesteuert, das Gewächshaus erhält seine Kommandos aus dem DLR-Kontrollzentrum in Köln (MUSC; Nutzerzentrum für Weltraumexperimente). Der Rieselfilter mit seinen hungrigen Insassen wird vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin betrieben, die Augentierchen steuert die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bei. Nach sechs Monaten wird dann das zweite Gewächshaus unter Mars-Gravitation aktiviert:  Mikroorganismen, Tomatensamen und Euglena waren dann schon ein halbes Jahr der Weltraumstrahlung ausgesetzt – vergleichbar mit einem Flug zum Mars. Während der gesamten Mission vermisst das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin auch die Strahlenbelastung im Inneren sowie an der Außenseite des Satelliten.

"Die Technologie, die wir mit Eu:CROPIS im All für Habitate auf anderen Himmelskörpern testen, ist aber auch für die terrestrische Anwendung geeignet", sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Jens Hauslage. So könne man mit Rieselfiltern Gülle umwandeln und diese effektiver und geruchsärmer einsetzen. Auch das Recycling von Urin in städtischen Ballungsräumen, beispielsweise für Gewächshäuser in Hochhäusern ("Vertical Farm"), wäre eine mögliche Anwendung.

Kontakte:

Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Redaktion Raumfahrt
Tel.: +49 2203 601-3882
Fax: +49 2203 601-3249

Dr. Jens Hauslage
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
Tel.: +49 2203 601-4537

Hartmut Müller
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Raumfahrtsysteme
Tel.: +49 421 24420-1257




Montag, 23. Mai 2016

Festakt zur Feier des Tages des Grundgesetzes Auszeichnung der Botschafter für Demokratie und Toleranz 2016 und der Preisträger des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2015


Am 23. Mai 2016 zeichnete das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in einem feierlichen Festakt im ehemaligen Kosmos-Kino in Berlin zum 15. Mal fünf Persönlichkeiten für ihr herausragendes Engagement als Botschafter für Demokratie und Toleranz aus. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit jeweils 5.000 € dotiert. Ausnahmsweise fand am 23. Mai auch die zentrale Preisverleihung des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2015 statt. Die 65 vorbildlichen und nachahmbaren Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet zeugen von der großen Bandbreite des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland. Die Preise sind mit 1.000 € bis 5.000 € dotiert. 

Gleichzeitig ist der Festakt Höhepunkt und Abschluss des jährlichen Jugendkongresses des BfDT, der 450 Jugendliche in ihrem ehrenamtlichen Engagement stärkt oder motiviert, selbst aktiv zu werden. 

Die Botschafter für Demokratie und Toleranz 2016 sind:
  • MaDonna Mädchenkult.Ur e.V., Berlin
  • Ahmad Mansour, Berlin
  • Antonio Umberto Riccò, Hannover
  • Gjulner Sejdi, Leipzig
  • Kapitän Ingo Werth und seine Crew der MS Sea Watch, Berlin
Kurzportraits und Audio-Podcasts der 65 Preisträger des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2015, Portraits und Audio-Podcasts finden Sie unter: »www.buendnis-toleranz.de/aktiv/aktiv-wettbewerb/170400/preistraeger-projekte-des-aktiv-wettbewerbs-«2015 

Tagtäglich engagieren sich Millionen Menschen ehrenamtlich für eine demokratische und tolerante Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus. Das BfDT würdigt die fünf Botschafter öffentlich und macht darauf aufmerksam, dass jeder Einzelne etwas für eine lebendige Demokratie und gegen Vorurteile, extremistische Aktivitäten oder Ausgrenzung bewirken kann. Das BfDT als bundesweiter Impulsgeber der Zivilgesellschaft möchte mit der Auszeichnung weitere Menschen zu ehrenamtlichem Engagement für eine demokratische und tolerante Gesellschaft anregen. 

Am 23. Mai 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt". Seit dem Jahr 2011 ist die Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. 

Die Botschafter für Demokratie und Toleranz und die Preisträger des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2015 wurden durch Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz sowie weitere Mitglieder des Beirats des BfDT ausgezeichnet.

Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz über die Auszeichnungen: „Das unermüdliche Engagement der Zivilgesellschaft bildet einen wichtigen Pfeiler unserer Demokratie. Ich freue mich insbesondere über die vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement ein deutliches Signal gegen Antisemitismus, gegen Islamismus und gegen Rechtsextremismus setzen.“ 

Presseeinladung als PDF-Icon PDF. 

Pressekontakt:


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53113 Bonn
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Zum Gemüseanbau in die Antarktis


Gewächshaus im Container
Quelle: LIQUIFER

Mit einem ersten Workshop in niederländischen Gewächshäusern ist für Paul Zabel seine eigentliche Mission gerade wieder etwas näher gerückt: Der Ingenieur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird ab Dezember 2017 an der Neumayer-Station III in der Antarktis ein Jahr lang in einem eigens konstruierten Container Salat, Gurken, Kräuter und Tomaten ziehen - und hat dafür zunächst einmal gelernt, wie man Pflanzen pflegt, erntet und vermisst. Mit dem Projekt EDEN ISS wollen die Wissenschaftler so dicht wie möglich an eine Langzeitmission ins Weltall herankommen: ein isolierter Standort, eine kleine Crew, die in der Abgeschiedenheit zusammenlebt, und eine Versorgungslage, in der frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan sehr willkommen sind. Dafür wird aus dem Ingenieur zumindest teilweise ein Bauer, der täglich 300 Meter bis zu seinem Container-Gewächshaus stapft, um dort mit künstlichem Licht und effektiven Nährstofflösungen - dafür allerdings ohne Erde - Lebensmittel zu ziehen.

To-Do-Listen für die Südpol-Reise

Schon alleine die Anreise wird bedeutend umständlicher sein als der übliche Weg ins DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen: Der 28-Jährige wird zunächst nach Kapstadt fliegen, von dort aus mit einem russischen Transportflugzeug zu einer russischen Antarktisstation weiterfliegen und anschließend mit einem kleineren Flugzeug zur Station des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) reisen. Dauer: je nach Wetterlage. Schon jetzt macht sich der DLR-Ingenieur die ersten Gedanken, was er denn auf die Reise mitnehmen muss. "Ab und zu schreibe ich mir tatsächlich schon kleine Listen, was ich dann nicht vergessen darf." Großes Gepäck wird mit dem AWI-Schiff Polarstern in Alukisten transportiert, die warmen Wintersachen für die Ankunft reisen im Kleidersack mit Paul Zabel mit. "So langsam startet der mentale Prozess bei mir - es wird realistischer."

Vorbereitungen für die Generalprobe im Eis

Im EDEN-Labor des DLR-Instituts wird bereits derzeit erforscht, unter welchen künstlichen Bedingungen Salate oder Gurken am besten gedeihen und natürlich auch schmecken. Das Jahr in der Antarktis soll die erste Generalprobe sein, ob die getesteten Systeme auch unter realen, harschen Bedingungen funktionieren. "Unser Ziel ist es, auf möglichst kleinem Volumen möglichst viel zu produzieren", betont der EDEN ISS-Projektleiter. Die Ausrüstung dafür soll im Herbst 2016 in die Container eingebaut werden. Diese sind dann bereits an den Einsatz als Gewächshaus angepasst, haben eine spezielle Isolierung, Zwischenböden, Fenster und Türe. Die DLR-Ingenieure integrieren zudem noch ihre Subsysteme, die beispielsweise die Pflanzen in Experimentschränken mit Licht und Luft versorgen. Technik wird auch dafür sorgen, dass die Wurzeln regelmäßig mit einer Nährstofflösung besprüht werden. Bis Oktober 2017 wird das mobile Gewächshaus noch in Deutschland getestet, dann reist es per Schiff in die Antarktis.

Grundverständnis für Salat und Gurke

Aber auch Ingenieur Paul Zabel braucht noch einige Trainingseinheiten, bevor er zur Neumayer-Station III aufbrechen und mit seiner Mission beginnen kann. "Als Ingenieur muss ich zunächst ein Grundverständnis für die Pflanzen entwickeln, damit ich frühzeitig erkenne, ob es ihnen gut geht", erläutert er. Bei einem Projektpartner, der Wageningen-Universität, hat er deshalb die ersten paar Nachhilfestunden genommen und sich unter anderem mit sieben Salatsorten, drei Tomaten- und drei Gurkensorten sowie diversen Kräutern von Koriander bis Schnittlauch näher bekannt gemacht. Wie erntet man die unterschiedlichen Sorten? Wie beschneidet man sie? Und auch: Welche Krankheiten und Schädlingen können die kostbaren Pflanzen befallen? "Wir gehen zwar davon aus, dass wir in der Antarktis keine Schädlinge haben werden, aber beispielsweise Pilzbefall muss ich frühzeitig erkennen können, um einzugreifen."

Damit die gesamte Crew, die auf der AWI-Station überwintern wird, gut funktioniert, wird es im Sommer 2017 auch ein erstes Probe-Zusammenleben in Bremerhaven geben. Und auch die Sicherheitsvorkehrungen und Abläufe, die auf einer Antarktisstation wichtig sind, wird der DLR-Ingenieur noch ausgiebig verinnerlichen müssen, bevor die Mission ins Eis beginnen kann und erstmals Pflanzen am Südpol angebaut werden.

Wohngemeinschaft am Ende der Welt

Freunde und Familie haben sich mittlerweile dran gewöhnt, dass der 28-Jährige für ein Jahr lang in eine sehr ungewöhnliche Wohngemeinschaft am anderen Ende der Welt ziehen wird. "Mich fasziniert das Zusammenspiel von Technik, Biologie und letztendlich bemannter Raumfahrt." Lange hat er daher nicht überlegt, als bei den ersten Planungen für solch eine Mission ein Freiwilliger gesucht wurde. "Das ist eine einmalige Gelegenheit für mich." Gedanken darüber, was er in seiner Freizeit im ewigen Eis anfangen kann, hat er sich auch schon gemacht: Die Überwinterung in der Neumayer-Station könne ja ein guter Zeitpunkt sein, um eine neue Sprache zu lernen. Oder ein Musikinstrument. "Ich mache mir nicht so große Sorgen, dass ich mich nicht beschäftigen kann."

Die Partner

Damit das Gewächshaus in der Antarktis funktioniert, arbeiten zahlreiche internationale Partner unter der Leitung des DLR zusammen: Neben dem Alfred-Wegener-Institut (Deutschland) und der Wageningen University and Research (Niederlande) gehören Airbus Defense and Space (Deutschland), LIQUIFER (Österreich), das National Research Council (Italien), die University of Guelph (Kanada), Enginsoft (Italien), Thales Alenia Space (Italien), Aero Sekur (Italien), Heliospectra (Schweden), das Limerick Institute of Technology (Irland) sowie Telespazio (Italien) zum Konsortium des EDEN ISS-Projekts.

Kontakte:

Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Redaktion Raumfahrt
Tel.: +49 2203 601-3882
Fax: +49 2203 601-3249

Paul Zabel
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Raumfahrtsysteme
Tel.: +49 421 24420-1273



Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

❤ Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

❤ Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

❤ Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

❤ Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

❤ Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

❤ Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015