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Freitag, 18. März 2016

NASA Targets Early April for Eighth SpaceX Cargo Launch



SpaceX Dragon cargo capsule

Expedition 39 crew members captured this image of the arrival, capture and berthing of the SpaceX Dragon cargo capsule at the International Space Station April 20, 2014.
Credits: NASA
Media accreditation now is open for the April launch of a cargo resupply service mission to the International Space Station. SpaceX’s Dragon cargo spacecraft is targeted for launch at 4:43 p.m. EDT Friday, April 8.

The Dragon capsule will launch on a Falcon 9 rocket from Space Launch Complex 40 at Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) in Florida, carrying science research, crew supplies and hardware to the orbiting laboratory in support of the Expedition 47 and 48 crews. The flight also includes the Bigelow Aerospace expandable habitat module that will be attached to the space station for testing. In its scheduled return to Earth in May, the Dragon capsule will bring back biological samples from astronauts, including those collected during NASA’s one-year mission. This launch is the eighth contracted mission by SpaceX under NASA’s Commercial Resupply Services contract.

Media prelaunch and launch activities will take place at CCAFS and at nearby NASA Kennedy Space Center. The deadline to apply for media access to Kennedy is 5 p.m., March 24 for non-citizens and 5 p.m. March 31 for U.S. citizens. The registration deadline for international media access to the Air Force station has passed for this event.

All media accreditation requests must be submitted online. International media are required to upload a scanned copy of their visa and passport or green card when submitting their online accreditation request. To apply for media accreditation, visit:

Media must present two forms of unexpired legal, government identification to access Kennedy. One form must include a photo, such as a passport or driver’s license. Questions about accreditation should be directed to Jennifer Horner at jennifer.p.horner@nasa.gov or 321-867-6598. For other questions or additional information, contact the Kennedy newsroom at 321-867-2468.

For launch countdown coverage, NASA’s launch blog, and more information about commercial cargo resupply missions, visit:






Vier neue Forschergruppen eingerichtet Themenspektrum von Paläoarchäologie bis zu Risikowahrnehmungen / Insgesamt sieben Millionen Euro für erste Förderperiode



Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet vier neue Forschergruppen ein. Dies beschloss der Senat der DFG jetzt in Bonn. Die Forschungsverbünde ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Die maximale Förderdauer von Forschergruppen beträgt zweimal drei Jahre. In der ersten Förderperiode erhalten die vier neuen Einrichtungen insgesamt rund sieben Millionen Euro. Im Ganzen fördert die DFG aktuell 197 Forschergruppen.

Die neuen Forschergruppen im Einzelnen
(in alphabetischer Reihenfolge ihrer Sprecherhochschulen)

Der Blick auf die Erdgeschichte zeigt: Wenn die Temperatur steigt, sterben zuallererst die größten Vertreter einer Tiergruppe aus, während die kleineren überleben. Dieser sogenannte „Lilliput-Effekt“ ist nur ein Beispiel dafür, wie paläobiologisches Wissen helfen kann, die Auswirkungen des globalen Temperaturanstiegs besser vorherzusagen. Die neue Forschergruppe „Temperature-Related Stresses as a Unifying Principle in Ancient Extinctions (TERSANE)” widmet sich den klimaindizierten Aussterbe-Ereignissen an der Perm/Trias-Grenze und im frühen Jura. Durch welche Stressfaktoren kam es zu massiven ökologischen Veränderungen, die zu Massensterben führten? In den interdisziplinär angelegten Projekten werden geochemische Studien mit paläobiologischen Analysen und physiologischen Experimenten kombiniert, um neue Erkenntnisse zu Effekten von Erderwärmung ans Licht zu bringen. 
(Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Kießling, Sprecherhochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Warum neigen Menschen manchmal zu riskanten Verhaltensweisen, obwohl sie die damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit kennen? In der psychologischen Forschergruppe „The Dynamics of Risk – Perception and Behavior in the Context of Mental and Physical Health (RISKDYNAMICS)” soll untersucht werden, welche Rolle die individuelle Wahrnehmung von Risiko für präventives Verhalten spielt. Dies habe eine besondere Bedeutung für jene Gesellschaften, in denen Individuen sich eigenverantwortlich mit gesundheitlichen Risiken auseinanderzusetzen haben, so die Annahme. Die Forschergruppe analysiert die Stabilität und Dynamik solcher Risikowahrnehmungen über die Zeit hinweg, indem Prozesse vor, während und nach einem Risikoereignis untersucht werden. Sie nimmt dabei auch die Risikokommunikation in Gruppen und sozialen Netzwerken in den Blick.
(Sprecherin: Prof. Dr. Britta Renner, Sprecherhochschule: Universität Konstanz)

„The Mountain Exile Hypothesis: How Humans Benefited from and Re-shaped African High Altitude Ecosystems During Quaternary Climate Changes” ist der Titel einer neuen Forschergruppe, die sich mit den Bale Mountains in Äthiopien beschäftigen wird: Wie viel menschlicher Einfluss auf das Ökosystem im afroalpinen Hochgebirge lässt sich ausmachen? Haben sich Menschen schon vor vielen Tausend Jahren – entgegen der allgemeinen Annahme – in die Höhe geflüchtet, und welche Indikatoren gibt es dafür? Mit einem multidisziplinären Ansatz geografischer, geochemischer, archäologischer, ökologischer und biologischer Methoden möchte der Forschungsverbund die natürliche Geschichte des Ökosystems Bale Mountains rekonstruieren und anthropogene Prozesse identifizieren, die die Evolution des Ökosystems mit geformt haben.
(Sprecher: Prof. Dr. Georg Miehe, Sprecherhochschule: Philipps-Universität Marburg)

Ob sich das aus der modernen Psychologie stammende Konzept der „Resilienz“, also der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisenmomenten, auch für die Untersuchung vormoderner historischer Konstellationen als brauch- und fruchtbar erweist, möchte die Forschergruppe „Resilienz – Gesellschaftliche Umbruchphasen im Dialog zwischen Mediävistik und Soziologie“ herausfinden. Dazu werden disruptive Ereignisse im Italien des 13. Jahrhunderts, so zum Beispiel Missernten, Pest, Kriege und Verfolgungen, sozialkonstruktivistisch gedeutet und unter der Leitfrage nach ihren Ursachen, ihren soziopolitischen, sozioökonomischen und soziokulturellen Ressourcen sowie nach ihren Folgen betrachtet. Auf diese Weise soll eine historisch-empirische Typologie von Resilienzprozessen und -strategien entstehen.
(Sprecher: Prof. Dr. Lukas Clemens, Sprecherhochschule: Universität Trier)


Weiterführende Informationen
Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, presse@dfg.de

Ausführliche Informationen erteilen auch die Sprecherinnen und Sprecher der eingerichteten Gruppen.

Zu Forschergruppen siehe:





Leibniz fördert sieben regionale Hochschulkooperationen



Die Leibniz-Gemeinschaft fördert sieben weitere Leibniz-WissenschaftsCampi in Kiel, Berlin, Essen und Leipzig. Sie dienen der regionalen thematischen Vernetzung mit Hochschulen und werden vier Jahre finanziell unterstützt. Außerdem bewilligte die Leibniz-Gemeinschaft weitere Fördermittel für acht Leibniz-Forschungsverbünde.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat beschlossen, sieben weitere Leibniz-WissenschaftsCampi für eine Dauer von vier Jahren mit insgesamt 7,5 Millionen Euro einzurichten. Drei Campi sollen in Kiel eingerichtet werden, zwei in Berlin sowie jeweils einer in Essen und Leipzig. Thematisch reichen die Vorhaben von wirtschaftlichen Produktionsketten im Zeitalter der Globalisierung über die Erforschung von Lungenerkrankungen oder chronischen Entzündungen bis zur Gesundheitsvorsorge in Regionen, die besonders vom demografischen Wandel betroffen sind.
Zudem fördert die Leibniz-Gemeinschaft ebenfalls für vier Jahre Vorhaben aus acht Leibniz-Forschungsverbünden mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. In diesen arbeiten Leibniz-Institute – auch mit externen Partnern – interdisziplinär zusammen zu den Themen Science 2.0, Energiewende, Medizintechnik, Wirkstoffe und Biotechnologie, Nanosicherheit, Krisen in einer globalisierten Welt, Bildungspotenziale sowie nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung.

Insgesamt hatten sich 28 Leibniz-WissenschaftsCampi und Leibniz-Forschungsverbünde mit einer Antragssumme von mehr als 26 Millionen Euro um eine Förderung beworben; bewilligt wurden insgesamt 15 Vorhaben mit einem Finanzvolumen von knapp über neun Millionen Euro.

Hintergrundinformationen:

Leibniz-WissenschaftsCampi überwinden institutionelle Grenzen im deutschen Forschungssystem und ermöglichen Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen eine thematisch fokussierte Zusammenarbeit im Sinne einer gleichberechtigten, komplementären, regionalen Partnerschaft. Ziel ist es, den jeweiligen Forschungsbereich weiterzuentwickeln und das wissenschaftliche Umfeld für diese Thematik zu stärken. Die Leibniz-Gemeinschaft fördert Leibniz-WissenschaftsCampi als strategische Verbundforschungsvorhaben in der Förderlinie „Strategische Vernetzung“ des Leibniz-Wettbewerbs. Mit den neu eingerichteten Leibniz-WissenschaftsCampi wird es bundesweit 19 dieser Hochschulkooperationen an zwölf Standorten geben.

Übersicht der neu bewilligten Leibniz-WissenschaftsCampi
Titel des Leibniz-WissenschaftsCampus
Federführendes Leibniz-Institut
Verbundpartner
Health care challenges in regions with declining and ageing populations
Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen
‐        Universität Duisburg-Essen
‐        University of Tilburg (Niederlande)
‐        AOK NordWest
‐        Deutsche Rentenversicherung Westfalen
‐        Knappschaft Bahn See
‐        Maternus Klinik, Bad Oeynhausen
‐        WINEG Wissenschaftliches Institut der Techniker Krankenkasse
Growth and fundamentals of oxides for electronic applications
Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik, Berlin
‐        Humboldt-Universität zu Berlin
‐        Technische Universität Berlin
‐        Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, Berlin
‐        Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin
Kiel Science Outreach Campus - KiSOC
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel
‐        Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
‐        13 weitere Partner, darunter vier Leibniz-Institute
Kiel Centre for Globalization
Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
‐        Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Eastern Europe - Global Area
Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig
‐        Universität Leipzig
‐        Friedrich Schiller Universität Jena (Economic Geography)
‐        Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, Halle
‐        Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Leipzig
‐        Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Leipzig
‐        Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Halle
‐        Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, Halle
Evolutionary Medicine of the Lung (EvoLUNG)
Forschungszentrum Borstel - Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften,
‐        Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
‐        Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön
Comprehensive Center for Chronic Inflammatory Diseases (C3ID)
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
‐        Charité Universitätsmedizin Berlin
‐        Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin

Leibniz-Einrichtungen schließen sich in Leibniz-Forschungsverbünden zusammen, um aktuelle Themen von hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz zu bearbeiten. In inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit erarbeiten die Leibniz-Forschungsverbünde Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen. Leibniz-Forschungsverbünde sind ein Instrument der internen Vernetzung und verfolgen das Ziel, komplementäre Kompetenzen der Institute zu bündeln und so besonders erfolgreichen Forschungsvorhaben mit hoher Strahlkraft den Weg zu bereiten. Die Leibniz-Forschungsverbünde sind zentrale Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft, Förderer, Medien sowie für die Zivilgesellschaft. Sie sind offen für die Zusammenarbeit mit Universitäten, anderen außeruniversitären Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen sowie internationalen Forschungsgruppen und Partnern aus der Wirtschaft.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Dr. Christine Burtscheidt
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0160 / 800 99 46

Christoph Herbort-von Loeper M.A.
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Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 88 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen ‑ u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,6 Milliarden Euro.





Leibniz-Einrichtungen in Dresden, Köln/Bonn, Großbeeren/Erfurt und Kühlungsborn evaluiert

Die Förderung von drei Leibniz-Instituten soll fortgeführt werden. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft nach Abschluss der regelmäßigen wissenschaftlichen Evaluierung beschlossen. Mit dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau soll eine dieser Einrichtungen allerdings bereits nach vier Jahren erneut überprüft werden. Darüber hinaus entspricht eine vierte Leibniz-Einrichtung nicht mehr den Qualitätsstandards: Für die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin in Köln und Bonn empfiehlt der Senat, die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern zu beenden.

Folgende Leibniz-Einrichtungen wurden evaluiert:

- Leibniz-Institut für Polymerforschung e. V., Dresden (IPF)
- Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e. V. an der Universität Rostock, Kühlungsborn (IAP)
- Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau e. V., Großbeeren und Erfurt (IGZ)
- Deutsche Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, Köln und Bonn (ZB MED)

Zu den Stellungnahmen des Senats der Leibniz-Gemeinschaft im Einzelnen:

1.) Leibniz-Institut für Polymerforschung e.V., Dresden (IPF)
Das Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden erforscht Polymere, also natürliche sowie synthetische Makromoleküle, und entwickelt auf dieser Grundlage neuartige Materialien. Das Institut arbeitet ausgesprochen erfolgreich, wie der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner Stellungnahme festhält. Die Arbeiten umfassten die gesamte Prozesskette von der Grundlagenforschung bis hin zu innovativen Anwendungen, beispielsweise in der Biomedizin oder im Umweltschutz. Zudem sei es dem Institut in den vergangenen Jahren überzeugend gelungen, vielversprechende neue Themen aufzugreifen.
Das IPF zeichne sich durch zahlreiche wissenschaftlich hochrangige Arbeitsergebnisse aus, so der Senat. Das Institut arbeite mit einer Vielzahl von Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen, insbesondere mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wissenschaftlich sehr ertragreich sei zudem die enge Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und über die Region weit hinaus mit anderen Instituten der Leibniz-Gemeinschaft.
Insgesamt habe sich das IPF seit der letzten Evaluierung bemerkenswert weiterentwickelt, so der Leibniz-Senat. Er empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des IPF fortzusetzen.

2.) Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V. an der Universität Rostock, Kühlungsborn (IAP)
Mit großem Erfolg erforscht das IAP die mittlere Atmosphäre, die Kopplung ihrer Schichten und die dort stattfindenden langfristigen Veränderungen, so der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner Stellungnahme. Mit modernsten Methoden und Messtechniken bearbeite das Institut eine beeindruckende Breite innovativer Fragen, die nicht zuletzt für die Klimaforschung relevant seien.
Der Senat stellt fest, dass das IAP mit seinen exzellenten Leistungen zu den international führenden Instituten seines Fachgebiets zählt. Er befürwortet nachdrücklich, den Bau des aufwändigen, neuartigen Messsystems VAHCOLI (Vertical and Horizontal Coverage by Lidar) zu ermöglichen, mit dem erstmals großräumige dreidimensionale Messungen thermischer und dynamischer Strukturen im Höhenbereich von zehn bis 110 Kilometern vorgenommen werden können.
Der Senat betont außerdem, dass das IAP eine Vielzahl wichtiger Kooperationsbeziehungen unterhält und insbesondere sehr erfolgreich mit der Universität Rostock zusammenarbeitet, an der alle drei Abteilungsleiter gemeinsam berufene Professoren sind. In der internationalen Gruppe von Forschungseinrichtungen, die das geophysikalische Observatorium ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) in Nordnorwegen betreibt, nimmt das IAP aufgrund seiner Instrumentierungsbeiträge eine herausragende Stellung ein. Der Senat empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des IAP fortzusetzen.

3.) Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau e.V., Großbeeren und Erfurt (IGZ)
An seinen Standorten Großbeeren (Brandenburg) und Erfurt (Thüringen) betreibt das IGZ anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu Qualität, Gesundheit, Ernährung und Vermehrung von Pflanzen. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Voraussetzungen für einen effizienten und nachhaltigen Gartenbau zu schaffen.
In seiner Stellungnahme hält der Senat der Leibniz-Gemeinschaft fest, dass sich der Standort Großbeeren in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat. Dort sei die Forschung sowohl personell als auch infrastrukturell in überzeugender Weise gestärkt worden. Entsprechende Kooperationsbeziehungen mit Hochschulen in Berlin und Brandenburg hätten sich intensiviert, so dass das IGZ dort mittlerweile auch in der grundlagenorientierten Forschung beachtliche Erfolge vorweise.
Am Standort Erfurt hingegen stagniere die Entwicklung sowohl strukturell als auch wissenschaftlich. Der Senat beurteilt die dortigen Leistungen als „nicht hinreichend“ und empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung dieses Standorts zu beenden.
Um auch auf längere Sicht den Ansprüchen an eine Forschungseinrichtung von überregionaler Bedeutung zu genügen, müsse das IGZ sein wissenschaftliches Profil schärfen und seine Leistungen weiter steigern. Der Leibniz-Senat erwartet, dass die empfohlene Fokussierung auf Großbeeren die Steuerung des Instituts deutlich erleichtern und so zu einer Steigerung der Leistungen führen wird. In vier Jahren soll überprüft werden, wie sich das Institut unter den geänderten Rahmenbedingungen weiterentwickelt hat.

4.) Deutsche Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, Köln und Bonn (ZB MED)
Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften dient der überregionalen Informations- und Literaturversorgung in Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt und Agrarwissenschaften. Um ihre Angebote auf dem neuesten informationswissenschaftlichen Stand zu halten, soll sie auch eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte bearbeiten.
Die ZB MED war bei der letzten Begutachtung vor vier Jahren kritisch beurteilt worden, so dass die Einrichtung nun vorzeitig erneut evaluiert wurde. Bereits 2012 vermisste der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine Strategie, mit der die ZB MED den Wandel von einer klassischen Bibliothek hin zu einem modernen Fachinformationszentrum gestalte. Die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts wurde angesichts der Dynamik auf dem internationalen Markt für Fachinformationen als dringlich eingestuft.
Der Senat stellt nun fest, dass es nicht in dem erwarteten Maß gelungen ist, die konzeptionelle Erneuerung der ZB MED voranzubringen. Zwar sei die Bibliothek, wie empfohlen, in die rechtliche Selbständigkeit überführt und auch die Organisationsstruktur verbessert worden. Eine schlüssige Gesamtstrategie, die inhaltlich den Wandel deutlich mache, habe sie hingegen nicht entwickelt. Es fehle insbesondere ein überzeugendes Forschungskonzept, auf dessen Grundlage die digitalen Angebote weiterentwickelt werden könnten. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit benachbarten Hochschulen in Forschung und Entwicklung würden kaum ausgeschöpft. Auch sei in den vergangenen vier Jahren die Empfehlung nicht umgesetzt worden, die informationswissenschaftliche Kompetenz an der ZB MED deutlich zu stärken.
Der Leibniz-Senat sieht darüber hinaus keine hinreichende Strategie, wie die digitalen Angebote der ZB MED auf dem hochkompetitiven Fachinformationsmarkt positioniert werden könnten. Gleichzeitig hat die Tätigkeit der ZB MED in der Literaturversorgung über Lieferdienste in den vergangenen vier Jahren weiter spürbar an Bedeutung verloren.
Angesichts der kritischen Gesamtsituation empfiehlt der Senat Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung der ZB MED zu beenden.

Die einzelnen Senatsstellungnahmen finden Sie im Wortlaut auch auf den Internetseiten der Leibniz-Gemeinschaft unter www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/evaluierung/

Hintergrund:
Jede Leibniz-Einrichtung wird regelmäßig extern evaluiert, spätestens alle sieben Jahre. International ausgewiesene Sachverständige, die durch schriftliche Unterlagen und bei einem Evaluierungsbesuch informiert werden, bewerten die Leistungen und Strukturen jeder Einrichtung. Die Ergebnisse der Begutachtung werden in einem Bewertungsbericht festgehalten, zu dem das evaluierte Institut Stellung nehmen kann. Auf dieser Grundlage verabschiedet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine wissenschaftspolitische Stellungnahme, die in der Regel Empfehlungen zur weiteren Förderung der Leibniz-Einrichtung enthält. Diese Senatsstellungnahme dient der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zur Überprüfung der Fördervoraussetzungen. Zusammen mit den Anlagen A (Darstellung der wesentlichen Inhalte und Strukturen der Einrichtung), B (Bewertungsbericht) und C (Stellungnahme der Einrichtung zum Bewertungsbericht) werden die Senatsstellungnahmen auf der Internet-Seite der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlicht. Alle an der Bewertung und Beurteilung beteiligten Gremien sind ausschließlich mit Personen besetzt, die nicht an Leibniz-Einrichtungen tätig sind.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Dr. Christine Burtscheidt
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42. Deutscher Musikwettbewerb ehrt fünf Preisträger


Preisträger Deutscher Musikwettbewerb 2016 
(v.l.n.r.: Simone Höfele, Constantin Hartwig, 
Raphaela Gromes, Katharina Konradi, Valentino Worlitzsch )

Den Preis des DMW Komposition erhalten zwei Komponisten

Die Jury des diesjährigen Deutschen Musikwettbewerbs, der zwischen dem 7. und 17. März in Bonn ausgetragen wurde, hat an diesem Abend nach der letzten Finalrunde ihre Entscheidung verkündet: Fünf Finalisten wurden soeben für ihre herausragenden musikalischen Leistungen mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 ausgezeichnet. Nach drei spannenden Finaltagen stehen nun die Ergebnisse fest, sowohl bei den Solisten als auch in den Ensemble-Kategorien.
Von den acht Finalisten, die mit dem Beethoven Orchester Bonn in den Orchesterfinale spielen durften, überzeugten fünf Solisten die Gesamtjury im Besonderen – aus jeder der Kategorien mindestens einer.
Der Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 geht an:
  • Katharina Konradi (Sopran), geb. 1988 in Bischkek (Kirgisistan), Studium an der Hochschule für Musik und Theater München
  • Raphaela Gromes (Violoncello), geb. 1991 in München, Studium an der Hochschule für Musik und Theater München
  • Valentino Worlitzsch (Violoncello), geb. 1989 in Hannover, Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
  • Simon Höfele (Trompete), geb. 1994 in Groß-Umstadt, Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe
  • Constantin Hartwig (Tuba), geb. 1992 in Neustadt, Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Den Preis DMW Komposition, Preis des Deutschlandfunk, dotiert mit 2.500 Euro, erhält:
  • Tobias Klich für die Komposition „Die Wiederaufnahme der Zeit“ für Violine und Audiozuspiel
Einen weiteren Preis DMW Komposition, ebenfalls in Höhe von 2.500 Euro, vergibt der Deutsche Musikwettbewerb an:
  • Tamon Yashima für die Komposition „erzittern“ für Fagott solo
14 junge Solisten, ein Duo und drei Kammermusikensembles – zwei Bläserquintette und ein Ensemble für Neue Musik – wurden mit einem Stipendium für ihre ebenfalls außerordentlichen Leistungen ausgezeichnet:
      • Sheva Tehoval (Sopran), geb. 1991 in Brüssel, Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln / Royal Academy of Music London
      • Julia Spies (Mezzosopran), geb. 1988 in Heidelberg, Studium an der Hochschule für Musik Detmold
      • Maciej Kułakowski (Violoncello), geb. 1996 in Gdańsk,Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
      • Christoph Heesch (Violoncello), geb. 1995 in Berlin, Studium an der Universität der Künste Berlin
      • Friederike Luise Arnholdt (Violoncello), geb. 1995 in München, Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
      • Katarina Schmidt (Violoncello), geb. 1993 in München, Studium an der Hochschule für Musik und Theater München
      • Ildikó Szabó (Violoncello), geb. 1993 in Budapest, Studium an der Universität der Künste Berlin
      • Maximilian Sutter (Trompete), geb. 1994 in Ellwangen, Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe
      • Sebastian Berner (Trompete), geb. 1994 in Kirchheim, Studium an der Hochschule für Musik und Theater München
      • Steffen Schmid (Tuba), geb. 1988 in Kandel, Studium am Mozarteum Salzburg
      • Fabian Neckermann (Tuba), geb. 1995 in Ochsenfurt, Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
      • Jesse Flowers (Gitarre), geb. 1994 in Sydney, Studium an der Akademie für Tonkunst Darmstadt
      • Sanel Redzic (Gitarre), geb. 1988 in Tuzla (Bosnien), Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
      • Amelie Held (Orgel), geb. 1996 in Karlsruhe, Studium an der Hochschule für Musik Detmold
      • Duo Biloba: Andreas Lipp, Klarinette und Katharina Groß, Klavier
      • Monet Bläserquintett: Anissa Baniahmad, Flöte, Johanna Stier, Oboe, Nemorino Scheliga, Klarinette, Marc Gruber, Horn und Theo Plath, Fagott (Bläserquintett)
      • qunst.quintett: Alexander Koval, Flöte, Julia Obergfell, Oboe, Martin Fuchs, Klarinette, Raphael Manno, Horn und Johannes Hund, Fagott (Bläserquintett)
      • BRuCH: Marie Heeschen, Stimme, Sally Beck, Flöte, Ella Rohwer, Violoncello und Claudia Chan, Klavier (Ensemble für Neue Musik)
Erstmals wird beim diesjährigen Wettbewerb ein Preis vom Publikum vergeben: Wer diesen mit 1.000 Euro dotierten Preis erhält, wird im Rahmen des Preisträgerkonzertes II am 19. März bekannt gegeben.

Neben Geldpreisen des Deutschen Musikrates werden im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs zahlreiche Sonderpreise verliehen. Die Bekanntgabe der Sonderpreise erfolgt im Rahmen der beiden Preisträgerkonzerte. Der Rotary Club Bonn stiftet erstmals für einen Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs (DMW) den „Bonner Rotary-Musikpreis“, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Der Deutsche Musikwettbewerb 2016 verabschiedet sich mit zwei Preisträgerkonzerten in der Bonner Beethovenhalle. Ausgewählte Stipendiaten konzertieren am 18. März und die Solo-Preisträger am 19. März um jeweils 19 Uhr. Eintrittskarten für die beiden Preisträgerkonzerte sind bei Bonnticket und an den bekannten Vorverkaufsstellen in Bonn ab 13,30 Euro (ermäßigt 6,60 Euro) im Vorverkauf und ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.

Der Deutsche Musikwettbewerb ist ein Projekt des Deutschen Musikrats. Eine einzigartige Förderstruktur schließt sich an den Wettbewerb an: Die Preisträger und Stipendiaten spielen durch die Vermittlung des DMW jeweils bis zu 40 Konzerte in einer Saison, produzieren eine Debut CD und erhalten individuelle Karriereberatungen.


Pressekontakt:

Silke Ufer, silke.ufer@forartists.de, 0163 8263580

Niko Körner, presse-dmw@musikrat.de, 0176 84710646




Donnerstag, 17. März 2016

Köhler-Stiftung schreibt internationalen Forschungspreis für exzellente Leistungen in den interdisziplinären Wissenschaften vom Menschen aus

Hans-Kilian-Preis für die Erforschung und Förderung der „metakulturellen Humanisation“ ist mit 80.000 Euro dotiert

Essen, den 17.3.2016. Seit 1987 fördert die Köhler-Stiftung, die im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geführt wird, herausragende Forschungsprojekte und Publikationsvorhaben. Der von ihr vergebene Hans-Kilian-Preis, der mit einem Preisgeld von 80.000 Euro zu den höchstdotierten sozialwissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland gehört, würdigt wissenschaftliche Leistungen von Personen, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermittelt haben.

Der Preis ist dem interdisziplinären Denken von Prof. Dr. Hans Kilian verpflichtet. In seinem Konzept der „metakulturellen Humanisation“ werden historische, anthropologische, soziologische, psychologische und psychoanalytische Perspektiven auf drängende Probleme einer sich rapide wandelnden Gegenwart zusammengeführt.

Die Ausschreibung richtet sich besonders an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Grenzen zwischen Disziplinen und Kulturen kreativ überschreiten und produktive Synthesen zwischen bislang isolierten Wissensgebieten schaffen. Der Beachtung historischer und kultureller Dimensionen wird besondere Bedeutung beigemessen.

Der international ausgeschriebene Preis wird im Turnus von zwei Jahren vergeben. Die erste Preisverleihung fand im Mai 2011 statt, die zweite im Juni 2013 und die dritte im April 2015. Die Köhler-Stiftung fordert Universitäten, namhafte kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen bzw. in diesen Institutionen tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie renommierte Persönlichkeiten auf, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen. Eigenbewerbungen sind ebenfalls möglich.

Vorschläge für die Nominierung und Bewerbungen für den im April 2017 zum vierten Mal zu vergebenden Preis sind mit vollständigen Unterlagen bis spätestens zum 30. Juni 2016 am Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum einzureichen (Dr. Pradeep Chakkarath/Prof. Dr. Jürgen Straub, Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum, Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie, Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, D-44801 Bochum, hans-kilian-preis@rub.de).

Informationen zu Einzelheiten des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens sind der Website www.hans-kilian-preis.de zu entnehmen.


Pressekontakt
Anke Meis
T 0201 8401-204




Eiszeitliche Säbelzahntiger jagten auf Südamerikas weiten Ebenen

Bildliche Darstellung des Beutespektrums (grün) der untersuchten Raubtiere (rot)
Abbildung: Bocherens/Universität Tübingen


Wissenschaftler der Universität Tübingen widerlegen die Annahme, dass die Raubkatzen im Wald auf Beutezug gingen

Ähnlich wie der heutige Löwe in der afrikanischen Savanne jagte der Säbelzahntiger (Smilodon populator) im eiszeitlichen Südamerika auf trockenem, offenem Gelände. Zu diesem Ergebnis kommt ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Professor Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) an der Universität Tübingen in einer Studie, die jüngst im Fachmagazin Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology veröffentlicht wurde. Um mehr über die Nahrungsgewohnheiten der damals größten Katze Südamerikas zu erfahren, hatten die Forscher Knochen der Tiere untersucht, die aus einem Zeitraum von 25.000 bis 10.000 Jahren v. Chr. aus der argentinischen Pampasregion stammen.

„Bislang gingen Paläontologen davon aus, dass das bis zu 400 Kilogramm schwere Raubtier aufgrund seines Knochenbaus, der dem von Waldkatzen ähnelt, seine Beute im Wald erlegte“, sagt Hervé Bocherens. Dort, so habe man vermutet, lauerten die Säbelzahntiger mit ihren bis zu 30 Zentimeter langen Raubzähnen in natürlichen Verstecken, bis der ideale Zeitpunkt zum Angriff gekommen war. Diese Annahme widerlegen nun die Ergebnisse der Tübinger Analyse. Die Paläobiologen verglichen Kollagenproben aus den Tierknochen verschiedener eiszeitlicher Raubtiere wie dem Säbelzahntiger, dem Jaguar (Panthera onca) und einer eiszeitlichen Wildhundgattung (Protocyon) mit denen der möglichen Beutetiere. Anhand der darin enthaltenen Kohlenstoff- und Stickstoffisotopen lassen sich Rückschlüsse auf die Ernährung sowie die Umgebung ziehen, in der sich die Tiere aufhielten.

Demnach verspeisten die Säbelzahntiger keine Tiere, die in dichter bewachsenen Gebieten heimisch waren, sondern in der Steppe lebende kamelartige Huftiere namens Macrauchenia  und Riesenfaultiere (Megatherium und Lestodon), die im Gegensatz zu ihren heutigen Verwandten am Boden lebten und mehrere Tonnen schwer werden konnten. Eine weitere Parallele zu den heutigen Löwen könnte es gegeben haben: Man habe Knochen von mehreren Individuen zusammen und mit ähnlichen Isotopenwerten gefunden, sagt Bocherens. „Möglichweise arbeiteten die Raubtiere für den Jagderfolg ebenfalls in Gruppen.“

Ursprünglich waren die Säbelzahntiger der Gattung Smilodon in Nordamerika heimisch. Als sich vor rund drei Millionen Jahren eine stabile Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika bildete, verbreiteten sich die Katzen auch im Süden. Konkurrenz hatte der Säbelzahntiger dort offenbar nicht unmittelbar durch andere Großkatzen. Die Studienergebnisse legen nahe, dass der Jaguar deutlich kleinere Beute wie Nagetiere oder Pferdearten bevorzugte. Ein ähnliches Beutespektrum wie der Säbelzahntiger hatte laut Studie aber der eiszeitliche Wildhund (Protocyon).

Zum Ende der Eiszeit starben zahlreiche große Tierarten der sogenannten Megafauna aus, darunter auch der Säbelzahntiger. Als Hauptursachen werden in der Forschung der Einfluss des Menschen und Klimaveränderungen diskutiert. Beim Säbelzahntiger, so vermuten die Tübinger Wissenschaftler, könnte das zunehmend feuchtere Klima dazu geführt haben, dass ehemals offene Flächen verwaldeten und so sein Jagdrevier verschwand.

Die Studie wurde mit rund 170.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Publikation: H. Bocherens, M. Cotte, R. Bonini, D. Scian, P. Straccia, L. Soibelzon, F. J. Prevosti: Paleobiology of sabretooth cat Smilodon populator in the Pampean Region (Buenos Aires Province, Argentina) around the Last Glacial Maximum: Insights from carbon and nitrogen stable isotopes in bone collagen, Paleogeography, Paleoclimatology, Paleoecology,


Kontakt:
Prof. Dr. Hervé Bocherens
Universität Tübingen
Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP)
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Paläobiologie – Arbeitsgruppe Biogeologie
Telefon +49 7071 29-76988
herve.bocherens[at]uni-tuebingen.de


Die Universität Tübingen
Innovativ. Interdisziplinär. International. Die Universität Tübingen verbindet diese Leitprinzipien in ihrer Forschung und Lehre, und das seit ihrer Gründung. Seit mehr als fünf Jahrhunderten zieht die Universität Tübingen europäische und internationale Geistesgrößen an. Immer wieder hat sie wichtige neue Entwicklungen in den Geistes- und Naturwissenschaften, der Medizin und den Sozialwissenschaften angestoßen und hervorgebracht. Tübingen ist einer der weltweit führenden Standorte in den Neurowissenschaften. Gemeinsam mit der Medizinischen Bildgebung, der Translationalen Immunologie und Krebsforschung, der Mikrobiologie und Infektionsforschung sowie der Molekularbiologie der Pflanzen prägen sie den Tübinger Forschungsschwerpunkt im Bereich der Lebenswissenschaften. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Geo- und Umweltforschung, Astro-, Elementarteilchen- und Quantenphysik, Archäologie und Anthropologie, Sprache und Kognition sowie Bildung und Medien. Die Universität Tübingen gehört zu den elf deutschen Universitäten, die als exzellent ausgezeichnet wurden. In nationalen und internationalen Rankings belegt sie regelmäßig Spitzenplätze. In diesem attraktiven und hoch innovativen Forschungsumfeld haben sich über die Jahrzehnte zahlreiche außeruniversitäre Forschungsinstitute und junge, ambitionierte Unternehmen angesiedelt, mit denen die Universität kooperiert. Durch eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre bietet die Universität Tübingen Studierenden optimale Bedingungen. Mehr als 28.000 Studierende aus aller Welt sind aktuell an der Universität Tübingen eingeschrieben. Ihnen steht ein breites Angebot von rund 300 Studiengängen zur Verfügung – von der Ägyptologie bis zu den Zellulären Neurowissenschaften.


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Mittwoch, 16. März 2016

UW/H-Student steht als einziger Deutscher in der Endrunde des Global Student Entrepreneur Awards


Die europäischen Finalisten.
Foto: Entrepreneur’s Organization / Global Student Entrepreneur Awards


Lionel Palm wurde von der Entrepreneur’s Organization für das Finale in Bangkok nominiert

Lionel Palm, Gründer von „Room in a box“ und Student der Uni Witten/Herdecke (UW/H), steht in der Finalrunde des Global Student Entrepreneur Awards (GSEA). Der Wettbewerb wird von der Entrepreneur‘s Organization veranstaltet, die Global Finals werden in diesem Jahr in Bangkok stattfinden. Der Student der Wirtschaftswissenschaft qualifizierte sich mit seinem Startup „Room in a Box“ im europäischen Vorentscheid der GSEA für den finalen Wettbewerb.

„Room in a box“ hat sich auf die Entwicklung von Möbeln aus Wellpappe spezialisiert. Diese lassen sich – zum Beispiel bei einem Umzug – auf- und zuschieben wie eine Ziehharmonika, bestehen zu 85 Prozent aus recycelten Rohstoffen und fließen zu 100 Prozent zurück in den Wertstoffkreislauf. Der CO2-Fußabdruck ist dadurch bis zu 75 Prozent geringer als bei vergleichbaren Produkten. Produziert wird ausschließlich aus heimischen Rohstoffen und in Deutschland.

Gegründet hat Lionel Palm „Room in a box“ zusammen mit UW/H-Alumnus Gerald Dissen und Christian Hilse, Absolvent der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Lionel Palm präsentierte das Unternehmen nun vor unternehmerisch erfahrenen Juroren der Entrepreneurs‘ Organization, einem globalen Netzwerk von mehr als 10.000 Mitgliedern aus 46 Ländern. Der Regionalwettbewerb für Europa fand am 10. und 11. März im Deutsche Bank Forum in Berlin statt.

Die GSEA sind laut eigenen Angaben der führende Wettbewerb für die Auszeichnung von herausragenden High School Schülern und Studierenden, die wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen gegründet haben und diese führen. Die globale Finalrunde des Wettbewerbs wird vom 10. bis zum 12. Mai 2016 in Bangkok stattfinden. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 20.000 Dollar sowie den Titel „Global Student Entrepreneur of the Year“.

„Ich war mir nicht sicher, ob unser Startup die Jury der Global Student Entrepreneur Awards überzeugen würde. Das Feedback der Juroren war aber überwältigend und hat mich erneut darin bestätigt, dass wir mit unserem Geschäftsmodell auf dem richtigen Weg sind“, sagt Lionel Palm. „Ich freue mich auf meine Chance, als einziger deutscher Vertreter gegen die besten studentischen Unternehmer der Welt antreten zu dürfen.“

Ein Foto der europäischen Finalisten zum Herunterladen finden Sie unter: www.uni-wh.de/uploads/media/Global_Entrepreneur.jpg

Über die Global Student Entrepreneur Awards
Als führender globaler Wettbewerb für High School Schüler und Studierende repräsentieren die Global Student Entrepreneur Awards (GSEA) mehr als 1.700 herausragende studentische Unternehmer aus mehr als 32 verschiedenen Ländern der Welt. Aufbauend auf der Mission, Studierende dazu zu inspirieren, ein Unternehmen zu gründen und großzuziehen, ermöglichen die GSEA studentischen Unternehmern, ihr Unternehmen global bekannt zu machen. Die GSEA wurden 1998 an der John Cook School of Business der Saint Louis University (USA) ins Leben gerufen. Sie zeichnen herausragende Studierende aus, die parallel zu ihrem Vollzeit-Studium ihr eigenes Unternehmen führen. Im Jahr 2006 übernahm die Entrepreneurs’ Organization (EO) die Ausrichtung des Wettbewerbs, um den studentischen Unternehmern den Zugang zu einem globalen Netzwerk an Mentoren, Ressourcen und Kontakten zur einflussreichsten Unternehmer-Gemeinschaft der Welt zu ermöglichen.
Weitere Informationen unter: www.gsea.org.

Über die Entrepreneurs’ Organization
Die Entrepreneurs' Organization (EO) ist ein globales Peer-to-peer-Netzwerk aus mehr als 10.000 einflussreichen Unternehmensinhabern mit 142 Vertretungen in 46 Ländern. Die EO wurde 1987 gegründet und ist ein Katalysator, der führenden Unternehmern ermöglicht, zu lernen und zu wachsen und ihnen zu einem größeren Erfolg im Geschäftsleben verhilft.

Weitere Informationen: www.roominabox.de
Ansprechpartner:
Lionel Palm
Tel: 030 555 7955-0
E-Mail: lionel@roominabox.de


Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.





Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

❤ Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

❤ Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

❤ Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

❤ Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

❤ Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

❤ Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015