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Montag, 3. April 2017

Merges-Wimmer & Wimmer: ENTSCHLEUNIGEN – AUFTANKEN – HERAUSFORDERUNGEN mit neuer Energie BEGEGNEN


Boxenstopp
3 Tage inspirierende Auszeit

11. – 13. Mai 2017 bzw. 21. - 23. September 2017


für Führungskräfte, Managerinnen und Manager
die interessiert sind:

·     an der Überprüfung der Strategien und Methoden, mit welchen sie ihren beruflichen Herausforderungen und Veränderungen begegnen
·       am Kennenlernen alternativer, spezifischer Kompetenzen und Verhaltensweisen, um die durch Technisierung, Beschleunigung und Globalisierung der Arbeitswelt bedingten Anforderungen professionell meistern zu können.
·       an der Stärkung ihrer Resilienz
·      Alternativen zu gewohnten Handlungsstrategien zuzulassen
·       an der Optimierung ihrer Work-Life-Balance
·       an der Erweiterung ihrer mentalen Möglichkeiten
·       an der bestmöglichen Nutzung ihres schöpferischen Potenzials
·       am kollegialen Erfahrungsaustausch


 Fragen hierzu können zum Beispiel sein:
 ·    Welche Werte und Qualitäten sind mir besonders wichtig, welche haben sich möglicherweise „abgenutzt“ und benötigen eine Neuorientierung?
 ·    Wie erlebe ich mein gegenwärtiges Energiepotenzial und wie kann ich es steigern?
·      Welche emotionalen, mentalen und körperlichen Wirkungen erzeugen bei mir die derzeitigen Herausforderungen und wie kann ich diesen adäquat begegnen?
·     Wie gestalte ich aktuell schwierige Businessgespräche und wie kann ich sie ggf. erfolgreicher gestalten?
·     Mit welchen kontemplativen Methoden kann ich mein Bewusstsein erweitern und damit handlungsfähiger werden?
·   Die vierte Kompetenz der GeschwindigkeitSchneller werden durch Entschleunigung– Wie geht das?

 Teilnahmegebühr:
1450,- €, Selbstzahler: 1200,-€ zzgl. 19% MwSt. incl. Tagungsgetränke und Snacks:

Bitte melden Sie sich hier an.


Weitere Informationen
Diese Tage sollen ein Highlight sein in Ihrer stark bemessenen Zeit. Wir wollen gemeinsam Impulse setzen und Handwerkszeug erarbeiten, das den beruflichen Alltag erleichtert.
Informationen zum Thema
Ein wichtiger Hinweis ist wohl, dass wir zwar einen Rahmen setzen und gezielt Angebote machen. Die inhaltlichen Richtungen werden jedoch durch die Teilnehmer und deren Bedürfnisse gesetzt.

Es handelt sich damit um ein gemeinsames Erkunden und Gestalten der eigenen Bedürfnisse.

Ganz bewusst wollen wir den Rahmen nicht zu eng setzen.
Ganz bewusst soll Gestaltung möglich sein.
Das Leben findet ja ebenfalls nicht in einem vorgefertigten, sicheren Rahmen statt und stellt uns jederzeit vor neue Anforderungen. Mit diesen mentalen Herausforderungen kreativ und gelassen umzugehen, soll ein wichtiger Baustein dieser Tage sein.
Unsere Werkzeuge hierzu sind:
·         Mentale Übungen
·         Selbsterfahrung
·         Wissensaustausch
·         Kontemplative Methoden
·         Rollenspiele
·         Psychodrama
·         Achtsamkeitsübungen

 Seminarleitung:
Stephanie Merges-Wimmer
Mental-Coach, Heilpraktikerin, Therapeutin, Autorin
Hans Peter Wimmer
Management-Trainer und Coach
Veranstaltungsort:
Gutlersberg 7
84359 Simbach (Inn)
Inspirieren und integrieren, Achtsamkeit, Sinnerfüllung, Selbstwirksamkeit, Selbstwertschätzung innere Ressourcen eröffnen, Waage zwischen innen und außen, Herausforderungen neu begegnen,  Sensibilität und Empathie.

Nutze Deine Potenziale
Gutlersberg 7, 84359 Simbach (Inn)
Organisation
Schreiöd 2 a, 84384 Wittibreut




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Das Bonn-Cologne Research Institute in Economics (BCecon) erforscht neue Wege in der Ökonomie


Der Kooperationsvertrag zum BCecon ist unterzeichnet: Die Rektoren Prof. Dr. Michael Hoch (vorne links, Universität Bonn) und Prof. Dr. Axel Freimuth (vorne rechts, Universität zu Köln) sowie die ProfessorInnen Benny Moldovanu, Bettina Rockenbach, Felix Bierbrauer und Daniel Zimmer (hinten von links). © Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn


Die Universitäten Bonn und Köln haben gemeinsam das Bonn-Cologne Research Institute in Economics (BCecon) gegründet. Die Rektoren der beiden Hochschulen unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit der beiden Universitäten im Bereich der Wirtschaftswissenschaften auf eine neue Grundlage stellen soll. Das Institut wird zu Ehren des Nobelpreisträgers Reinhard Selten (1930-2016) gegründet und soll von seinen Schülern Prof. Dr. Benny Moldovanu und Prof. Dr. Bettina Rockenbach als Gründungsdirektoren geleitet werden. Das Institut dient der Förderung exzellenter Forschung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften.

„Die weltweit renommierte Bonner Ökonomie, die von unserem Nobelpreisträger Reinhard Selten nachhaltig geprägt wurde, gehört seit vielen Jahren zu den Exzellenzbereichen der Bonner Universität“, sagt Prof. Dr. Michael Hoch, Rektor der Bonner Alma mater. „Die Gründung des BCecon-Instituts, gemeinsam mit den ebenfalls erstklassigen Kölner Ökonomen, ist Ausdruck einer engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit der WirtschaftswissenschaftlerInnen in Bonn und Köln.“ Es entsteht ein einzigartiges Forschungsinstitut in der Tradition von Reinhard Selten, in dem internationale GastwissenschaftlerInnen und Studierende die aktuellen Herausforderungen der theoretischen und angewandten Wirtschaftsforschung adressieren werden.

„Im BCecon haben sich zwei führende wirtschaftswissenschaftliche Institute zu einem international sichtbaren Flaggschiff zur Erforschung von aktuellen Fragestellungen in Verhaltensökonomie, Wirtschaftstheorie und Marktfunktionen zusammengeschlossen. Die Erfahrung globalen Marktversagens in der letzten Dekade, sowie das Entstehen neuer Märkte und die damit einhergehende Frage nach neuem Regulationsbedarf machen diese Forschung hochaktuell und notwendig“, sagt der Kölner Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth. Zu den aktuellen Herausforderungen zählt die Analyse drängender gesellschaftlicher Probleme, wie zum Beispiel die Digitalisierung oder der Klimawandel, mithilfe moderner Erkenntnisse aus der Wirtschaftstheorie und Verhaltensökonomik.

In die Forschung des Instituts sollen sowohl erfahrene als auch jüngere SpitzenforscherInnen eingebunden werden, die die aktuelle ökonomische Forschung auf höchstem Niveau vorantreiben sollen. Mit öffentlichen Veranstaltungen wendet sich das BCecon darüber hinaus an interessierte BürgerInnen. Mit einem eigenen Förderprogramm sollen neue Forschungsvorhaben angestoßen werden.

Das Institut wird anlässlich einer Forschungskonferenz zu Ehren von Reinhard Selten am 28. April 2017 in Bonn feierlich eröffnet (www.seltenconference.de).

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Benny Moldovanu
Institut für Mikroökonomik
Universität Bonn
Tel. 0228/739242
E-Mail: mold@uni-bonn.de

Prof. Dr. Bettina Rockenbach
Institut für Verhaltensökonomie
Universität zu Köln
Tel. 0221/4708663
E-Mail: bettina.rockenbach@uni-koeln.de



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The Royal Swedish Academy of Sciences urges Hungarian lawmakers to refrain from restricting scientific freedom


Christina Moberg, President of the Academy. 
Photo: Markus Marcetic, 
©The Royal Swedish Academy of Sciences.

The Hungarian parliament is seeking new legislation that could endanger academic freedom and educational quality. It could also lead to the closure of one of the universities in Budapest.


The leaders of The Royal Swedish Academy of Sciences now make a public statement, urging the parliament not to restrict scientific freedom.

“The Royal Swedish Academy of Sciences is concerned when proposals are made to reduce academic freedom and the working conditions at universities. We have been informed about the ongoing discussion in the Hungarian Parliament regarding new legislation that affects the universities in Hungary. We urge the Hungarian lawmakers to refrain from decisions that restrict scientific freedom and educational quality”.

The statement is signed by Professor Christina Moberg, President of the Royal Swedish Academy of Sciences, and Professor Göran K. Hansson, Secretary General.

The statement will be sent to the Embassy of Hungary in Sweden.
Academics from Europe and the US, including 17 Laureates of the Prize in Economic Sciences in the memory of Alfred Nobel, have expressed concern over the new legislation.

For further comments from Professor Christina Moberg or Göran K. Hansson, please contact press officer Jessica Balksjö Nannini, on +46 70 673 96 50, Jessica.balksjo@kva.se.



The Royal Swedish Academy of Sciences, founded in 1739, is an independent organization whose overall objective is to promote the sciences and strengthen their influence in society. The Academy takes special responsibility for the natural sciences and mathematics, but endeavours to promote the exchange of ideas between various disciplines.

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Polarstern öffnet Luken für die Öffentlichkeit: Alfred-Wegener-Institut lädt am 22. und 23. April zum „Open Ship" in Bremerhaven

Das größte deutsche Forschungsschiff, der Eisbrecher Polarstern, öffnet am Wochenende des 22. und 23. April im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane seine Luken für die Öffentlichkeit. Beim Rundgang über das Schiff können Interessierte in den Laboren, den Unterkünften sowie auf der Brücke eine Expedition nacherleben. Rund um das Schiff stellt das Alfred-Wegener-Institut auf dem Gelände der Lloyd-Werft außerdem seine Wissenschaft vor. Science Dating, Vorträge und Kamingespräche sowie Mitmachaktionen für Kinder runden das Programm ab.

Einmal dort auf der Brücke der Polarstern stehen, von wo aus der Kapitän durch das Eis navigiert – davon träumen viele Schiffs- und Polarforschungsbegeisterte. Am Wochenende nach Ostern ist dies erstmals seit fünf Jahren wieder möglich: Sofort nach dem Einlaufen - im Anschluss an eine knapp halbjährige Antarktisexpedition -entladen Logistiker und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) das international bekannte Schiff, um es für eine der selten möglichen Open Ship-Veranstaltungen vorzubereiten. Geräuschkulissen, Videos und Texttafeln auf einem ausgewiesenen Rundgang ermöglichen es den Besuchern, in die Rolle eines Expeditionsteilnehmers zu schlüpfen. Die Veranstaltung findet statt am Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr und am Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr, der letzte Rundgang über das Schiff startet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsende.

Auch abseits des Schiffes erwartet die Gäste ein spannendes Programm. Auf dem Werftgelände wird beispielsweise ein Tauchturm aufgestellt, den sich Mensch und Maschine teilen: Die Meereisgruppe setzt ihren neuen Tauchroboter in den Turm und lädt Besucher ein, selber das Steuer zu übernehmen. So lässt sich nachvollziehen, wie schwierig ein Unterwasserfahrzeug im dreidimensionalen Raum zu steuern ist. Weiterhin demonstriert die AWI-Tauchgruppe, wie man unter Wasser bohren kann, um Versuchsaufbauten zu installieren. Meeresbegeisterte können selber ausprobieren, wie man bei schlechten Sichtverhältnissen zurechtkommt, indem sie mit einer verdunkelten Tauchmaske versuchen, Seemannsknoten zu knüpfen. Unterwasser-Videos runden das Angebot ab, in die Welt der Polar- und Meeresforschung einzutauchen.

Viele weitere Wissenschaftsgruppen geben in einem 300 Quadratmeter großen Zelt Einblicke in ihre Arbeit und freuen sich auf den Austausch mit den Gästen. Teams aus dem ganzen AWI-Forschungsspektrum von der physikalischen Ozeanographie über die Geowissenschaften und die Meeresbiologie bis hin zur Meteorologie zeigen ihre Forschungsgeräte und berichten, was sie damit entdeckt haben. Erstmals wird es im Wissenschaftszelt auch ein Science Dating geben. Wie beim Speed Dating treffen sich Besucher und Forscher zu kurzen Frage- und Antwortrunden, bei denen die Gesprächspartner nach jeweils drei Minuten wechseln. Ein weiteres neues Format sind Kamingespräche. Sie ergänzen das Vortragsprogramm, dessen Inhalte ebenso wie die am Science Dating teilnehmenden Forscherinnen und Forscher in Kürze auf www.awi.de/open-ship veröffentlicht werden.

Für Kinder gibt es ein extra Programm im eigenen Zelt. Mit Farbdruck und Malaktionen ist der Nachwuchs eingeladen, sich mit dem Thema Wasser auseinanderzusetzen. Die High Sea-Schüler des AWI bieten außerdem verschiedene Mitmach-Experimente an und mit „Waterballs“ können Kinder trockenen Fußes über Wasser laufen. Für Jung und Alt ist an das leibliche Wohl gedacht: Alle können sich an Ess- und Trinkständen verpflegen. Weitere Informationen rund um die Polar- und Meeresforschung gibt es beim AWI-Förderverein.

Bremerhaven-Besucher haben auch die Möglichkeit, einen ersten Eindruck von einer neuen Wissenschaftstour zu erhalten, die das Alfred-Wegener-Institut für das Wissenschaftsjahr 2016*17  - Meere und Ozeane konzipiert hat. In einem mobilen Polarcamp können Interessierte ab Mai in zwölf deutschen Städten das Leben und Forschen in der Antarktis selbst erleben. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mehr Infos sowie Orte und Termine: www.awi.de/polarcamp.

Für die An- und Abreise zum Open Ship Polarstern wird es Shuttle-Busse geben, die von den Haltestellen Bremerhaven Hauptbahnhof, Havenwelten und Rotersand zum Veranstaltungsgelände in der Brückenstraße 25 (Gelände der Lloyd-Werft) und zurück pendeln.

Bitte beachten Sie: Das Forschungsschiff Polarstern ist nicht barrierefrei. Menschen mit schweren Gehbehinderungen können das Schiff selbst daher nicht besichtigen, das Rahmenprogramm bietet ihnen jedoch vielfältige Teilhabemöglichkeiten. Eltern müssen den Kinderwagen abstellen, bevor sie an Bord kommen. Aufgrund internationaler Sicherheitsstandards ist es zudem nicht möglich, Rucksäcke oder größere Taschen, Speisen und Getränke mit an Bord zu nehmen. Diese können an einer Garderobe abgegeben werden, hier gibt es auch eine Parkmöglichkeit für Kinderwagen. Auch Tiere dürfen nicht mitgenommen werden. Es ist zudem zwingend erforderlich, dass sich alle Besucher mit ihrem Personalausweis oder Reisepass ausweisen können, da die Veranstalter aufgrund geltender Bestimmungen in der internationalen Schifffahrt zu stichprobenartigen Kontrollen verpflichtet sind.


Open Ship im Überblick

Eine vorherige Anmeldung ist weder nötig noch möglich.

Ort: Gelände der Lloyd-Werft, Brückenstraße 25, Bremerhaven
Termine:
Samstag 22. April 2017 von 11:00 bis 17:00 Uhr (spätester Zutritt zum Schiffsrundgang 16:00 Uhr)
Sonntag 23. April 2017 von 10:00 bis 16:00 Uhr (spätester Zutritt zum Schiffsrundgang 15:00 Uhr).
Anreise: Der Bus pendelt am Samstag ab 10:10 Uhr (Sonntag ab 9:10 Uhr) ab Hauptbahnhof. Der letzte Bus ab Werftgelände fährt jeweils eine halbe Stunde nach Veranstaltungsende. Den genauen Fahrplan für die Haltestellen Bremerhaven Hauptbahnhof, Havenwelten, Rotersand finden Sie unter www.awi.de/open-ship.
Parkmöglichkeiten: In der Nähe der Lloyd-Werft stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung (Franziusstraße und Brückenstraße)



Ihre Ansprechpartnerin in der Abteilung Kommunikation und Medien ist Dr. Folke Mehrtens, Tel. 0471 4831-2007 (E-Mail: Folke.Mehrtens@awi.de).

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Biomarker für Krebs im Rachenraum

Eine steigende Zahl von Krebsfällen im Rachenraum gilt als Folge einer Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum fanden nun heraus, dass ein Bluttest auf bestimmte Antikörper gegen HPV gefährdete Personen identifizieren kann - mit einer einzigen Untersuchung und bereits mehr als zehn Jahre vor der Krebsdiagnose.

Krebs des Rachenraums tritt immer häufiger auf: Allein in den USA hat sich die Neuerkrankungsrate innerhalb der letzten drei Jahrzehnte verdreifacht. Etwa 70 Prozent dieser Tumoren werden durch eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) Typ 16 verursacht.

Tim Waterboer und seine Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun herausgefunden, dass sich mit einem von ihnen entwickelten Antikörper-Nachweis bereits frühzeitig erkennen lässt, welche Personen Gefahr laufen, an einem HPV-bedingten Tumor des Rachenraums zu erkranken. Dazu arbeiteten die DKFZ-Forscher mit Kollegen von der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC und mit dem amerikanischen National Cancer Institute zusammen.

Auf eine Infektion mit HPV reagiert das Immunsystem mit der Produktion von Antikörpern gegen Bestandteile des Erregers. Das HPV-Protein E6 wird von chronisch infizierten Zellen produziert und spielt bei der Krebsentstehung eine wichtige Rolle. Daher gelten Antikörper gegen E6 als besonders aussagekräftig.

Die Wissenschaftler konnten für diese Untersuchung auf Blutproben der US-amerikanischen PLCO-Studie zugreifen. In diese Krebs-Früherkennungsstudie wurden zwischen 1993 und 2001 rund 150.000 gesunde Teilnehmer aufgenommen und deren im Untersuchungszeitraum auftretenden Krebserkrankungen dokumentiert. Den DKFZ-Forschern standen Blutproben von 198 Patienten mit Tumoren im Rachenraum zur Verfügung. Die Proben waren beim Studieneintritt der Teilnehmer genommen worden - also lange vor dem Ausbruch der Krebserkrankung. Die Kontrollproben stammten von 924 PLCO-Teilnehmern ohne Krebsdiagnose.

Die DKFZ-Forscher konnten bei 42,3 Prozent aller Patienten mit Krebs im Rachenraum Antikörper gegen HPV16-E6 in deren Blutproben nachweisen "Das entspricht ziemlich genau dem Anteil HPV-bedingter Fälle unter den Rachentumoren, den wir für den damaligen Zeitpunkt in der amerikanischen Bevölkerung erwartet hatten", so Tim Waterboer. Dagegen fiel der Test bei nur 0,5 Prozent der Personen aus der Kontrollgruppe positiv aus.

Von einigen der Studienpatienten stand neben den Blutproben auch Tumorgewebe zur Verfügung. An der Aktivität von Virusgenen im Gewebe konnten die Forscher identifizieren, welche der Tumoren durch HPV verursacht wurden. Es zeigte sich, dass der Antikörper-Nachweis ausschließlich bei solchen Patienten positiv ausfiel, deren Krebs tatsächlich mit HPV16 im Zusammenhang stand.

Fällt der Test auf HPV16-E6-Antikörper einmal positiv aus, so bleibt das Ergebnis über Jahre stabil. Das zeigten die Forscher an Studienteilnehmern, denen über einen langen Zeitraum wiederholt Blutproben entnommen worden waren. Die Blutproben waren teilweise bis zu 13 Jahre vor der Tumordiagnose genommen worden. "Das bedeutet, ein einziger Bluttest zu einem beliebigen Zeitpunkt könnte ausreichen, um das Risiko einzuschätzen, innerhalb der nächsten zehn Jahre an einem Rachentumor zu erkranken", sagt Waterboer.

Der Nachweis von HPV16-E6-Antikörpern ist dennoch - zumindest derzeit - nicht als Methode zur Krebsfrüherkennung in größeren Bevölkerungsgruppen geeignet. "Die Neuerkrankungsrate von Krebs im Rachenraum ist mit etwa 5 Fällen pro 100.000 Einwohnern eher niedrig: Das bedeutet, dass trotz der hohen Spezifität des Tests sehr viele gesunde Menschen fälschlicherweise ein positives Testergebnis erhalten würden", sagt Studienleiter Tim Waterboer. "In bestimmten Hochrisikogruppen können allerdings bis zu 10 Mal mehr Menschen erkranken. Mit dem HPV16-E6-Antikörper-Nachweis steht erstmals ein leicht zu analysierender Biomarker zur Verfügung, mit dem wir den Kreis der besonders krebsgefährdeten Personen leicht einengen können." Die DKFZ-Virologen prüfen derzeit die Möglichkeiten, den Biomarker klinisch nutzbar zu machen.

Nicht geeignet ist der Test auf Antikörper gegen HPV16-E6 dagegen, um das Risiko von Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Tumoren im Genitalbereich einzuschätzen. Im Gegensatz zu Krebs des Rachenraums treten die verräterischen Antiköper hier erst auf, wenn der Krebs bereits klinisch diagnostiziert werden kann.

Aimée R. Kreimer, Mattias Johansson, Elizabeth Yanik, Hormuzd A. Katki, David P. Check, Krystle A. Lang Kuhs, Martina Willhauck-Fleckenstein, Dana Holzinger, Allan Hildesheim, Ruth Pfeiffer, Craig Williams, Neal D. Freedman, Wen-Yi Huang, Mark P. Purdue, Angelika Michel, Michael Pawlita, Paul Brennan, Tim Waterboer: Kinetics of the human papillomavirus type 16 E6 antibody response prior to oropharyngeal cancer Journal of the National Cancer Institute 2017, DOI: 10.1093/jnci/djx005


Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42-2854
F: +49 6221 42-2968

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968



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DFG fördert vier neue Forschergruppen sowie zwei Kolleg-Forschergruppen


Themen von der Morphodynamik der Pflanzen bis zur russischsprachigen Lyrik in Transition / Insgesamt rund 17 Millionen Euro für erste Förderperiode
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet vier neue Forschergruppen sowie zwei neue Kolleg-Forschergruppen ein. Dies beschloss der Senat der DFG im Rahmen seiner Frühjahrssitzung in Bonn. Zusätzlich zu den jetzt eingerichteten Verbünden kann eine weitere Forschergruppe die Arbeit aufnehmen, die von der DFG gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird. Der Senat hatte diesen Verbund bereits im September 2016 mit einer Fördersumme von rund drei Millionen Euro befürwortet, inzwischen ist auch die Bewilligung durch die schweizerische Partnerorganisation erfolgt.

Die Forschungsverbünde ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Kolleg-Forschergruppen sind speziell auf geisteswissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnitten. Die maximale Förderdauer von Forschergruppen beträgt zweimal drei Jahre, Kolleg-Forschergruppen können zweimal vier Jahre gefördert werden. In der ersten Förderperiode erhalten die sechs neuen Einrichtungen insgesamt rund 17 Millionen Euro. Im Ganzen fördert die DFG damit aktuell 180 Forschergruppen und neun Kolleg-Forschergruppen.

Die neuen Forschergruppen im Einzelnen
(in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulen der Sprecherinnen und Sprecher)

Wie funktioniert Herrschaft in der Praxis und wo liegen ihre Grenzen? Die Kolleg-Forschergruppe „Rethinking Oriental Despotism – Strategies of Governance and Modes of Participation in the Ancient Near East“ hat zum Ziel, bestehenden Stereotypen der altorientalischen Herrschaftsorganisation und der aufgeklärten Demokratie eine neue Sichtweise entgegenzusetzen. Hierfür konzentrieren sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die praktische Dimension politischer Ordnungen: Wie manifestiert sich Herrschaft, wie lässt sie sich durchsetzen und aufrechterhalten? Dabei werden sowohl bewährte als auch neue theoretisch-methodische Konzepte aufgegriffen und für die Analyse der umfangreichen Textüberlieferung des Mittelassyrischen und Hethitischen Großreiches eingesetzt. Somit werden die gewonnen Erkenntnisse über den engeren Fachdiskurs hinaus reflektiert und auch für andere Kontexte erschlossen.
(Sprecherin: Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum, Freie Universität Berlin)

Die Forschergruppe „Blaue Planeten bei Roten Sternen – das Forschungsprogramm des CARMENES-Projekts“ plant, mit dem deutsch-spanischen Spektrometer CARMENES Daten zu mehr als 300 massearmen Sternen zu gewinnen. Die Daten enthalten, so wird vermutet, die uns nächsten extrasolaren Planeten, darunter viele, auf denen Leben möglich wäre. Ziel des Verbunds ist es, die Existenz, Häufigkeit, Entstehung und Bewohnbarkeit extrasolarer Planeten rund um massearme Sterne zu verstehen. Überdies wollen die Forscherinnen und Forscher zum Verständnis der Physik massearmer Sterne und zum grundlegenden Wissen über Planeten beitragen.
(Sprecher: Prof. Dr. Ansgar Reiners, Georg-August-Universität Göttingen)

Elementare Zelleigenschaften bestimmen das Verhalten von Zellpopulationen und Organen und damit letztlich die Gestaltbildung eines Organismus, also die Morphogenese. Pflanzenzellen sind über Zellwände miteinander verbunden und somit immobil; sie müssen ihr Verhalten jederzeit intensiv abstimmen. Dieser hohe Grad an Komplexität ist ein Grund dafür, dass trotz Fortschritten in einzelnen Aspekten die Kontrollmechanismen der pflanzlichen Morphogenese noch nicht umfassend verstanden sind. In der Forschergruppe „Morphodynamik der Pflanzen“ widmen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der pflanzlichen Entwicklungsbiologie, der Computerwissenschaft und der Physik daher gemeinsam der Problematik, um ein ganzheitliches und quantitatives Verständnis der Gewebemorphogenese zu erlangen.
(Sprecher: Prof. Dr. Alexis Maizel, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Prozesse, bei denen Zuckermoleküle an Proteine gebunden werden, heißen Glykosylierung. Sie sind eine der wichtigsten molekularen Veränderungen von Proteinen, die nach der Übersetzung von Ribonukleinsäure in eine Aminosäuresequenz stattfinden. Beim Menschen liegt die Mehrzahl der Proteine glykosyliert vor, und man unterscheidet zwischen verschiedenen Glykosylierungsarten. Die Forschergruppe „Das Zusammenspiel Dolichol-abhängiger Glykosylierungstypen: von Molekülen zu Krankheitsmodellen“ möchte das Verständnis von Glykosylierungswegen auf molekularer, zellulärer und systemischer Ebene verbessern und so schwerwiegende Krankheiten, sogenannte Congenital Disorders of Glycosylation (CDG), besser verstehen.
(Sprecherin: Prof. Dr. Sabine Strahl, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Die Verstoffwechslung von Spurenelementen im Körper wird durch Nahrungsaufnahme, Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand beeinflusst. Die Wirkung einzelner Spurenelemente, wie Eisen, Iod oder Zink, ist dabei gut verstanden, deren Wechselwirkungen unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen sind hingegen kaum erforscht. Die Forschergruppe „Interaktionen von essenziellen Spurenelementen in gesunden und erkrankten älteren Menschen (TraceAge)“ will durch verschiedene Untersuchungen alters- und geschlechtsspezifische Spurenelemente-Fingerabdrücke älterer Menschen bestimmen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für eine bessere Vorsorge hinsichtlich eines gesunden Alterns und für zukünftige Interventionsstudien sein.
(Sprecherin: Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Universität Potsdam)

Das literarische Feld russischsprachiger Autoren erweiterte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion durch Literatur, die im Ausland auf russisch verfasst wurde. Zudem knüpften vor allem russische Lyriker über soziale Medien vielfältige Beziehungen zu Literaturen im Ausland. Die Kolleg-Forschergruppe „Russischsprachige Lyrik in Transition: Poetische Formen des Umgangs mit Grenzen der Gattung, Sprache, Kultur und Gesellschaft zwischen Europa, Asien und Amerika“ untersucht russischsprachige Lyrik von Beginn der Perestrojka (1985) bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen dabei die titelgebenden Transitionen, die als Grenzen von Gattungen, Sprachen, Kulturen und Gesellschaften begriffen werden. Der breit angesetzte Begriff von Lyrik ermöglicht der Kolleg-Forschergruppe zudem theoretische Überlegungen über neue Formen von Performance, Internetliteratur, Popkultur und -musik.
(Sprecherin: Prof. Dr. Henrieke Stahl, Universität Trier)

In einer globalisierten Welt nimmt die Dichte an staatlichen, suprastaatlichen und privaten Institutionen, die teilweise ähnliche Sachgebiete bearbeiten, immer weiter zu. Die einzelnen Institutionen arbeiten dabei auf verschiedenen Ebenen – und nicht selten überlappen sich ihre Zuständigkeiten. Dann kann es zu Konflikten kommen. Die in Kooperation mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Forschergruppe „Überlappende Autoritätssphären und Schnittstellenkonflikte in der Globalen Ordnung“ möchte solche Konflikte aufdecken und eingehender untersuchen.
(Sprecher: Prof. Dr. Michael Zürn, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH)


Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de

Ausführliche Informationen erteilen auch die Sprecherinnen und Sprecher der eingerichteten Verbünde.

Zu den Forschergruppen und den Kolleg-Forschergruppen der DFG:



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Wichtiger Schritt zu modernem Medizinstudium: „Masterplan Medizinstudium 2020“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesforschungsministerin Professorin Johanna Wanka sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheits- und der Kultusministerkonferenz der Länder und der Koalitionsfraktionen des Deutschen Bundestages haben heute den „Masterplan Medizinstudium 2020“ beschlossen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen Medizinstudium, das unsere Ärztinnen und Ärzte auf die künftigen Herausforderungen vorbereitet und eine gute Patientenversorgung überall in Deutschland auch in Zukunft sicherstellt. Mehr Praxisbezug im Studium und eine Stärkung der Allgemeinmedizin sind gerade mit Blick auf die gute Versorgung im ländlichen Raum von großer Bedeutung. Zugleich wird die Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten gestärkt – dies entspricht den Empfehlungen des Wissenschaftsrats und dem Wunsch vieler angehender Ärztinnen und Ärzte.“

Bundesforschungsministerin Professorin Johanna Wanka: Mit dem Masterplan werden die Herausforderungen an die nächste Medizinergeneration definiert und Weichen für deren Ausbildung gestellt. Das Studium erhält mehr Praxisbezug, kommunikative und soziale Fähigkeiten werden stärker gewichtet und die Allgemeinmedizin wird ausgebaut. Zugleich werden Maßnahmen zur Sicherstellung einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung getroffen.

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz,  Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen: „Mit dem Masterplan Medizin werden die positiven Weichen für die Ausbildung der nächsten Medizinergeneration gestellt. Denn das Studium wird deutlich praxisnäher und an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten kompetenzorientiert ausgerichtet. Die Einrichtung einer Expertenkommission ist zu begrüßen, denn sie begleitet die Reform der Medizinerausbildung und beschäftigt sich mit den Kosten.“

Für die Kultusministerkonferenz,  Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Ulrich Steinbach: „Wir haben gemeinsam gute und tragfähige Eckpunkte vereinbart, um die Ziele der Reform -  mehr Praxisnähe im Studium und die Stärkung der Allgemeinmedizin - zu erreichen. Mit der Zustimmung leistet die Kultusministerkonferenz ihren Beitrag für weitere Schritte zur Sicherstellung und Verbesserung der medizinischen Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen. Die vollständige Umsetzung des Masterplans ist aus unserer Sicht aber nur möglich, wenn zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Hier stehen auch der Bund und die für die ärztliche Versorgung zuständigen Träger in der Pflicht.“

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk: „Heute ist ein entscheidender Schritt zur Reform des Medizinstudiums gelungen. Davon werden die angehenden Ärzte und die Patienten spürbar profitieren. Wir verbessern mit dem Masterplan die Qualität der medizinischen Ausbildung und stärken die Versorgung der Menschen, vor allem in der Allgemeinmedizin. Diese Reform war dringend notwendig, um das Medizinstudium auf die Erfordernisse der Zukunft auszurichten.“

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis:  „Mit dem Masterplan Medizinstudium 2020 schaffen wir eine konsequent praxisorientierte Mediziner*innenausbildung der Zukunft, die neben der Modernisierung des Studiums auch den Herausforderungen zur Sicherung der kurativen Versorgung der Bevölkerung gerecht werden wird. Hierzu setzen wir auf eine stärker an sozialen Kompetenzen der Studierenden ausgerichtete Auswahl der Bewerber*innen sowie die Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium vom ersten Tag an. Das Maßnahmenpaket wird abgerundet durch die Möglichkeit einer Landarztquote in der Verantwortung der Länder, die den Studierenden gemeinsam mit bereits existierenden Fördermöglichkeiten eine verlässliche Perspektive bieten kann, ihren Weg zum Traumberuf am und für Patienten anzutreten.“ 

Der „Masterplan Medizinstudium 2020“ sieht Veränderungen bei der Studienstruktur und den Ausbildungsinhalten vor. Die Lehre wird an der Vermittlung arztbezogener Fähigkeiten ausgerichtet. Dabei gilt das besondere Augenmerk dem Arzt-Patienten-Gespräch, das maßgeblich die Arzt-Patienten-Beziehung, den Behandlungserfolg und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten beeinflusst. Die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten wird weiter gestärkt. So erhalten Studierende das Rüstzeug für lebenslanges Lernen, um die Fülle immer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über ihr Berufsleben hinweg in der Praxis einsetzen zu können.

Mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ wird angestrebt, dass die angehenden Ärztinnen und Ärzte neben den bisher im Mittelpunkt der Ausbildung stehenden hochspezialisierten Fällen an den Universitätskliniken auch ganz alltägliche Erkrankungen in der ambulanten und stationären Praxis kennenlernen. Dazu wird z.B. festgeschrieben, dass Studierende während des Praktischen Jahrs ein Quartal in der ambulanten Versorgung verbringen. Die Allgemeinmedizin wird in der Ausbildung weiter gestärkt. Beispielsweise werden allgemeinmedizinische Inhalte künftig in der Lehre möglichst ab dem ersten Semester über das gesamte Studium hinweg vermittelt und im Staatsexamen wird auch Allgemeinmedizin geprüft.

Auch die Zulassung wird zeitgemäß weiterentwickelt. Diese soll verstärkt auf die heutigen und zukünftigen Anforderungen an ärztliche Tätigkeiten ausgerichtet werden. Soziale, kommunikative Kompetenzen und eine besondere Motivation für das Medizinstudium werden stärker gewichtet.

Als weiterer Anreiz für eine Niederlassung im ländlichen Raum wird den Ländern die Einführung einer so genannten Landarztquote ermöglicht. Die Länder können danach bis zu 10 Prozent der Medizinstudienplätze vorab an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums und der fachärztlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für bis zu zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten bzw. durch Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen tätig zu sein. Zudem sollen Studierende besser über die Möglichkeiten informiert werden, ganze Ausbildungsabschnitte im ländlichen Raum abzuleisten und über die finanzielle Förderung dafür. Dies ergänzt die Maßnahmen, die mit dem Versorgungsstärkungsgesetz bereits auf den Weg gebracht wurden, wie z.B. gezielte finanzielle Anreize, die Kassenärztliche Vereinigungen über Strukturfonds zur Niederlassung im ländlichen Raum setzen können.

Mit der Verabschiedung des Masterplans wird eine Expertenkommission unter der Leitung von Frau Prof. Monika Harms, Generalbundesanwältin a.D., eingesetzt, die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die Studienplatzsituation und die Kosten untersucht und innerhalb eines Jahres einen Vorschlag zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte erarbeiten wird.

Die Aktivitäten einzelner Länder, zusätzlich zu den Maßnahmen des Masterplans an ausgewählten Hochschulen neue oder zusätzliche Studienplätze für Studienanfängerinnen und -anfänger der Humanmedizin zu schaffen, werden ausdrücklich begrüßt.


Torsten Heil
Pressesprecher / Press Officer
Leiter der Pressestelle

Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressestelle
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10117 Berlin

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HRK befragt Hochschulen zur Integration von Geflüchteten: Deutliche Erfolge und neue Herausforderungen

Geflüchtete sind in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt an den deutschen Hochschulen angekommen. Laut einer Befragung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sind derzeit 1.140 Geflüchtete in einem Fachstudium immatrikuliert. Das sind fünf Mal so viel wie noch vor einem halben Jahr. Fast 24.000 Einzelberatungen meldeten die Hochschulen für das auslaufende Wintersemester – mehr als doppelt so viele wie ein Semester zuvor.
Die Hochschulen engagieren sich intensiv für die akademische Integration von Geflüchteten, insbesondere über Maßnahmen zur sprachlichen und fachlichen Studienvorbereitung. Mit finanzieller Unterstützung durch Bund und Länder halten sie spezielle Vorbereitungsprogramme für interessierte und studierfähige Flüchtlinge vor. Dass diese Maßnahmen greifen, zeigen die Zahlen aus der inzwischen dritten HRK-Befragung ihrer Mitgliedshochschulen zum Stand der akademischen Integration geflüchteter Studieninteressierter und Studierender.
Nicht nur die Zahl der regulär Immatrikulierten ist dabei ein deutliches Indiz. Rund 5.700 Geflüchtete sind im noch laufenden Wintersemester 2016/17 in unmittelbar studienvorbereitenden Sprach- und Fachkursen registriert – rund 80 Prozent mehr als im vorangegangenen Sommersemester. Fast 70 Prozent dieser Gruppe strebt ein Bachelorstudium an, knapp 20 Prozent ein Masterstudium. Etwa zwei Drittel der studieninteressierten und studierenden Geflüchteten stammen aus Syrien, des Weiteren kommen größere Gruppen aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak.
HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler heute in Berlin: „Mit dem deutlichen Anstieg der Immatrikulierten gewinnt nun der Ausbau von zusätzlichen Begleitprogrammen während des Studiums an Bedeutung. Das ist ebenso wichtig für den Studienerfolg wie die fachliche und soziale Beratung im Vorfeld des Studiums und ebenso personal- und zeitintensiv.“ 
Und eine weitere Aufgabe rückt verstärkt in den Blickpunkt: Laut einer Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom November 2016 verfügen etwa 13 Prozent der Geflüchteten bereits über einen Hochschulabschluss. Horst Hippler: „Es ist davon auszugehen, dass die Abschlüsse aus den Herkunftsländern nicht automatisch für den deutschen Arbeitsmarkt qualifizieren. Da sind die Hochschulen – wie auch weitere Akteure der Bildungs- und Arbeitgeberseite – gefordert, passende Weiterqualifizierungsangebote bereitzustellen.“

Zur methodischen Einordnung: Bei den HRK-Befragungen handelt es sich nicht um statistische Erhebungen, da der Flüchtlingsstatus an den Hochschulen nicht automatisch erhoben wird. Die Datengrundlagen sind heterogen und beruhen zum Teil auf Schätzungen. Der Rücklauf der befragten Mitgliedshochschulen lag bei 59 Prozent (157 Hochschulen).


Stefanie Schulte-Austum
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
German Rectors´ Conference
Ahrstraße 39
53175 Bonn

Tel.: +49 (0)228 887-153
Fax: +49 (0)228 887-280
E-Mail: schulte@hrk.de


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Präzisierung der Beschreibung von Hochschulabschlüssen: Neuer Qualifikationsrahmen von KMK und HRK


Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat der Weiterentwicklung des erstmals 2005 veröffentlichten „Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse“ (HQR) zugestimmt, der im Zusammenwirken mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erarbeitet wurde. Der HQR ist integraler Bestandteil des Deutschen Qualifikationsrahmens und entspricht dessen Niveaustufen 6, 7 und 8.

Die Weiterentwicklung war von der HRK initiiert und vorbereitet worden, weil sich nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Zuordnung von beruflichen Qualifikationen zum bereichsübergreifenden „Deutschen Qualifikationsrahmen“ (DQR) gezeigt hat, dass der HQR von 2005 die Spezifika der Hochschulbildung nicht deutlich genug abbildete. Die Verabschiedung in der Kultusministerkonferenz erfolgte in Abstimmung mit dem BMBF und unter Einbindung der Stakeholder des Bologna-Prozesses.

Der Deutsche Qualifikationsrahmen ist ein Transparenzinstrument und dient der besseren nationalen und internationalen Vergleichbarkeit der angebotenen Studien- und Ausbildungsgänge. Der HQR bietet Informationen für Studieninteressierte und Arbeitgeber, unterstützt die Evaluation und Akkreditierung und erleichtert die Curriculumentwicklung. Er beschreibt in allgemeiner Form, was Absolventinnen und Absolventen auf der Ebene des Bachelors, des Masters oder der Promotion wissen, verstehen und können sollten. Zentrale Kategorien sind dabei einerseits die Fähigkeit zu reflexivem und innovativem Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, andererseits die Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden anzuwenden und dadurch neues Wissen zu erzeugen. Zudem wird zwischen reflexiver Wissensanwendung (unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse) und kritischer Wissensgenerierung (mit wissenschaftlichen Methoden) unterschieden.

Aus der Zuordnung von Abschlüssen zu den Niveaustufen folgen keine Berechtigungen. Diese ergeben sich aus landes- und bundesrechtlichen Regelungen.

Hilfreich für die Gestaltung von Studiengängen wäre die Formulierung von fachspezifischen „Übersetzungen“ des HQR in so genannte Fachqualifikationsrahmen. Die HRK wird die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Hochschulen bzw. Fakultäten- und Fachbereichstage bei dieser Arbeit unterstützen.

Der Qualifikationsrahmen ist auf den Internetseiten von HRK und KMK abrufbar.

Stefanie Schulte-Austum
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
German Rectors´ Conference
Ahrstraße 39
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Freitag, 31. März 2017

Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands für Senta Berger: Weltstar mit gesellschaftspolitischem Engagement

(Marl) Zum Abschluss der 53. Grimme-Preisverleihung, die heute im Marler Stadttheater mit 700 Gästen gefeiert wurde, erhielt die Schauspielerin und Produzentin Senta Berger die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV).

Die gebürtige Wienerin, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Filmjubiläum feiert, „beherrscht in herausragender Weise das leichte wie das ernste Spiel“, heißt es in der Begründung des Preisstifters. Sie biete „eine Genrevielfalt, die ihresgleichen sucht, und das in über 100 deutschsprachigen wie internationalen Serien-, Kino- und Fernsehproduktionen.“

Die Präsidentin des DVV, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, würdigte die Preisträgerin in ihrer Laudatio als Charakterdarstellerin. Mit großer Authentizität verkörpere sie starke Frauen. „Senta Berger hat im Film und in der Wirklichkeit immer wieder verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass jede und jeder Einzelne Haltung zeigt. Der Deutsche Volkshochschul-Verband ehrt mit ihr eine Persönlichkeit von besonderer Integrität. In ihrem Wirken geht es um Emanzipation, Aufklärung und Mitbestimmung.“

Die Besondere Ehrung im Rahmen des Grimme-Preises wird vom DVV, dem Stifter der Fernsehauszeichnung, verliehen. Mit ihr werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um das Fernsehen verdient gemacht haben.


Weitere Informationen:

Kontakt:
Lucia Eskes
Referat Grimme-Preis
Telefon: 02365 9189-21


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Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015