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Sonntag, 2. Juni 2013

"Jugend forscht-Schule 2013": Am 2. Juni 2013 überreicht der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh in Leverkusen den Sonderpreis

Hochbegabungspresse

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, hat die Bedeutung des Wettbewerbs  „Jugend forscht“ für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Deutschland hervorgehoben. Es sei von besonderem Interesse, die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen junger Menschen anzuerkennen und ihre weitere Entwicklung voranzubringen. „Der Wettbewerb leistet dazu einen unschätzbaren Beitrag“, so der KMK-Präsident.

„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb, der von der Kultusministerkonferenz seit 2007 gefördert wird. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Den mit 3.142 Euro – analog der Zahl Pi – dotierten Sonderpreis verleiht die Kultusministerkonferenz seit 2007. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 2. Juni 2013 in Leverkusen statt.

„Auch Genies und wichtige Führungskräfte haben klein angefangen“, betonte Stephan Dorgerloh. „Apple ist in einer Garage entstanden, die Samwer-Brüder haben aus zündenden Ideen erfolgreiche Internetunternehmen aufgebaut. Ich bewundere unsere Schülerinnen und Schüler, die neben dem alltäglichen Unterricht Kreativität, Zeit und Energie für hervorragende Ideen aufbringen.“ Ihm sei es deshalb besonders wichtig, auch das Engagement von Schulen und Lehrkräften zu würdigen und zu stärken, die diese jungen Talente gezielt und engagiert fördern.

Seit Gründung haben sich mehr als 200.000 Jugendliche beteiligt. Neun von zehn erfolgreichen Teilnehmern studieren später ein Fach im MINT-Bereich. Viele sind anschließend als Wissenschaftler an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen oder als Führungskräfte in Unternehmen tätig.

Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 100 Wettbewerbe. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. „Deine Idee lässt Dich nicht mehr los?“ ist das Motto des diesjährigen Wettbewerbs. Den Gewinnern winken attraktive Geld- und Sachpreise.
Mehr Informationen zum Wettbewerb unter http://www.jugend-forscht.de.


Sylvia Schill
Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Sekretariat der Kultusministerkonferenz Berliner Büro Taubenstraße 10
10117 Berlin

Tel. (030) 25 41 84 01
Fax: (030) 25 41 84 52
mobil: (0151) 16 25 21 04

Mittwoch, 8. Mai 2013

Forscher tüfteln an der Rückgewinnung von Wertstoffen


In Mobiltelefonen und anderen Hightech-Produkten 
stecken viele wichtige mineralische und metallhaltige Rohstoffe. 
Bild: HZDR / Büro Quer




Hochbegabungspresse


Forscher tüfteln an der Rückgewinnung von Wertstoffen Erste Ergebnisse der r³-Forschung in Freiberg präsentiert

Mehr als 200 Experten diskutierten auf der Kickoff-Veranstaltung der Fördermaßnahme „r³ - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Strategische Metalle und Mineralien“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am 17. und 18. April in Freiberg über Möglichkeiten der Rückgewinnung, Einsparung und des Ersatzes von wirtschaftsstrategischen metallischen Rohstoffen. Neue Technologie- und Produktionsverfahren sollen zukünftig die Versorgung mit solchen Rohstoffen sichern.

+ Recycling von Elektronikaltgeräten
Die Rückgewinnung von metallischen Rohstoffen aus ausgedienten Produkten ist nicht ganz so einfach: Seltene Metalle sind häufig sehr versteckt in High-Tech-Produkten eingebaut und so kombiniert, dass sie sich nur mit hohem Aufwand trennen lassen. „Wir müssen den Aufbau von Produkten und den Einsatz von Metallen besser verstehen und beschreiben um das Recycling zu verbessern.“ Das empfiehlt das r³-Verbundprojekt „UPgrade“ unter der Leitung der Technischen Universität Berlin als ein Zwischenergebnis der bisherigen Arbeiten. Die Berliner Professorin Vera Rotter zeigte für acht Metalle, welche Probleme und Fragen sich beim Recycling der von ihr untersuchten Elektronikaltgeräte stellen. Neben Gallium und Germanium aus Mikrochips und Indium aus Flachbildschirmen konzentriert sich das Projekt „UPgrade“ auf Seltene Erden, Tantal, Kobalt, Zinn und Antimon. Im Ergebnis soll ein Wertstoffkataster für verschiedene Produkte erstellt  werden. Mit Praxispartnern werden neue Anreicherungsverfahren entwickelt und getestet, die auf bislang nur unzureichend rückgewonnene Metalle zielen. Mit diesen Ergebnissen soll dann gemeinsam mit Herstellern von Elektronikaltgeräten diskutiert werden, wie Produkte für ein sinnvolles und effizientes Recycling letztendlich „designt“ werden müssen (Stichwort „Design for Recycling“).

+ Ersatz für Indium
Da Deutschland für Indium zu 70 % auf Importe aus China angewiesen ist und die Preise stetig ansteigen, sucht das r³-Verbundprojekt SubITO unter Leitung von Dr. Holger Althues vom Fraunhofer Institut für
Werkstoff- und Strahltechnik IWS nach alternativen Rohstoffen und Verfahren zur Herstellung leitfähiger Schichten für Touchscreens, Flachbildschirme oder Photovoltaikzellen. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich mit Zinnoxid ähnlich gute leitfähige Eigenschaften erzeugen lassen und zudem erhebliche Kosten eingespart werden können; Indium ist derzeit 38-mal teurer als Zinn.

+ Wertstoffe in alten Bergbauhalden
Metallische Rohstoffe finden sich aber auch in Bergbau- und Hüttenhalden über ganz Deutschland verteilt. Das r³-Haldencluster präsentierte erste Ergebnisse von insgesamt drei Verbundprojekten, die deutschlandweit diese Halden auf ihren Gehalt an Wertstoffen untersuchen. „Dort lagern erhebliche Mengen an strategisch wichtigen Metallen wie Indium, Lithium, Germanium und Gallium“, so Prof. Jens Gutzmer, Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und Koordinator des r³-Haldenclusters. Erste Proben von Bergbau- und Hüttenhalden werden derzeit auf den Gehalt an Wertstoffen untersucht, dann soll an den Methoden zur Gewinnung gearbeitet werden. Das r³-Haldencluster will letztendlich ein Ressourcenkataster für Deutschland erstellen: Auf einen Klick sieht man dann, wo sich welche Wertstoffe in Deutschland aus Halden gewinnen lassen.

+ Wertvolle Asche aus der Hausmüllverbrennung
Aber auch Rostaschen aus der Hausmüllverbrennung bergen ebenfalls einen potenziellen Schatz von Wertmetallen, wie das r³-Verbundprojekt ATR unter Leitung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung genauer untersuchen wird. Erste Verfahren zur Rückgewinnung von Zink, Kupfer, Blei und anderen Metallen aus Aschen und Schlacken wurden bereits getestet. In einer Pilotanlage auf der Deponie Damsdorf/Tensfeld nordöstlich von Hamburg sollen die Aschen so aufbereitet werden, dass die Metalle später mit diesen Verfahren gezielt angereichert werden können.

+ Hintergrund: Die BMBF-Fördermaßnahme r3
Unter der BMBF-Fördermaßnahme „r³ - Strategische Metalle und Mineralien“ laufen seit Mitte 2012 insgesamt 28 Verbundforschungsvorhaben zum Recycling und Ersatz von Wertstoffen sowie der Gewinnung von Metallen aus alten Bergbau- und Hüttenhalden. Dabei stehen Technologieentwicklungen ebenso im Fokus wie die Bewertung der erzielten Ressourceneffizienz. Das HIF veranstaltete das Kickoff-Treffen am 17.
und 18. April 2013. Das Institut ist Koordinator des Integrations- und Transferprojekts zur r³-Fördermaßnahme, das neben öffentlichkeitswirksamen Arbeiten auch die Bewertung und den Transfer der r³-Ergebnisse zur Aufgabe hat.

Das BMBF fördert in der r³-Fördermaßnahme die Forschung zur nachhaltigen Nutzung und Sicherung der Rohstoffbasis bei wirtschaftsstrategischen Technologiemetallen und Industriemineralien für Hightech-Anwendungen mit rund 30 Millionen Euro. Für zukünftige Forschung beabsichtigt das BMBF im Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ insgesamt bis zu 200 Millionen Euro für die nächsten fünf bis zehn Jahre zur Verfügung zu stellen. In Umsetzung des neuen FuE-Programms wurde bereits eine erste Förderbekanntmachung mit Fokus auf die Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich auf dem Gebiet der wirtschaftsstrategischen Rohstoffe veröffentlicht. Die Einreichungsfrist ist abgeschlossen, das Auswahlverfahren für die zu fördernden Projekte läuft. Weitere Fördermaßnahmen des BMBF in Umsetzung des Programms sind in Vorbereitung.

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Die Presseinformation ist im Internet zu finden unter:


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Weitere Informationen:

Zur BMBF-Fördermaßnahme r3 – Strategische Metalle und Mineralien Dr. Anke Dürkoop Koordination INTRA r3+ - Integration und Transfer zu r³ Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
Tel.: 0351 260 4405

Zum Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie Anja Weigl Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Tel.: 0351 260 2452

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Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) hat das Ziel, innovative Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen und zu nutzen sowie umweltfreundlich zu recyceln. Es wurde am 29. August
2011 gegründet, gehört zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und wird in enger Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg aufgebaut.

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Gesundheit, Energie und Materie und betreibt dazu fünf Großgeräte mit teils einmaligen Experimentiermöglichkeiten, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen. Es hat vier Standorte in Dresden, Leipzig, Freiberg und Grenoble und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter, davon ca.
450 Wissenschaftler inklusive 160 Doktoranden.

An der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen, der deutschen Ressourcenuniversität, wird entlang der Wertschöpfungskette in den vier Themengebieten Geo, Material, Energie und Umwelt für eine nachhaltige
Stoff- und Energiewirtschaft gelehrt und geforscht.

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Mit freundlichen Grüßen
Anja Weigl

_ Kommunikation und Medien
Tel.: +49 (0) 351 260-2452
Fax: +49 (0) 351 260-2700
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Bautzner Landstr. 400 | 01328 Dresden

Vorstand: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Sauerbrey | 
Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Joehnk | VR 1693 beim Amtsgericht Dresden

_Besuchen Sie uns unter www.facebook.com/Helmholtz.Dresden und www.youtube.com/user/FZDresden Faszination Forschung – der HZDR-Imagefilm unter www.hzdr.de/image

„Leibniz im Bundestag“ - Wissenschaftler führen 125 Einzelgespräche mit Bundestagsabgeordneten



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Am 14. und 15. Mai bekommen mehr als 70 Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen Besuch aus der Wissenschaft: Sie nehmen das Angebot zum persönlichen Gespräch mit Forschern aus den Instituten der Leibniz-Gemeinschaft wahr. 125 Termine sind verabredet worden, über 150 Themen hatten die Wissenschaftler angeboten. Bereits zum sechsten Mal findet diese Veranstaltung der Leibniz-Gemeinschaft für die Abgeordneten des Deutschen Bundestags statt.

Wolfgang Thierse von der SPD trifft sich mit Prof. Dr. Eckhardt Fuchs vom Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung, um Fragen bezüglich der internationalen Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Schulunterricht zu besprechen.

Die aktuelle Situation in Syrien und ihre regionalen Auswirkungen werden in dem Gespräch zwischen Ruprecht Polenz von der CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, mit Dr. Stephan Rosiny vom German Institute of Global and Area Studies behandelt werden.

Die Bildungspolitischen Herausforderungen und Perspektiven für die Alphabetisierung und Grundbildung von Erwachsenen in Deutschland stehen im Mittelpunkt des Gesprächs von Monika Tröster vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen und  Rosemarie Hein, Die Linke.

Umweltthemen sind in diesem Jahr gleich mehrfach vertreten. So wird es in den Treffen von Undine Kurth, Mitglied der Grünen, um Biodiversität und den Stand von naturkundlichen Forschungsmuseen gehen. Dazu trifft sie sich mit dem Direktor des Museums für Naturkunde, Prof. Johannes Vogel und Dr. Johannes Ohl vom Forschungsbereich „Entdeckung der Biodiversität“ des Museums.
Das Thema der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt wird immer wieder verhandelt. Über den „Gender Pay Gap“ und Frauen in Führungspositionen unterhalten sich Gisela Piltz von der FDP und Dr. Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Gespräche sind für jeweils 45 Minuten geplant.


Für Rückfragen zu Leibniz im Bundestag:

Axel Rückemann
Tel.: 030 / 20 60 49 – 46
Mobil: 0162 / 132 86 56

Bei Interesse an einer Begleitung der Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und stellen den direkten Kontakt zu Wissenschaftlern und Abgeordneten her.


Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther                                              Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42                                   Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0173 / 513 56 69                                     Mobil: 0174 / 310 81 74


Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaft-liche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der WissenschaftsCampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.


Zum DOK.fest-Start für das DOK.lab anmelden!



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Liebe Freunde und Kollegen:

ganz München steht ab heute im Zeichen des Dokumentarfilms, denn heute abend wird in der Hochschule für Fernsehen und Film das Internationale Dokumentarfilmfestival DOK.fest eröffnet. Bis zum 15. Mai zeigt das Festival an unterschiedlichen Spielorten quer durch die Stadt die 131 besten und wichtigsten Dokumentarfilme der jüngsten Zeit. Natürlich gibt es dieses Jahr wieder hochkarätige Reihen mit Preisen, unter anderem den internationalen Wettbewerb DOK.international und den deutschsprachigen Wettbewerb DOK.deutsch. Viele Regisseurinnen und Regisseure aus der ganzen Welt sind zu Gast, präsentieren selbst ihre Werke und stellen sich den Fragen des Publikums. Die Fachwelt trifft sich im Rahmen der Medien- und Branchenplattform DOK.forum. Das DOK.fest erwartet wieder bis zu 20.000 Besucher zum bundesweit größten Festival für den abendfüllenden Dokumentarfilm. Informationen zu Filmen, Spielorten und vielem mehr finden sich online unter http://www.dokfest-muenchen.de

Die Münchner Filmwerkstatt veröffentlicht zu diesem Anlaß endlich die Ausschreibung für das lange geplante Dokumentarfilmlabor DOK.lab:
Dokumentarfilmmacher mit einem Projekt in Entwicklung, Finanzierung, Dreh oder Postproduktion können sich bis zum 30. Juni 2013 für das DOK.lab bewerben, in dem acht ausgewählte Teilnehmer dann Gelegenheit erhalten, ihr aktuelles Dokumentarfilmprojekt unter professioneller Anleitung des vielfach preisgekrönten Dokumentarfilmregisseurs und -produzenten Jens Schanze voranzutreiben. Die acht Filme in unterschiedlichen Produktionsstadien werden über sechs gemeinsame Wochenenden zwischen September 2013 und April 2014 in der film.coop in München jeweils auf die nächste Stufe gehoben, die Abschlußpräsentation findet während des DOK.fest München 2014 statt.

Sie haben eine großartige Idee für einen Dokumentarfilm und möchten ein Konzept zur dramaturgischen Umsetzung entwickeln? Sie wissen schon, wie Sie den Film umsetzen wollen und benötigen eine Kalkulation und einen Plan zur Finanzierung? Sie haben schon gedreht und möchten das Material jetzt zu einem Film montieren? Ob Ihr Filmprojekt nun für's Kino, für's Fernsehen oder für beides gedacht ist – gemeinsam gilt es herauszufinden, welches der bestmögliche Weg ist, der zur Realisierung Ihres Films führt. Dabei wird durch das Bewerbungsverfahren und die Auswahl der Projekte sichergestellt, daß die Teilnehmer sich auch gegenseitig beraten und helfen können. Da sich die ausgewählten Projekte aller Voraussicht nach in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden, werden die Teilnehmer auch auf diese Weise gegenseitig von den Erfahrungen profitieren. Ein durchaus beabsichtigter Effekt der Werkstatt ist weiterhin, durch die regelmäßigen Termine den manchmal notwendigen Druck zu erzeugen, der hilft, ein Projekt wirklich voranzutreiben. Vollständige Informationen zum DOK.lab, zu Terminen, Kosten und vielem mehr finden sich online unter http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/weiterbildung/werkstaetten/dok-lab

Beste Grüße aus der Münchner Filmwerkstatt, Martin Blankemeyer.


Münchner Filmwerkstatt e.V.
Postfach 860 525
81632 München
Tel. 089 / 20 333 712
Fax 089 / 20 333 714

Die Münchner Filmwerkstatt ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein zur Förderung der Münchner Independent-Film-Szene und bietet Weiterbildung z.B. in Form von Webinaren, Wochenendseminaren und längerfristigen Lehrgängen und produziert oder unterstützt auch selbst kurze und lange Filme. Im Münchner Westend betreiben wir die film.coop, ein Kino mit integriertem Ausbildungsstudio und Seminarräumen. Höhepunkt unseres Jahres ist das KALIBER35 Munich International Short Film Festival, das immer gegen Ende Juni im Vorfeld des Filmfest München stattfindet.
Hier zeigen wir im Internationalen Wettbewerb die 35 spannendsten Kurzfilme des vergangenen Jahres aus aller Welt und veranstalten den KURZ&KNAPP Kinosportcup, bei dem die Teilnehmer 35 Stunden Zeit haben, um selbst eigene Kurzfilme zu drehen. Wer die Münchner Filmwerkstatt persönlich kennenlernen will, hat dazu immer am 15. jeden Monats ab 20 Uhr in der film.coop Gelegenheit – dann findet dort der monatliche Jour fixe statt!

Fettstoffwechsel aus dem Gleichgewicht: Nachwuchswissenschaftlerin im Deutschen Krebsforschungszentrum mehrfach ausgezeichnet


Dr. Maria Rohm

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8. Mai 2013 (CK/Sel)

Die Molekularbiologin Dr. Maria Rohm erforscht den Fettabbau im menschlichen Körper und hat dafür gleich zwei hochkarätige Auszeichnungen erhalten: den mit 10.000 Euro dotierten Novartis-Preis „Junge Endokrinologie“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und den mit 7.500 Euro prämierten Förderpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft, gestiftet von Sanofi-Aventis Deutschland. Maria Rohm untersucht im Deutschen Krebsforschungszentrum die molekularen Grundlagen eines aus dem Gleichgewicht geratenen Fettstoffwechsels.

Ein funktionierender Fettstoffwechsel sorgt dafür, dass der Körper überschüssige Nährstoffe umwandelt und zumeist als Lipide in den Fettzellen speichert. Die Lipide dienen dem Körper als Energiereserve. Benötigt der Organismus mehr Energie als er über die Nahrung aufnehmen kann, baut er die Reserven wieder ab, um Organe und Muskeln mit Energie zu versorgen. Ist dieser Fettstoffwechsel gestört, kann das die Ursache für viele Krankheiten wie Übergewicht, Adipositas und Diabetes sein.

Ein zentrales Element im Fettstoffwechsel ist TBLR1. Das Schaltermolekül fördert den Fettabbau. In ihrer Doktorarbeit untersuchte Maria Rohm speziell gezüchtete Mäuse, deren Fettzellen kein TBLR1 bilden konnten. Sie entdeckte, dass die Mäuse ohne das Molekül tatsächlich Übergewicht und Diabetes entwickelten. Weiterhin untersuchte sie das Fettgewebe von normal- und übergewichtigen Personen. Dabei fand sie heraus, dass es bei Übergewichtigen weniger TBLR1 enthielt als bei Normalgewichtigen. „Das bestärkt unsere Vermutung, dass ein Mangel an TBLR1 auch beim Menschen zu Übergewicht führt“, sagt Maria Rohm. „Da Übergewicht das Krebsrisiko erhöht, wollen wir jetzt testen, inwieweit sich ein TBLR1-Mangel auf das Tumorwachstum bei Mäusen auswirkt.“

Der Novartis-Preis „Junge Endokrinologie“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie ehrt jährlich junge Wissenschaftler für ihre hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Hormonforschung. Die Preisverleihung fand bereits am 14. März 2013 in Düsseldorf statt. Der Förderpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft prämiert hervorragende Dissertationen im Bereich der Diabetologie. Er wird von Sanofi-Aventis Deutschland gestiftet und ist größtenteils für einen auswärtigen Forschungsaufenthalt bestimmt. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr am 9. Mai in Leipzig verliehen.


Ein Bild von Maria Rohm steht im Internet zur Verfügung unter:

(Quelle: privat)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Diese Pressemitteilung ist abrufbar unter www.dkfz.de/pressemitteilungen

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280 D-69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
D-69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968

„Hamburg und Bonn sind verlockender als Harvard oder Cambridge“


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Forschungsministerin Wanka und Präsident der Humboldt-Stiftung Schwarz verleihen in Berlin die Alexander von Humboldt-Professuren

Sieben Spitzenwissenschaftler wurden am Mittwochabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet, der Alexander von Humboldt-Professur. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, überreichten den Preis während einer Festveranstaltung in Berlin. Die Preisträger wurden von deutschen Hochschulen - Bonn (zweimal), Erlangen-Nürnberg, Hamburg, Leipzig, Mainz und München (LMU) - nominiert und werden nun in Deutschland forschen. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.
„Hamburg und Bonn sind für unsere Preisträger verlockender als Harvard oder Cambridge. Die Alexander von Humboldt-Professoren kommen von Top-Adressen aus dem Ausland nach Deutschland, darunter allein fünf von hoch renommierten Orten aus den USA. Das zeigt, unsere Idee funktioniert: Mit der Humboldt-Professur können deutsche Universitäten mehr als mithalten im Wettbewerb um die besten Wissenschaftler. Die Forschungsbedingungen in Deutschland sind international so attraktiv wie noch nie“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz.
„Mit der Alexander von Humboldt-Professur verbinden wir mehrere Ziele: Wir wollen international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten in Deutschland holen und wir wollen sie auch in unserem Land halten“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Die Humboldt-Professur ist zudem eines der zentralen Instrumente, die den Forschungsdialog und die Forschungskooperation über nationale Grenzen hinweg optimieren und verstetigen sollen. Wir brauchen ein noch stärkeres Miteinander, um den großen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft wirkungsvoll begegnen zu können.“
Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Das Preisgeld von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Im Jahr 2012 wurden insgesamt zehn Preisträger ausgewählt. Davon haben die sieben am Mittwoch Ausgezeichneten erfolgreich die Berufungsverhandlungen abgeschlossen, eine Verhandlung läuft noch, in zwei Fällen waren die Verhandlungen nicht erfolgreich.
Weitere Informationen über die ausgewählten Preisträger erhalten Sie hier: http://www.humboldt-foundation.de/web/ahp-2013.html

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern - unter ihnen 49 Nobelpreisträger.

Pressekontakt

Sandra Schulmeister
Barbara Wieners-Horst
Tel: 
+49 228 833-144/257
Fax: 
+49 228 833-441
E-Mail: presse@avh.de
Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258

Presseportal im Internet

Ankündigung: Global Research Council, 27. – 29. Mai 2013 Wissenschaftsförderer aus aller Welt treffen sich in Berlin



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8. Mai 2013

Spitzen von 70 Organisationen beraten über Open Access und Gute wissenschaftliche Praxis / DFG und brasilianischer Forschungsrat CNPq als Gastgeber / Pressekonferenz am 29. Mai

Vom 27. bis 29. Mai 2013 findet in Berlin das bislang größte Treffen von Forschungsförderorganisationen und Forschungsorganisationen aus aller Welt statt. Spitzenvertreterinnen und -vertreter von rund 70 Organisationen sowie zahlreiche hochrangige Repräsentanten aus Wissenschaft, Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsverwaltung kommen zum zweiten Jahrestreffen des Global Research Council (GRC) zusammen. Gastgeber sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der brasilianische Nationale Forschungsrat (CNPq).

Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens steht die Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers zu Grundsätzen Guter wissenschaftlicher Praxis sowie eines Aktionsplanes mit Vorschlägen für die abgestimmte Umsetzung des freien Zugangs (Open Access) zu wissenschaftlichen Publikationen. Beide Dokumente wurden in den vergangenen Monaten in einer Reihe von weltweiten Regionalkonferenzen und von einem international besetzten Steering Committee vorbereitet. Außerdem sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Satzung des GRC beschließen.

Die Ergebnisse des Treffens und die verabschiedeten Dokumente werden am 29. Mai 2013 in einer Pressekonferenz in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt.

„Die Deutsche Forschungsgemeinschaft freut sich sehr, dass wir gemeinsam mit unserer brasilianischen Partnerorganisation die Welt der Forschung und ihrer organisierten Förderung begrüßen können“, unterstreicht DFG-Präsident Professor Peter Strohschneider mit Blick auf das Berliner Treffen. „Die außerordentlich erfreuliche Teilnahme so vieler Spitzenrepräsentanten ehrt uns und zeigt, wie groß das Interesse ist, sich über geografische, politische und fachliche Grenzen hinweg über Fragen der Wissenschaftsentwicklung und des Förderhandelns auszutauschen.“ Indem sie sich übergreifend über die Standards und die Unabhängigkeit von Wissenschaftsförderung verständigten, nähmen die beteiligten Organisationen eine globale Verantwortung für die Weiterentwicklung der Wissenschaft und der Wissenschaftssysteme wahr, so Strohschneider weiter. „Dabei möchte die DFG durchaus werben für unser eigenes Anspruchsniveau und für die allein an wissenschaftlichen Qualitätskriterien orientierte und von Durchgriffen seitens der Politik, der Wirtschaft oder anderer freigehaltene Form, in der wir in Deutschland Forschung fördern.“

Der GRC ist ein freiwilliger, informeller Zusammenschluss der Spitzen von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen (Heads of Research Councils) aus der ganzen Welt. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Gros des globalen Forschungspotenzials zu repräsentieren und internationale Kooperation in der Wissenschaft ebenso wie zwischen Forschungs- und Förderorganisationen zu stärken. Durch regelmäßige Treffen in den verschiedenen Weltregionen und das Jahrestreffen wie nun in Berlin will der GRC die Möglichkeit bieten, weltweit interessierende Fragen der Forschung und ihrer Förderung zu erörtern und die Ergebnisse in gemeinsame Empfehlungen und Standards einfließen zu lassen. Dies soll nicht zuletzt neuen oder sich gerade entwickelnden Forschungs- und Förderorganisationen und -systemen Unterstützung beim Aufbau ihrer Strukturen und Verfahren anbieten.

Der GRC wurde im Mai 2012 im Rahmen des „Global Summit on Merit Review“ in Washington, DC, gegründet. Auf Einladung der amerikanischen National Science Foundation (NSF) kamen 47 Spitzen von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen aus 44 Ländern zusammen und verabschiedeten ein erstes gemeinsames Papier, das sich mit den Standards des Merit Review befasst und zuvor im Rahmen von fünf Regionalkonferenzen vorbereitet worden war. Maßgeblich beteiligt an der Gründung waren der kürzlich aus dem Amt geschiedene NSF-Direktor Dr. Subra Suresh und der damalige DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner, die beide auch am diesjährigen Treffen in Berlin teilnehmen werden.



Weiterführende Informationen und Medienhinweise

Medienkontakt:
Marco Finetti, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2230, Marco.Finetti@dfg.de

Zusätzlicher Kontakt für internationale Medien:
Dr. Paulo Sérgio Lacerda Beirão, CNPq, Tel. +55 61 3211-9933, beirao@cnpq.br
Dana Topousis, National Science Foundation NSF, Tel. +1 703 292 7750, dtopousi@nsf.gov

Die Pressekonferenz zum Abschluss des GRC findet am Mittwoch, 29. Mai 2013, 12 Uhr, in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Gendarmenmarkt – Jägerstraße 22/23, 10017 Berlin, statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich bei Cornelia.Lossau@dfg.de oder unter Tel. +49 30 206121-4328.

Die Pressekonferenz wird per Live-Streaming unter www.dfg.de auch im Internet übertragen und bietet zudem Medienvertretern die Möglichkeit, per Mail Fragen an die Teilnehmer zu stellen. Nähere Informationen hierzu folgen in Kürze unter: www.dfg.de/grc2013

Die Sitzungen des GRC sind nicht öffentlich. Ein Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Impressionen aus einer Abendveranstaltung mit unter anderem Bundesforschungsministerin Professor Johanna Wanka sind jedoch ebenso wie die verabschiedeten Dokumente mit Beginn der abschließenden Pressekonferenz downloadbar unter: www.dfg.de und www.globalresearchcouncil.org

Ausführliche Informationen zum GRC sowie zum Annual Meeting in Berlin finden sich unter:
sowie im Internet-Angebot der DFG unter:

Fachlicher Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Rainer Gruhlich, Internationale Zusammenarbeit, Tel. +49 228 885-2388, Rainer.Gruhlich@dfg.de

BestMINT-Projektbesuch an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg / Wissenschaftsminister Heubisch: „Wir müssen Zahl der Studienabbrecher weiter senken“



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8. Mai 2013

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und der Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof. Dr. Alfred Forchel, haben heute anlässlich eines Projektbesuchs über ihre Erfahrungen mit der Initiative „Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen“ mit Dozenten und Studierenden gesprochen und diskutiert. Heubisch betont: „Vor einem Jahr haben wir die Initiative mit großen Erwartungen gestartet. Der Wunschzettel beim Start war lang: Die bayerische Wirtschaft benötigt einen steten Zuwachs an gut ausgebildeten und praxistauglichen Fach- und Führungskräften. Die Studierenden wünschten sich mehr Unterstützung bei der Studienwahl und im Studium, um die Leistungsanforderungen besser erfüllen zu können. Auch der Wunsch nach mehr Praxis- und Forschungsbezug in der Lehre war zu hören. Gemeinsam mit der Wirtschaft und den Hochschulen haben wir im Rahmen unserer MINT-Initiative nun die verschiedenen Angebote der einzelnen Hochschulen gebündelt. Ich freue mich, dass einige der Maßnahmen so erfolgreich waren, dass sie nun Teil der Qualitätssicherung an den bayerischen Hochschulen sind. Die Vernetzung hilft dabei, dass alle Seiten von den Angeboten profitieren und sie sich gegenseitig befruchten.“

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die das Projekt von Beginn an unterstützen, betont: „Die bayerische Wirtschaft braucht hochqualifizierte MINT-Absolventen. 2035 werden nach unseren Berechnungen 230.000 Hochschulabsolventen auf dem bayerischen Arbeitsmarkt fehlen. Mehr MINT-Studierende erfolgreich zum Abschluss zu führen, ist ein unerlässlicher Schritt zu mehr Fachkräften. Der Schlüssel, um Studienabbruch zu vermeiden, sind aus unserer Sicht die Studien- und Rahmenbedingungen. Nur wer unter optimalen Rahmenbedingungen studiert, wird sein Studium erfolgreich beenden und die notwendigen Kompetenzen erwerben, die für einen späteren Beruf wichtig sind. Darum haben wir bereits 2008 das Projekt "Wege zu mehr MINT-Absolventen" initiiert und engagieren uns jetzt aus Überzeugung im Nachfolge-Projekt des bayerischen Wissenschaftsministeriums "Best MINT". Das heute besuchte Würzburger Teilprojekt setzt hier genau die richtigen Akzente."

Alle Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass die langfristigen Ziele  erreicht werden. Ende des Sommersemesters soll ein Zwischenbericht zum MINT-Projekt veröffentlich werden.


Bayerisches Staatsministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst
Pressestelle
Salvatorstraße 2
80333 München

Tel:  0049-(0)89-2186-2666
Fax: 0049-(0)89-2186-2888


Auf der Suche nach dem idealen Hitzeschild



Hochbegabungspresse

14. Internationale Konferenz für Plasma-Wand-Materialien und -Komponenten in Jülich

Jülich, 8. Mai 2013 – Die Wahl geeigneter Wandmaterialien ist eine der Schlüsselfragen beim Bau zukünftiger Fusionsreaktoren. Über 200 Wissenschaftler treffen sich vom 13. bis 17. Mai in Jülich, um zu diskutieren, welcher Werkstoff am besten den Extrembedingungen in der Brennkammer standhält. Die Ergebnisse der vom Forschungszentrum Jülich organisierten Konferenz fließen unter anderem in die Planung des Fusionsreaktors ITER, den nächsten großen Schritt der Fusionsforschung, ein. Noch in diesem Jahr soll über die Auskleidung der Brennkammer entschieden werden.

Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen und sich mit den Wissenschaftlern über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Gerne vermitteln wir Journalisten und Medienvertretern auf Anfrage einen persönlichen Kontakt.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter:


Weltkugel aus Wolfram: Wiedererstarrter Wolfram-Tropfen, entstanden in einem Wärmeflussexperiment in der Jülicher Elektronenstrahltestanlage JUDITH. Trotz des hohen Schmelzpunktes von über 3400 Grad Celsius kann das Material innerhalb von Bruchteilen einer Millisekunde aufschmelzen und anschließend mit sehr bizarren Formen wiedererstarren.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen:
14th International Conference on Plasma-Facing Materials and Components for Fusion Applications: http://www.fz-juelich.de/conferences/PFMC-14/EN/Home/home_node.html
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffstruktur und -eigenschaften (IEK-2): http://www.fz-juelich.de/iek/iek-2/DE/Home/home_node.html
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Plasmaphysik: http://www.fz-juelich.de/iek/iek-4/DE/Home/home_node.html

Ansprechpartner:
Dr. Jochen Linke, Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffstruktur und -eigenschaften (IEK-2)
Tel. 02461 61-3230

Pressekontakt:
Erhard Zeiss
Tel.: 02461 61 1841

Tobias Schlößer
Tel.: 02461 61 4771


Heidi Weidenbach-Mattar neue Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz


Hochbegabungspresse



Anfang Mai 2013 hat Heidi Weidenbach-Mattar, die neue Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz, ihr Amt angetreten. Sie wurde von Udo Michallik, dem Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, im Berliner Sekretariat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgestellt. Der Generalsekretär wünschte ihr viel Erfolg für ihre künftige Aufgabe und unterstrich die besondere Rolle des Sekretariats der Kultusministerkonferenz für die politische Arbeit der Konferenz.

„Ich freue mich auf diese anspruchsvolle Aufgabe und die Zusammenarbeit mit einem hochmotivierten Team in dem wichtigsten bildungspolitischen Bereich in Deutschland“, unterstreicht Heidi Weidenbach-Mattar.

Das Präsidium hatte Heidi Weidenbach-Mattar, bislang Leiterin des gruppenfreien Stabsreferates „Überregionale Gremien, Kabinett, Landtag, Bundesrat“ im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalens, einstimmig zur neuen Ständigen Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz gewählt.

Die gebürtige Nordrhein-Westfälin begann nach ihrem Studium der Geschichtswissenschaften, politischen Wissenschaften und Philosophie an der Universität zu Köln ihre berufliche Laufbahn zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und später als Referentin im Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalens.

Heidi Weidenbach-Mattar tritt die Nachfolge von Dr. Angelika Hüfner an, die seit 2004 Ständige Vertreterin des Generalsekretärs war.


Sylvia Schill
Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Sekretariat der Kultusministerkonferenz Berliner Büro Taubenstraße 10
10117 Berlin

Tel. (030) 25 41 84 01
Fax: (030) 25 41 84 52
mobil: (0151) 16 25 21 04

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) gibt ihre neuen Studiengänge bekannt




Hochbegabungspresse



Der Hochschulverbund nimmt 20 neue Studiengänge in sein offizielles Programm auf und akkreditiert 7 neue Partnerhochschulen

Die Deutsch-Französische Hochschule hat insgesamt 20 neue Studiengänge aus den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften und Jura für das Wintersemester 2013 akkreditiert und in ihr offizielles Programm aufgenommen. Somit haben Studienbewerber künftig eine noch größere Auswahl an bi- und trinationalen Programmen, die ihnen eine exzellente Ausbildung garantieren. Neben hervorragenden fachlichen Kompetenzen sind es vor allem die im internationalen Wettbewerb inzwischen unverzichtbaren interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen, die einen bedeutenden Mehrwert darstellen. 

Das stetige Wachstum der DFH
Zwei neue deutsche und vier neue französische Institutionen schließen sich in diesem Jahr dem renommierten Hochschulverbund an: Die Fachhochschule Mainz und die Fachhochschule Kiel sind in Deutschland hinzugekommen. Die neuen Partnerhochschulen in Frankreich sind die Université Paris 1, die École Supérieure de Commerce de Toulouse, die École des Mines d'Ales, die École Nationale Supérieure des Mines de Douai und die École Nationale d’Administration de Strasbourg. Sie stärken die Präsenz der DFH in den Regionen und diversifizieren die angebotenen Programme.

Die Erweiterung des Partnernetzwerks sowie die bereits bestehenden intensiven Beziehungen zu den Mitgliedshochschulen tragen maßgeblich dazu bei, dass die DFH ab September über ein noch reicheres Portfolio an Studiengängen verfügt. Prof. Patrice Neau, Präsident der DFH, erklärt:

„Mit Beginn des Wintersemesters 2013/2014 laufen 20 neue deutsch-französische Studiengänge an, die das Qualitätssiegel der DFH erhalten haben: Damit fördern wir fortan 154 Exzellenzstudiengänge. In diesem großen Angebot kann jeder Interessierte einen passenden Studiengang finden, der ihm Exzellenz, Mobilität, Offenheit gegenüber anderen Kulturen und noch dazu ein Doppeldiplom bietet.“

Ausbildung und Forschung für die globale Welt
Eines der neuen DFH-Programme ist der Doppelmaster in Wirtschaftsingenieurwesen der Technischen Universität Berlin und der École Centrale Paris. Prof. Straube, der Programmverantwortliche an der TU Berlin, zeigt sich begeistert von der Aufnahme ins DFH-Netzwerk und betont vor allem die globale Ausrichtung des binationalen Studiengangs: „Zwei Top-Universitäten aus Paris und Berlin machen aus 1+1 mehr als 2: Ausbildung und Forschung für die globale Welt mit Innovations- und Nachhaltigkeitsanspruch für Wirtschaft und Gesellschaft.“

Das Label der Deutsch-Französischen Hochschule ist zunehmend begehrt bei deutschen und französischen Institutionen zur Sicherung der Exzellenz, die durch jährliche Evaluationen bestätigt wird. Dr. Jochen Hellmann, Generalsekretär der DFH, hebt ebendiese Qualitätsstandards der Studiengänge hervor: „Für die DFH steht die Qualität der eingereichten Anträge im Vordergrund. Deutsch-Französische Studiengänge, die eine Förderung der DFH beantragen, müssen eine strenge Qualitätsprüfung über sich ergehen lassen, damit sichergestellt ist, dass die Studierenden eine exzellente deutsch-französische Ausbildung erhalten. Die DFH stützt sich bei diesem Auswahl- und Qualitätsprüfungsverfahren auf externe Gutachter, die als fachliche Experten der jeweiligen Disziplin die pädagogische, akademische und organisatorische Hochwertigkeit eines Studienkonzepts bestens beurteilen können. Die DFH ist sehr froh, dass wir wieder eine Reihe neuer Studiengänge, denen es gelungen ist, diese Latte zu überspringen, in der DFH-Familie begrüßen können.“


Pressekontakt: Dirk Hermanns, Noir sur Blanc
Tel. +33 (0)1 41 43 72 76 / E-Mail: dhermanns@noirsurblanc.com  

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist eine binationale Einrichtung und wurde 1997, anlässlich des deutsch-französischen Gipfels von Weimar, gegründet. Die DFH ist ein Netzwerk von über 160 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die insgesamt 154 integrierte binationale und trinationale Studiengänge mit jährlich ca. 5.500 Studierenden anbieten. Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in den Bereichen Hochschule, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die DFH wird auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz sowie dem Auswärtigen Amt und auf französischer Seite vom ministère des Affaires étrangères und dem ministère de l'Enseignement supérieur et de la Recherche finanziert. www.dfh- ufa.org

Neue DFH-Studiengänge ab dem Wintersemester 2013 

Studiengang
Abschlüsse
Geistes- und Sozialwissenschaften
Sociocultural Studies
Master / Master
Lehramt international
Master / Master
Interkulturelle Europastudien
Master / Master / Master
Diskurse und Praktiken kultureller Vermittlung
Master / Master
Master of European Governance and Administration
Master / Master
International Cultural and Business Studies (ICBS)
Master / Master
Deutsch-Französischer Bachelor in Politik- und Sozialwissenschaften
Bachelor / Diplôme du Collège universitaire de Sciences Po
Kulturvermittlung
Master/Doktorgrad  /  Master/grade de docteur
Deutsch-Französische Studien
Bachelor  / Licence
Ingenieur- und Naturwissenschaften
Bio- und Chemieingenieurwissenschaften
Master of Sc. / Diplôme d'Ingénieur
Biochemistry and Biophysics
Master of Sc. / Master
Doppel-Master Kryptographie
Master of Sc. / Master
Bauingenieurwesen
Master of Sc. / Diplôme d'Ingénieur
Wirtschaftsingenieurwesen
Master of Sc. / Master
Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften KIT-X
Master / Diplôme d'Ingénieur
Wirtschaftswissenschaften und Jura
Betriebswirtschaft
Bachelor of Arts / Licence
International Business Management – trinational
Bachelor of Arts / Licence / Bachelor of Sc.
Internationale Wirtschaft und Deutsch-Französisches Management
Master / Master
Quantitative Ökonomie (PhD TiQE)
Master/Doktorgrad  /  Master/grade de docteur
Wirtschaftsingenieurwesen
Master of Science / Master


Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015