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Donnerstag, 21. Mai 2015

Dawn: Näher und näher an Zwergplanet Ceres


Zwergplanet Ceres und seine hellen Flecken
Quelle: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA.

Presseportal für Hochbegabung Zuletzt umkreiste die Dawn-Sonde den Zwergplaneten Ceres in einer Höhe von 13600 Kilometern - mittlerweile schraubt sie sich nach und nach auf eine Höhe von 4400 Kilometern hinunter und blickt während ihrer Reise auch auf die geheimnisvollen hellen Flecken, deren Ursprung die Wissenschaftler bisher noch nicht erklären können. Am 16. Mai 2015 entstand dabei eine Aufnahme aus 7200 Kilometern Entfernung, die in einem der Krater gleich eine ganze Gruppe dieser Flecken zeigt. "An diesen Stellen reflektiert Material auf der Oberfläche von Ceres die Sonnenstrahlen besonders stark", erläutert Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der Dawn-Mission. "Es könnte frisches Eis sein, es könnte Salz sein - da gehen die Meinungen noch auseinander."

Bei einer Auflösung von 700 Metern pro Bildpunkt ist eine genaue Untersuchung der Flecken noch nicht möglich. Ändern wird sich das, wenn die Sonde im Laufe der Mission immer weiter hinuntersinkt und den Zwergplaneten schließlich aus einer Höhe von nur noch 375 Kilometern Entfernung erforscht. Schon zuvor erstellt das DLR-Institut für Planetenforschung jedoch ein dreidimensionales Geländemodell von Ceres‘ Oberfläche, dass mit jedem neuen Orbit verfeinert und optimiert wird. Erste Auswertungen der bisher erfassten Daten zeigen, dass der Zwergplanet eine Oberfläche mit extremen Höhenunterschieden,  unterschiedlichen Kraterformen, aufgetürmten Domen, aber auch größeren Ebenen aufweist.

Auf ihrem Weg zum nächsten näheren Orbit um den Zwergplaneten werden noch weitere Bilder von der Navigationskamera aufgenommen werden. Möglich sind diese Aufnahmen allerdings nur dann, wenn das Ionentriebwerk der Sonde nicht in Betrieb ist. Am 6. Juni 2015 soll die Dawn-Sonde dann ihren ersten Beobachtungsorbit in 4400 Kilometern Höhe erreicht haben.

Die Mission

Die Mission Dawn wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

Kontakte:

Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Redaktion Raumfahrt
Tel.: +49 2203 601-3882
Fax: +49 2203 601-3249

Prof. Dr. Ralf Jaumann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Planetenforschung, Planetengeologie
Tel.: +49 30 67055-400
Fax: +49 30 67055-402




Deutsches Lehrerforum: Bewerben Sie sich jetzt!

Am 18./19. September 2015 findet zum ersten Mal das Deutsche Lehrerforum in Königswinter statt. Für die zweitägige Veranstaltung können sich ab sofort Lehrer aller Schulformen sowie Studierende und Referendare aus ganz Deutschland bewerben.

Presseportal für Hochbegabung Berlin, 21. Mai 2015. Was kann ich verändern, um als Lehrer motiviert arbeiten zu können? Wie kann ich mein Engagement einbringen, um mich selbst und meine Schule weiterzuentwickeln? Was macht überhaupt einen guten Lehrer aus? Antworten auf diese und andere wichtige Fragen des Schulalltags sucht das Deutsche Lehrerforum.

Das Deutsche Lehrerforum soll engagierte Lehrer deutschlandweit verbinden. Von den 60 Teilnehmern wird eine Hälfte durch die Partner des Deutschen Lehrerforums nominiert. Die andere Hälfte der Plätze wird durch eine deutschlandweite öffentliche Ausschreibung vergeben.

Wer das Deutsche Lehrerforum mitgestalten will, kann sich ab sofort unter www.deutsches-lehrerforum.de bis zum 15. Juni 2015 bewerben. Gesucht werden Tandems, vorzugsweise Teams aus einem Studierenden, Referendar oder Junglehrer und einem Lehrer mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung. Die Teilnahme ist für alle Lehrkräfte kostenlos. Die Reisekosten werden ebenfalls erstattet.

Beim Deutschen Lehrerforum können engagierte Lehrer ihrer Stimme Gehör verschaffen.
Die Teilnehmer können die hier neu entwickelten Ideen zurück an ihre Schulen tragen, um den Unterricht und die Schule vor Ort weiterzuentwickeln. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, über das neu geschaffene Netzwerk Lösungsansätze für zentrale Herausforderungen im Bildungsbereich zu erarbeiten und Handlungsempfehlungen an Politik, Lehrerbildung und Öffentlichkeit zu formulieren.

Das Deutsche Lehrerforum ist eine gemeinsame Initiative von buddY e.V., Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen, Deutsche Telekom Stiftung, Heraeus Bildungsstiftung, Stiftung Bildung und Gesellschaft, Stiftung Mercator, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Teach First Deutschland, Vodafone Stiftung Deutschland und Wübben Stiftung.

Weitere Informationen zum Deutschen Lehrerforum finden Sie unter:

Pressekontakt:
Stiftung Bildung und Gesellschaft
Peggy Groß
Tel.: (0 30) 32 29 82-530

Ansprechpartner Deutsches Lehrerforum
Dr. Birgit Ossenkopf
Tel.: (0 30) 32 29 82-531





Deutsche Meister-Ausbildung soll weltweit Schule machen



Auf dem Weg zum weltweiten Export-Schlager: Bayerns größter privater Bildungscampus hat ein einzigartiges Modell geschaffen, mit dem Fachkräfte aus aller Welt einen Industrie-Meisterlehrgang in Deutschland absolvieren können. Pilotprojekte mit Malaysia sind vielversprechend - jetzt sollen weitere Länder folgen.

Presseportal für Hochbegabung Regensburg - Länder rund um den Globus beneiden Deutschland um die einmalige Kombination aus Theorie und Praxis bei der Meister-Ausbildung. Sogar US-Präsident Barack Obama betonte jüngst in einer seiner "Reden an die Nation": Die Bundesrepublik ist ein Erfolgsbeispiel dafür, wie die Industrie ihre Fach- und Führungskräfte von morgen durch berufliche Aus- und Weiterbildung gewinnen kann. Jetzt soll der Industriemeister "Made in Germany" weltweit zum Export-Schlager werden. Bayerns größter privater Bildungscampus, die Eckert Schulen in Regenstauf bei Regensburg, haben ein Weiterbildungsmodell geschaffen, das erstmals internationalen Bewerbern den Zugang zum begehrten deutschen Meistertitel ermöglicht: Der patentierte Deutsche Industriemeister International (DIMI) schlägt als bundesweit einzigartiges Angebot eine Brücke der Bildung in die Welt. In diesen Tagen erhalten 25 Absolventen aus Malaysia ihre Meisterzeugnisse. Weitere Länder von Brasilien über China bis hin zu Saudi-Arabien und Vietnam haben bereits Interesse bekundet.

Die Eckert Schulen, 1947 gegründet, sind traditionell stark in der technischen Weiterbildung und gehören heute zu den Markt- und Kompetenzführern in Deutschland: Allein im vergangenen Jahr absolvierten rund 1.100 Industriemeister und rund 600 Staatlich geprüfte Techniker erfolgreich ihre Abschlussprüfung. "Immer wieder haben Unternehmen aus dem Ausland bei uns angefragt, ob wir nicht auch sie bei der Ausbildung der Führungskräfte von morgen unterstützen können", sagt Gottfried Steger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei den Eckert Schulen. So entstand die Idee des Deutschen Industriemeisters International. Denn auch weltweit gewinne die Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften in einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung.

Vor zwei Jahren startete das Pilotprojekt: Gemeinsam mit der Universität in Kuala Lumpur entwickelten die Eckert-Bildungsexperten ein Curriculum, in dem Fachkräfte aus Malaysia auf einen Abschluss nach Deutschen Qualitätskriterien vorbereitet werden. Dabei geht der DIMI als Industriemeister international den gleichen Weg, der dem deutschen Industriemeister seinen hervorragenden Ruf beschert: fundierter Theorie-Unterricht, Praxis in Unternehmen, Prüfung einer IHK-Akademie. Mit einem Unterschied: Der Unterricht und die Examen finden auf Englisch statt. "Dank unseren langjährigen Netzwerk-Kontakten, ist es uns gelungen, innovative Betriebe zu finden, die den internationalen Meisterschülern eine hochwertige Praxisausbildung bieten", sagt Steger.

Jetzt im Mai haben bereits die Schüler des dritten Jahrgangs ihre Zeugnisse erhalten: 25 junge Männer aus Malaysia tragen nun den Titel als Deutscher Industriemeister International in der Fachrichtung Automotive. Die Weiterbildung konzipierten die Eckert Schulen in enger Kooperation mit der renommierten Daimler-Tochter Automotive Training and Consulting. Zu dem insgesamt 13 Monate umfassenden Ausbildungsprogramm gehörten neben der Theorie ein achtwöchiger Deutschkurs und eine fünfmonatige Praktikumsphase in ostbayerischen Autohäusern. Auch Besuche beispielsweise in der Botschaft Malaysias, in Berlin und in der Münchner Allianz-Arena standen auf dem Programm.

Der Deutsche Industriemeister International boomt: Der vierte Jahrgang startet derzeit gerade in die Praxisphase. Die Verantwortlichen bei den Eckert Schulen sind optimistisch, dass in Zukunft weitere Länder dem Beispiel Malaysias folgen. "Dieses Modell ist für international agierende Unternehmen eine attraktive Möglichkeit, eigene Belegschaften im Ausland zu qualifizieren und gut ausgebildete Fachkräfte für die Tochterunternehmen im Ausland zu rekrutieren", sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gottfried Steger.

Derzeit liefen unter anderem Gespräche mit weiteren Staaten im asiatischen Raum wie China, Südkorea und Vietnam. Auch Länder im Mittleren Osten wie Saudi-Arabien und Bahrein haben Interesse. "Mit Unternehmen in Brasilien stehen wir ebenfalls in Kontakt", sagt Karl-Ludwig Radlinger, der als Leiter für den internationalen Vertrieb bei den Eckert Schulen das Projekt betreut. Erweitert werden soll auch das Portfolio an Fachrichtungen. Neu hinzukommen sollen Elektrotechnik, Mechatronik und Chemie, CNC, CAD, Maintenance, Railway und Textil.

Dr. Robert Eckert Schulen AG
Dr.-Robert-Eckert-Str. 3
93128 Regenstauf

Telefon: +49 (9402) 502-480
Fax: +49 (9402) 502-6480

andrea.radlbeck@eckert-schulen.de
www.eckert-schulen.de





Mittwoch, 20. Mai 2015

Dava Newman Begins Work as NASA’s Deputy Administrator


NASA Deputy Administrator Dr. Dava Newman walks to a meeting with
 NASA Administrator Charles Bolden, on Monday, May 18, her first day on the job at 
NASA Headquarters in Washington.
Credits: NASA/Bill Ingalls

Presseportal für Hochbegabung Dava Newman started her official duties as NASA’s new deputy administrator on Monday at the agency’s headquarters in Washington.

Newman was nominated in January by President Obama, confirmed by the Senate in April and sworn in on Friday, May 15. The deputy administrator position had been vacant since the departure of Lori Garver in September 2013.
“I have known and admired Dava for several decades,” said NASA Administrator Charles Bolden. “Her talents and skills as an educator and technological innovator will bring a new energy to our NASA leadership team, and I’m ecstatic to have her on board.”

Along with Bolden, Newman is responsible to the agency administrator for providing overall leadership, planning, and policy direction for NASA. Newman will perform the duties and exercises the powers delegated by the administrator, assists the administrator in making final agency decisions, and acts for the administrator in his absence by performing all necessary functions to govern NASA operations and exercises the powers vested in the agency by law. Newman also is responsible for articulating the agency's vision and representing NASA to the Executive Office of the President, Congress, heads of federal and other appropriate government agencies, international organizations, and external organizations and communities.

“I’m very excited to be at NASA,” said Newman. “I’m looking forward to being a part of the agency’s work to expand humanity’s reach into space, advance our journey to Mars and strengthen America’s leadership here at home.”
Prior to her tenure with NASA, Newman was the Apollo Program Professor of Astronautics at the Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Her expertise is in multidisciplinary research that encompasses aerospace biomedical engineering.,

Newman's research studies were carried out through space flight experiments, ground-based simulations, and mathematical modeling. Her latest research efforts included: advanced space suit design, dynamics and control of astronaut motion, mission analysis, and engineering systems design and policy analysis. She also had ongoing efforts in assistive technologies to augment human locomotion here on Earth.

Newman is the author of Interactive Aerospace Engineering and Design, an introductory engineering textbook published by McGraw-Hill, Inc. in 2002. She also has published more than 250 papers in journals and refereed conferences.
As a student at MIT, Newman earned her Ph.D. in aerospace biomedical engineering in 1992 and Master of Science degrees in aerospace engineering and technology and policy in 1989. She earned her Bachelor of Science degree in aerospace engineering from the University of Notre Dame in 1986.
For more information about NASA’s projects and missions, visit:





Weltnichtrauchertag 2015 - Keine Chance dem Tabakschmuggel!




Presseportal für Hochbegabung Zum diesjährigen Weltnichtrauchertag ruft die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu auf, dem Tabakschmuggel ein Ende zu setzen. Ein wichtiges politisches Instrument hierfür ist das WHO-Protokoll zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen, dessen amtliche deutsche Übersetzung das DKFZ zum Weltnichtrauchertag veröffentlicht. Das DKFZ will das WHO-Protokoll der Politik und Öffentlichkeit als wertvolles Instrument zur Bekämpfung des illegalen Handels bekanntmachen. Vor allem sollen auch politische Entscheidungsträger dazu aufgerufen werden, das Protokoll zu ratifizieren. Denn erst wenn 40 Unterzeichner des Protokolls es auch ratifiziert haben, können die darin enthaltenen Maßnahmen mit Nachdruck umgesetzt werden.

Laut Welt-Zollorganisation haben Fahnder in der Europäischen Union im Jahr 2012 nahezu zwei Milliarden Zigaretten beschlagnahmt - das sind rund 95 Prozent aller weltweit beschlagnahmten Zigaretten. Der unerlaubte Handel mit Tabakprodukten kostet die EU jährlich zwischen neun und elf Milliarden Euro. Zudem untergräbt er erfolgreiche Maßnahmen, die den Tabakkonsum reduzieren sollen, wie beispielsweise Tabaksteuererhöhungen.

Schmuggelzigaretten sind billiger als legale Zigaretten und fördern das Rauchen und insbesondere den Einstieg ins Rauchen unter Jugendlichen. Darüber hinaus tragen Schmuggelzigaretten keine oder nur unzureichende Gesundheitswarnungen und können dadurch über die Gesundheitsgefahr hinwegtäuschen.

Das Protokoll zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen hat die WHO als Teil des ersten weltweiten Gesundheitsabkommens erstellt, dem Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Es stellt wirksame Maßnahmen vor, die dem Tabakschmuggel vorbeugen und das Ausmaß des bestehenden Schmuggels eindämmen: Länder, die das Protokoll unterzeichnen und völkerrechtlich bindend annehmen, müssen ein Verfolgungs- und Rückverfolgungssystem für Tabakprodukte etablieren, um die Lieferkette vom Hersteller zum Händler nachvollziehbar zu machen. Zusätzlich ist eine Lizenzierung aller an der Lieferkette Beteiligten vorgesehen.

Das Protokoll regelt auch den gegenseitigen Informationsaustausch, erleichtert die länderübergreifende rechtliche Zusammenarbeit und definiert und erweitert die Strafverfolgung krimineller Delikte im Zusammenhang mit dem unerlaubten Handel.

Nicht nur kriminelle Netzwerke sind für den unerlaubten Handel mit Tabakerzeugnissen verantwortlich, sondern auch die Tabakindustrie ist darin verwickelt. "Schmuggel ist eine Businessstrategie der Tabakindustrie", sagte WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan im März 2015 in ihrer Rede zur 16. Weltkonferenz zur Tabakkontrolle. Deswegen beschreibt die Veröffentlichung des DKFZ zum Weltnichtrauchertag auch Strategien, mit denen die Tabakindustrie Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakschmuggels unterwandert.

Das Protokoll ist für die unterzeichnenden Länder erst dann völkerrechtlich bindend, wenn 40 von ihnen es auch ratifiziert haben. Aktuell haben 53 Parteien und die Europäische Union das Protokoll unterzeichnet, jedoch erst sieben haben es auch ratifiziert.

"Auch Deutschland zählt zu den Ländern, die das Protokoll zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert haben", sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO Kollaborationszentrum Tabakkontrolle am DKFZ. "Mit einer Ratifikation würde Deutschland nicht nur als Vorbild für andere Länder dienen, sondern auch ein Signal an die Tabaklobby senden, dass sich deutsche Politiker nicht gegen das Protokoll instrumentalisieren lassen."

Die Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums ist abrufbar unter: http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/fctc/FCTC_Illegaler_Handel.pdf

Das Buch kann kostenlos bestellt werden unter: WHO-CC@dkfz.de


Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42-2854
F: +49 6221 42-2968

Dr. Sibylle Kohlstädt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2843
F: +49 6221 42 2968






Den perfekten Reifen berechnen: Jülicher Forscher verbessern Theorie, um die Reibung von Gummireifen vorherzusagen

Jülich, 19. Mai 2015 - Den optimalen Reifen wünschen sich nicht nur Formel-1-Fahrer. Rutschsicher, abriebfest und langsam im Verschleiß – das sollen die Gummimischungen leisten. Gleichzeitig darf der Rollwiderstand aber nicht zu groß sein, um den Spritverbrauch niedrig zu halten. Der Jülicher Forscher Dr. Bo Persson arbeitet seit gut 20 Jahren daran, das Phänomen der Reibung von Gummi theoretisch zu erklären. Im Fachmagazin "Journal of Chemical Physics" berichten er und seine Kollegen nun über einen weiteren Effekt, der dabei eine Rolle spielt.

Presseportal für Hochbegabung "Bisher berücksichtigen Reifenhersteller bei Vorhersagen zur Reifenhaftung hauptsächlich einen Aspekt: die Viskoelastizität. Das ist die Verformung des Reifens, verursacht durch Unebenheiten des Straßenbelags", sagt Persson vom Jülicher Peter Grünberg Institut, Bereich Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1), "aber diese Vorhersagen spiegeln nicht die Realität wider." Persson hat daher in sein theoretisches Modell zur Gummireibung einen weiteren Aspekt mit einbezogen, die sogenannte Scherung. Sie wirkt dort, wo der Gummi direkten Kontakt mit der Oberfläche hat und beeinflusst ebenfalls die Reibung. Auf molekularer Ebene können verschiedene Prozesse zu ihr beitragen: Gummimoleküle, die kurzfristig an der Oberfläche haften, harte Füllstoffe in der Gummimischung – zum Beispiel Ruß oder Silikate – die über die Oberfläche schleifen, aber auch Risse und Abnutzungen im Reifenmaterial.
"Wir haben zunächst die Bindung der Gummimoleküle berücksichtigt", sagt Persson, "dieser Prozess sollte aus unseren Erfahrungen den größten Einfluss bei der Scherung haben." Für drei Gummimischungen testeten die Forscher ihr erweitertes Rechenmodell: die typische Mischung eines Sommer-, eines Allwetter- und eines Winterreifens. Kleine Blöcke dieser Materialien zogen sie über zwei verschiedene Arten von Asphalt und Sandpapier mit einer Geschwindigkeit von maximal einem Millimeter pro Sekunde. "Durch die langsame Bewegung haben wir ausgeschlossen, dass die Reibungswärme unser Ergebnis beeinflusst", sagt Persson. "Gummireibung ist sehr komplex, daher wollten wir die neue Theorie zunächst unter sehr einfachen Bedingungen testen."
Für verschiedene Zuggeschwindigkeiten und Temperaturen beschreibt das neue Modell die experimentell beobachtete Reibung sehr gut. "Das stützt unsere Annahme, dass die kurzzeitige Haftung der Gummimoleküle auf molekularer Ebene entscheidend zur Scherkraft beiträgt", sagt Persson. Bei Kontakt des Gummiblocks mit der Oberfläche haften die zunächst verknäulten Gummimoleküle dort. Wird der Gummiblock weitergezogen, dehnen sich die Moleküle ähnlich einem Gummiband, das man an einem Ende festhält – bis sie schließlich wieder abreißen, zu einem Knäuel zusammenschnurren und erneut haften können.
Dieser Mechanismus wird auch bestätig durch die Abhängigkeit der Scherung von Temperatur und Zuggeschwindigkeit: Bei hoher Temperatur oder kleiner Zuggeschwindigkeit haften die Gummimoleküle kaum – der Scherbeitrag zur Reibung ist gering. Gleiches gilt für sehr niedrige Temperaturen oder hohe Zuggeschwindigkeit. Der Grund dafür ist die thermische Bewegung der Gummimoleküle, also ihre mikroskopische Beweglichkeit in der nach außen hin festen Gummimischung. Bei hohen Temperaturen bewegen sich die Moleküle zu stark, um an der Oberfläche zu haften, bei niedrigen Temperaturen bewegen sie sich zu langsam. In beiden Fällen ist die Zeit, in der sie Kontakt mit der Oberfläche haben, zu kurz, um anzuhaften.
"Natürlich gelten unsere Ergebnisse zunächst für idealisierte Bedingungen, also trockene, saubere Oberflächen", sagt Persson. Bei nassen Straßen sollte die Scherkraft beispielsweise nur eine geringe Rolle spielen, da der Wasserfilm den Kontakt der Gummimoleküle mit der Asphaltoberfläche verhindert. "Aber das Modell zeigt den Weg, welche Faktoren bei der Vorhersage der perfekten Gummimischung eine Rolle spielen können und was auf molekularer Ebene bei der Reibung passiert."

Originalpublikation:

B. Lorenz, Y.R. Oh, S. K. Nam, S. H. Jeon, B. N. J. Persson, Rubber friction on Road Surfaces, J. Chem.Phys., 142, 194701 (2015),http://dx.doi.org/10.1063/1.4919221

Weitere Informationen:

Ansprechpartner:

Dr. Bo Persson, Telefon: 02461 61-5143, 
E-Mail: b.persson@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Dr. Barbara Schunk, Telefon: 02461 61-8031
E-Mail: b.schunk@fz-juelich.de
Annette Stettien, Telefon: 02461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de



Dienstag, 19. Mai 2015

Salem Kolleg und Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) besiegeln Kooperation


v.l. Salem Kolleg: Niederhofer (GF), Häffele, Groot (GF), Hügel;
HTWG: Prof. Dr. Bergé (Vize-Präs.), Prof. Dr. Manz (Präs.)


Kollegiatinnen und Kollegiaten besuchen zukünftig auch Veranstaltungen der Hochschule

Überlingen, 18.05.2015

Presseportal für Hochbegabung Durch die Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) erweitert das Salem Kolleg das wissenschaftliche Angebot für seine Kollegiatinnen und Kollegiaten. Seit Gründung des Kollegs in Überlingen/Bodensee im Jahr 2013 haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Orientierungsjahr nach dem Abitur die Möglichkeit, neben dem Seminarangebot am Kolleg auch Veranstaltungen an der Universität Konstanz zu besuchen. Dieses Konzept konnte nun auch auf die HTWG übertragen werden. „Die Kollegiatinnen und Kollegiaten können nun aus einem noch breiteren Angebot an Kursen wählen und beispielsweise auch Seminar­veranstaltungen in Architektur und Gestaltung, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Informatik oder Maschinenbau wählen“, so Claudia Groot, Akademische Leiterin des Kollegs. Dabei lernen sie mit der HTWG eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) kennen, an der in Kleingruppen projekt- und praxisorientiert gelehrt wird. Die Studierenden profitieren unmittelbar von der Vernetzung der Hochschule mit der Wirtschaft durch die Möglichkeit zur Mitarbeit in Forschungsprojekten, durch Praktika und Projektarbeiten.

Die HTWG schätzt die große Heterogenität ihrer Studierenden und macht entsprechende Angebote, die das Ankommen an der Hochschule erleichtern, sodass auch die Kollegiatinnen und Kollegiaten des Salem Kollegs schnell integriert werden können. Neben der Möglichkeit, Veranstaltungen an der HTWG zu besuchen, wird der Austausch zwischen Kolleg und Hochschule zum Beispiel mit Kontakten zwischen Lehrenden gefördert.
Der Nutzen für alle Beteiligten hierbei ist klar: Die Kollegiaten können sich einen umfassenden Einblick in weitere Fachgebiete verschaffen. Die Hochschule profitiert von informierten und motivierten Studierenden, die eine begründete Studien- und Berufswahl treffen. „Wir hatten im Vorfeld der Kooperationsvereinbarung schon erste Kollegiatinnen und Kollegiaten in unseren Vorlesungen und würden uns freuen, den einen oder anderen für ein Studium an der HTWG begeistern zu können“, betont Frau Professorin Dr. Bergé, Vizepräsidentin für Lehre & Qualitätssicherung. Für das Salem Kolleg, Tochtergesellschaft des weltweit anerkannten deutschen Internats Schule Schloss Salem, bilden die Kooperationen mit der Universität Konstanz und der HTWG Konstanz die ideale Basis für den weiteren Ausbau des Orientierungsjahres.  

Das gemeinnützige Salem Kolleg bereitet in einem Orientierungsjahr Abiturientinnen und Abiturienten in drei Trimestern auf ihre akademische und berufliche Zukunft vor. Neben einem Einblick in Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften im Sinne eines Studium Generale und einer Einführung in das interdisziplinäre Arbeiten geht es auch um die Entwicklung der Persönlichkeit, um das Meistern von Herausforderungen, das Erleben und Überwinden von Grenzen, sprich: um eine gründliche Vorbereitung auf Studium und Beruf.
Die Kollegiatinnen und Kollegiaten leben zusammen auf dem modernen Campus in Überlingen, in der Nähe des Bodensees und werden von Doktoranden und jungen Wissenschaftlern in drei Trimestern in die Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eingeführt.

Hinzu kommt das Projekt „Soziale Wirklichkeit“, bei dem sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten in kleinen Teams einer selbst gewählten, aktuellen Fragestellung zum „Brennpunkt Europa“ und seinem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Wandel widmen. Im Rahmen einer Projektreise wird dabei auch vor Ort geforscht.
Neben Vorlesungen und Projektarbeit bleibt Zeit für Theater, Musik, Sport, Sprachen; für Eigenarbeit, Erfahrungsaustausch und Outdoor-Training. Darüber hinaus werden Vorlesungen an der Universität Konstanz und nun auch an der HTWG besucht. Entsprechend dem Leitgedanken des Kollegs „Erleben. Verstehen. Entscheiden.“ wird den Absolventinnen und Absolventen des Orientierungsjahres eine begründete Studien- und Berufswahl ermöglicht.

Einzelne Stipendienplätze können vergeben werden. Weitere Informationen unter www.salemkolleg.de

Pressekontakt:
Birgit Bergmüller, PR & Marketing
Claudia Groot, Geschäftsführerin
Telefon: +49 (0) 7553 919-616
E-Mail: presse@salemkolleg.de

Salem Kolleg gGmbH
Kurt-Hahn-Straße 1
88662 Überlingen
www.salemkolleg.de



Ein anderer Blickwinkel ins Gehirn

Tübinger Neurowissenschaftler legen wichtige Grundlagen für nichtinvasive Bildgebung des menschlichen Gehirns

Presseportal für Hochbegabung Tübinger Neurowissenschaftlern ist ein wesentlicher Schritt bei der nichtinvasiven Untersuchung des menschlichen Gehirns durch die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRI, functional magnetic resonance imaging) gelungen. Das bildgebende Verfahren wird in der Forschung genutzt, um Interaktionen zwischen verschiedenen Gehirnregionen zu untersuchen. Allerdings indirekt: fMRI erfasst nicht die neuronale Aktivität, sondern erkennt besonders aktive Gehirnareale anhand ihrer Durchblutung. Dr. Markus Siegel und seine Arbeitsgruppe (Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften – CIN / MEG Zentrum der Universität Tübingen) zeigen in einer aktuellen Studie, dass die per fMRI gemessenen Interaktionen zwischen Hirnregionen tatsächlich mit korrelierter Nervenzellaktivität zusammenhängen ‒ und welche Art von Aktivität dies ist. Die Methode wird so noch attraktiver für die neurowissenschaftliche Forschung. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht.

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Neuronen, die in Zentren gebündelt sind. Diese Areale haben unterschiedliche Aufgaben, kommunizieren aber unentwegt miteinander. Diese Interaktionen zwischen Hirnregionen sind die Grundlage unseres alltäglichen Denkens und Handelns. Störungen dieser Interaktionen sind dagegen oft die Grundlage neurologischer Erkrankungen, etwa der Multiplen Sklerose (MS).

Um diese Interaktionen zwischen Hirnregionen nichtinvasiv – also von außen, ohne Öffnung des Schädels – zu untersuchen, setzt die neurowissenschaftliche Forschung seit Jahren fMRI ein. fMRI misst Blutfluss und Sauerstoffgehalt des Blutes im Gehirn. Weil Nervenzellen viel Energie verbrauchen – unser Gehirn beansprucht etwa 25 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien –, werden aktive Hirnareale besonders stark durchblutet. So lässt fMRI Rückschlüsse darauf zu, welche Areale des Gehirns jeweils gerade aktiv sind und miteinander kommunizieren. Da aber eben nicht direkt neuronale Prozesse, sondern Blutfluss und Sauerstoffsättigung beobachtet werden, ist noch unzureichend verstanden, ob und welche Art von neuronalen Interaktionen zwischen Hirnregionen das fMRI tatsächlich widerspiegelt.

Um diese Lücke zu schließen, glichen Dr. Siegel und sein Team die fMRI-Messungen von Probanden mit deren Magnetenzephalographie (MEG)-Messungen ab. Im Gegensatz zum fMRI misst das MEG direkt die Nervenzellaktivität im Gehirn – es registriert die durch diese Aktivität verursachten, sehr kleinen Magnetfelder. MEG hat eine schlechtere räumliche Auflösung als fMRI, aber die sehr hohe zeitliche Präzision ermöglicht, anders als beim fMRI, die Unterscheidung verschiedener Hirnrhythmen – das sind schnelle periodische Veränderungen der Gehirnaktivität. Die Tübinger Universität ist eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland, die über eine MEG-Apparatur verfügt.

Markus Siegel und sein Team verglichen die per fMRI und MEG gemessenen Interaktionen zwischen 450 einzelnen Punkten im Gehirn. Die Wissenschaftler werteten so ca. 100.000 Einzeldaten aus. Der Aufwand hat sich gelohnt: Ihnen gelang der Nachweis, dass Nervenzellaktivität und die per fMRI gemessenen Interaktionen unmittelbar zusammenhängen. Darüberhinaus konnten sie zeigen, dass dieser Zusammenhang nicht etwa im ganzen Gehirn gleich ist: Das fMRI zeigt für verschiedene Paare von Hirnregionen die Interaktion unterschiedlicher Hirnrhythmen. Viele der vom fMRI gelieferten Informationen sind damit komplementär zu denen, die das MEG bereitstellen kann.

Die Befunde liefern eine wichtige Grundlage für den Einsatz des fMRI in der Neurowissenschaft. Darüber hinaus zeigen diese Ergebnisse den Nutzen, den der gemeinsame Einsatz von fMRI mit seiner hervorragenden räumlichen Auflösung und MEG oder EEG mit ihrer hohen zeitlichen Auflösung bringen können. Die Kombination der Verfahren erscheint damit mittelfristig auch als Methode zur Diagnostik oder zur Vorbereitung von Behandlungen im klinischen Alltag immer realistischer. Der neue Blickwinkel lässt wesentlich feinere Bilder des Geschehens im gesunden und erkrankten menschlichen Gehirn erwarten.

Publikation:
Joerg F. Hipp, Markus Siegel: BOLD fMRI Correlation Reflects Frequency-Specific Neuronal Correlation. Current Biology (2015), 18. Mai 2015 (online-Publikation)

Pressekontakt CIN:
Dr. Paul Töbelmann, Wissenschaftskommunikation
Werner-Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)
Otfried-Müller-Str. 25 ∙ 72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 29-89108






Ausschreibung: Hugo-Junkers-Preis der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie hiermit auf die Ausschreibung des Hugo-Junkers-Preises der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse 2015 hinweisen:

Der Hugo-Junkers-Preis der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse wird jährlich vom Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) ausgeschrieben und dient der Würdigung herausragender journalistischer Arbeiten über die Luft- und Raumfahrt. Der Preis wird getragen von der Hugo-Junkers-Stiftung, dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) und dem LPC.

Teilnehmen können Journalisten aller Medien, unabhängig davon, ob sie Mitglieder des LPC sind. Die Autoren können sich selbst bewerben oder von einem Mitglied des LPC vorgeschlagen werden. Es soll nur eine Arbeit eingereicht werden. Hat sich ein Autor jedoch über längere Zeit mit einem Thema auseinandergesetzt, so kann auch eine Reihe zusammenhängender Beiträge für preiswürdig erachtet werden.

Es sind Themen aus allen Bereichen der Luft- und Raumfahrt zugelassen. Für den Hugo-Junkers-Preis 2015 müssen die Vorschläge zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 31. August 2015 publiziert worden sein. Arbeiten aus den Printmedien müssen in Kopie der Veröffentlichung beigelegt sein, Arbeiten aus den elektronischen Medien in Form von Ton- oder Videokassetten mit Angabe des Sendedatums, Titels und Autors. Auch Bücher können eingereicht werden. Publikationen, die dem Bereich PR und Werbung zuzuordnen sind, werden nicht bewertet.

Mitglieder der Jury sind der amtierende Vorstand des LPC, Bernd Junkers, Enkel von Hugo Junkers, und ein Vertreter des BDLI. Der Preis ist jährlich mit insgesamt € 10.000 dotiert. Er kann auf mehrere Preisträger und für Arbeiten aus verschiedenen Themenbereichen oder unterschiedlichen Medien aufgeteilt werden. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Hugo-Junkers-Preis wird anlässlich der Jahrestagung des LPC im November 2015 verliehen.

Einsendungen nimmt der LPC bis zum 31.08.2015 (Luftfahrt-Presse-Club e.V., Geschäftsführer Clemens Bollinger, Robert-Kempner-Ring 29, 61440 Oberursel, Telefon 06171-923350, Fax: 06171-923351, e-mail: verwaltung@luftfahrt-presse-club.de) entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Pressesprecher
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VDZ gewinnt mit der Kampagne „Digital Editorial Media“ FIPP Insight Award 2015 in Gold


Digital Editorial Media überzeugte als hervorragende Innovation für gelungenes Gattungsmarketing

Presseportal für Hochbegabung Berlin, 19. Mai 2015 – Der VDZ wurde gestern bei den FIPP Insight Awards 2015 für seine neue Gattungsmarketing-Kampagne Digital Editorial Media mit dem internationalen FIPP Insight Award 2015 in Gold ausgezeichnet. Der Preis ist eine besondere Anerkennung für innovative Marktforschungsstudien zur Leistungsfähigkeit der gedruckten und digitalen Medienmarken der Verlage.

„Wir freuen uns sehr über die so positive Wahrnehmung und Bewertung unserer Kampagne Digital Editorial Media. Sie thematisiert den USP unseres digitalen Medienangebots – anspruchsvolle journalistische Inhalte für Informationen und Unterhaltung, die relevante Zielgruppen binden und hochwertige, effektive Umfelder für Werbungstreibende bieten“, so Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Print und Digitale Medien, der das neue Konzept zusammen mit Experten des Steering Committee Digitale Medien und der AG Premium Sales entwickelt hat. Die Marktforschung wurde vom Institut d.core, Forschungsagentur für Medien, übernommen.

Gestern Abend wurden neben dem VDZ u.a. auch Condé Nast Spain sowie Axel Springer mit der AUTO BILD-Tablet-Studie sowie die GIK für Best for Planning mit Gold geehrt.

Chris Llewellyn, President und CEO von FIPP, dem Weltverband der Zeitschriftenverleger, überreichte gestern Abend in Amsterdam die Preise und bemerkte dazu: “In einer Welt von Big Data und immer feineren Metriken war es noch nie so anspruchsvoll, die Wirksamkeit von Werbung in Print und digitalen Medienangeboten der Verlage nachzuweisen. Medienforscher und nationale Zeitschriftenverbände stehen vor der Herausforderung, Lösungen zu präsentieren, die trotz aller Komplexität aufschlussreiche Ergebnisse liefern, die die einzigartigen Qualitäten unserer Marken in unterschiedlichen Medien belegen. Durch die FIPP Insight Awards wurde eine Plattform geschaffen, um solche herausragenden Arbeiten zu würdigen.”

Das FIPP Insight Forum ist ein zweitägiges, globales Event für Verleger, Marktforscher und Marketing-Manager des Print und des digitalen Zeitschriftengeschäfts und fand in diesem Jahr bei Sanoma Uitgevers in Amsterdam statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fippinsightforum.com.


Weitere Informationen:
Peter Klotzki
Tel: +49 (30) 72 62 98-162
Internet: www.vdz.de





Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015