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Mittwoch, 20. Mai 2015

Den perfekten Reifen berechnen: Jülicher Forscher verbessern Theorie, um die Reibung von Gummireifen vorherzusagen

Jülich, 19. Mai 2015 - Den optimalen Reifen wünschen sich nicht nur Formel-1-Fahrer. Rutschsicher, abriebfest und langsam im Verschleiß – das sollen die Gummimischungen leisten. Gleichzeitig darf der Rollwiderstand aber nicht zu groß sein, um den Spritverbrauch niedrig zu halten. Der Jülicher Forscher Dr. Bo Persson arbeitet seit gut 20 Jahren daran, das Phänomen der Reibung von Gummi theoretisch zu erklären. Im Fachmagazin "Journal of Chemical Physics" berichten er und seine Kollegen nun über einen weiteren Effekt, der dabei eine Rolle spielt.

Presseportal für Hochbegabung "Bisher berücksichtigen Reifenhersteller bei Vorhersagen zur Reifenhaftung hauptsächlich einen Aspekt: die Viskoelastizität. Das ist die Verformung des Reifens, verursacht durch Unebenheiten des Straßenbelags", sagt Persson vom Jülicher Peter Grünberg Institut, Bereich Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1), "aber diese Vorhersagen spiegeln nicht die Realität wider." Persson hat daher in sein theoretisches Modell zur Gummireibung einen weiteren Aspekt mit einbezogen, die sogenannte Scherung. Sie wirkt dort, wo der Gummi direkten Kontakt mit der Oberfläche hat und beeinflusst ebenfalls die Reibung. Auf molekularer Ebene können verschiedene Prozesse zu ihr beitragen: Gummimoleküle, die kurzfristig an der Oberfläche haften, harte Füllstoffe in der Gummimischung – zum Beispiel Ruß oder Silikate – die über die Oberfläche schleifen, aber auch Risse und Abnutzungen im Reifenmaterial.
"Wir haben zunächst die Bindung der Gummimoleküle berücksichtigt", sagt Persson, "dieser Prozess sollte aus unseren Erfahrungen den größten Einfluss bei der Scherung haben." Für drei Gummimischungen testeten die Forscher ihr erweitertes Rechenmodell: die typische Mischung eines Sommer-, eines Allwetter- und eines Winterreifens. Kleine Blöcke dieser Materialien zogen sie über zwei verschiedene Arten von Asphalt und Sandpapier mit einer Geschwindigkeit von maximal einem Millimeter pro Sekunde. "Durch die langsame Bewegung haben wir ausgeschlossen, dass die Reibungswärme unser Ergebnis beeinflusst", sagt Persson. "Gummireibung ist sehr komplex, daher wollten wir die neue Theorie zunächst unter sehr einfachen Bedingungen testen."
Für verschiedene Zuggeschwindigkeiten und Temperaturen beschreibt das neue Modell die experimentell beobachtete Reibung sehr gut. "Das stützt unsere Annahme, dass die kurzzeitige Haftung der Gummimoleküle auf molekularer Ebene entscheidend zur Scherkraft beiträgt", sagt Persson. Bei Kontakt des Gummiblocks mit der Oberfläche haften die zunächst verknäulten Gummimoleküle dort. Wird der Gummiblock weitergezogen, dehnen sich die Moleküle ähnlich einem Gummiband, das man an einem Ende festhält – bis sie schließlich wieder abreißen, zu einem Knäuel zusammenschnurren und erneut haften können.
Dieser Mechanismus wird auch bestätig durch die Abhängigkeit der Scherung von Temperatur und Zuggeschwindigkeit: Bei hoher Temperatur oder kleiner Zuggeschwindigkeit haften die Gummimoleküle kaum – der Scherbeitrag zur Reibung ist gering. Gleiches gilt für sehr niedrige Temperaturen oder hohe Zuggeschwindigkeit. Der Grund dafür ist die thermische Bewegung der Gummimoleküle, also ihre mikroskopische Beweglichkeit in der nach außen hin festen Gummimischung. Bei hohen Temperaturen bewegen sich die Moleküle zu stark, um an der Oberfläche zu haften, bei niedrigen Temperaturen bewegen sie sich zu langsam. In beiden Fällen ist die Zeit, in der sie Kontakt mit der Oberfläche haben, zu kurz, um anzuhaften.
"Natürlich gelten unsere Ergebnisse zunächst für idealisierte Bedingungen, also trockene, saubere Oberflächen", sagt Persson. Bei nassen Straßen sollte die Scherkraft beispielsweise nur eine geringe Rolle spielen, da der Wasserfilm den Kontakt der Gummimoleküle mit der Asphaltoberfläche verhindert. "Aber das Modell zeigt den Weg, welche Faktoren bei der Vorhersage der perfekten Gummimischung eine Rolle spielen können und was auf molekularer Ebene bei der Reibung passiert."

Originalpublikation:

B. Lorenz, Y.R. Oh, S. K. Nam, S. H. Jeon, B. N. J. Persson, Rubber friction on Road Surfaces, J. Chem.Phys., 142, 194701 (2015),http://dx.doi.org/10.1063/1.4919221

Weitere Informationen:

Ansprechpartner:

Dr. Bo Persson, Telefon: 02461 61-5143, 
E-Mail: b.persson@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Dr. Barbara Schunk, Telefon: 02461 61-8031
E-Mail: b.schunk@fz-juelich.de
Annette Stettien, Telefon: 02461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de



Dienstag, 19. Mai 2015

Salem Kolleg und Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) besiegeln Kooperation


v.l. Salem Kolleg: Niederhofer (GF), Häffele, Groot (GF), Hügel;
HTWG: Prof. Dr. Bergé (Vize-Präs.), Prof. Dr. Manz (Präs.)


Kollegiatinnen und Kollegiaten besuchen zukünftig auch Veranstaltungen der Hochschule

Überlingen, 18.05.2015

Presseportal für Hochbegabung Durch die Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) erweitert das Salem Kolleg das wissenschaftliche Angebot für seine Kollegiatinnen und Kollegiaten. Seit Gründung des Kollegs in Überlingen/Bodensee im Jahr 2013 haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Orientierungsjahr nach dem Abitur die Möglichkeit, neben dem Seminarangebot am Kolleg auch Veranstaltungen an der Universität Konstanz zu besuchen. Dieses Konzept konnte nun auch auf die HTWG übertragen werden. „Die Kollegiatinnen und Kollegiaten können nun aus einem noch breiteren Angebot an Kursen wählen und beispielsweise auch Seminar­veranstaltungen in Architektur und Gestaltung, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Informatik oder Maschinenbau wählen“, so Claudia Groot, Akademische Leiterin des Kollegs. Dabei lernen sie mit der HTWG eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) kennen, an der in Kleingruppen projekt- und praxisorientiert gelehrt wird. Die Studierenden profitieren unmittelbar von der Vernetzung der Hochschule mit der Wirtschaft durch die Möglichkeit zur Mitarbeit in Forschungsprojekten, durch Praktika und Projektarbeiten.

Die HTWG schätzt die große Heterogenität ihrer Studierenden und macht entsprechende Angebote, die das Ankommen an der Hochschule erleichtern, sodass auch die Kollegiatinnen und Kollegiaten des Salem Kollegs schnell integriert werden können. Neben der Möglichkeit, Veranstaltungen an der HTWG zu besuchen, wird der Austausch zwischen Kolleg und Hochschule zum Beispiel mit Kontakten zwischen Lehrenden gefördert.
Der Nutzen für alle Beteiligten hierbei ist klar: Die Kollegiaten können sich einen umfassenden Einblick in weitere Fachgebiete verschaffen. Die Hochschule profitiert von informierten und motivierten Studierenden, die eine begründete Studien- und Berufswahl treffen. „Wir hatten im Vorfeld der Kooperationsvereinbarung schon erste Kollegiatinnen und Kollegiaten in unseren Vorlesungen und würden uns freuen, den einen oder anderen für ein Studium an der HTWG begeistern zu können“, betont Frau Professorin Dr. Bergé, Vizepräsidentin für Lehre & Qualitätssicherung. Für das Salem Kolleg, Tochtergesellschaft des weltweit anerkannten deutschen Internats Schule Schloss Salem, bilden die Kooperationen mit der Universität Konstanz und der HTWG Konstanz die ideale Basis für den weiteren Ausbau des Orientierungsjahres.  

Das gemeinnützige Salem Kolleg bereitet in einem Orientierungsjahr Abiturientinnen und Abiturienten in drei Trimestern auf ihre akademische und berufliche Zukunft vor. Neben einem Einblick in Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften im Sinne eines Studium Generale und einer Einführung in das interdisziplinäre Arbeiten geht es auch um die Entwicklung der Persönlichkeit, um das Meistern von Herausforderungen, das Erleben und Überwinden von Grenzen, sprich: um eine gründliche Vorbereitung auf Studium und Beruf.
Die Kollegiatinnen und Kollegiaten leben zusammen auf dem modernen Campus in Überlingen, in der Nähe des Bodensees und werden von Doktoranden und jungen Wissenschaftlern in drei Trimestern in die Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eingeführt.

Hinzu kommt das Projekt „Soziale Wirklichkeit“, bei dem sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten in kleinen Teams einer selbst gewählten, aktuellen Fragestellung zum „Brennpunkt Europa“ und seinem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Wandel widmen. Im Rahmen einer Projektreise wird dabei auch vor Ort geforscht.
Neben Vorlesungen und Projektarbeit bleibt Zeit für Theater, Musik, Sport, Sprachen; für Eigenarbeit, Erfahrungsaustausch und Outdoor-Training. Darüber hinaus werden Vorlesungen an der Universität Konstanz und nun auch an der HTWG besucht. Entsprechend dem Leitgedanken des Kollegs „Erleben. Verstehen. Entscheiden.“ wird den Absolventinnen und Absolventen des Orientierungsjahres eine begründete Studien- und Berufswahl ermöglicht.

Einzelne Stipendienplätze können vergeben werden. Weitere Informationen unter www.salemkolleg.de

Pressekontakt:
Birgit Bergmüller, PR & Marketing
Claudia Groot, Geschäftsführerin
Telefon: +49 (0) 7553 919-616
E-Mail: presse@salemkolleg.de

Salem Kolleg gGmbH
Kurt-Hahn-Straße 1
88662 Überlingen
www.salemkolleg.de



Ein anderer Blickwinkel ins Gehirn

Tübinger Neurowissenschaftler legen wichtige Grundlagen für nichtinvasive Bildgebung des menschlichen Gehirns

Presseportal für Hochbegabung Tübinger Neurowissenschaftlern ist ein wesentlicher Schritt bei der nichtinvasiven Untersuchung des menschlichen Gehirns durch die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRI, functional magnetic resonance imaging) gelungen. Das bildgebende Verfahren wird in der Forschung genutzt, um Interaktionen zwischen verschiedenen Gehirnregionen zu untersuchen. Allerdings indirekt: fMRI erfasst nicht die neuronale Aktivität, sondern erkennt besonders aktive Gehirnareale anhand ihrer Durchblutung. Dr. Markus Siegel und seine Arbeitsgruppe (Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften – CIN / MEG Zentrum der Universität Tübingen) zeigen in einer aktuellen Studie, dass die per fMRI gemessenen Interaktionen zwischen Hirnregionen tatsächlich mit korrelierter Nervenzellaktivität zusammenhängen ‒ und welche Art von Aktivität dies ist. Die Methode wird so noch attraktiver für die neurowissenschaftliche Forschung. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht.

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Neuronen, die in Zentren gebündelt sind. Diese Areale haben unterschiedliche Aufgaben, kommunizieren aber unentwegt miteinander. Diese Interaktionen zwischen Hirnregionen sind die Grundlage unseres alltäglichen Denkens und Handelns. Störungen dieser Interaktionen sind dagegen oft die Grundlage neurologischer Erkrankungen, etwa der Multiplen Sklerose (MS).

Um diese Interaktionen zwischen Hirnregionen nichtinvasiv – also von außen, ohne Öffnung des Schädels – zu untersuchen, setzt die neurowissenschaftliche Forschung seit Jahren fMRI ein. fMRI misst Blutfluss und Sauerstoffgehalt des Blutes im Gehirn. Weil Nervenzellen viel Energie verbrauchen – unser Gehirn beansprucht etwa 25 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien –, werden aktive Hirnareale besonders stark durchblutet. So lässt fMRI Rückschlüsse darauf zu, welche Areale des Gehirns jeweils gerade aktiv sind und miteinander kommunizieren. Da aber eben nicht direkt neuronale Prozesse, sondern Blutfluss und Sauerstoffsättigung beobachtet werden, ist noch unzureichend verstanden, ob und welche Art von neuronalen Interaktionen zwischen Hirnregionen das fMRI tatsächlich widerspiegelt.

Um diese Lücke zu schließen, glichen Dr. Siegel und sein Team die fMRI-Messungen von Probanden mit deren Magnetenzephalographie (MEG)-Messungen ab. Im Gegensatz zum fMRI misst das MEG direkt die Nervenzellaktivität im Gehirn – es registriert die durch diese Aktivität verursachten, sehr kleinen Magnetfelder. MEG hat eine schlechtere räumliche Auflösung als fMRI, aber die sehr hohe zeitliche Präzision ermöglicht, anders als beim fMRI, die Unterscheidung verschiedener Hirnrhythmen – das sind schnelle periodische Veränderungen der Gehirnaktivität. Die Tübinger Universität ist eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland, die über eine MEG-Apparatur verfügt.

Markus Siegel und sein Team verglichen die per fMRI und MEG gemessenen Interaktionen zwischen 450 einzelnen Punkten im Gehirn. Die Wissenschaftler werteten so ca. 100.000 Einzeldaten aus. Der Aufwand hat sich gelohnt: Ihnen gelang der Nachweis, dass Nervenzellaktivität und die per fMRI gemessenen Interaktionen unmittelbar zusammenhängen. Darüberhinaus konnten sie zeigen, dass dieser Zusammenhang nicht etwa im ganzen Gehirn gleich ist: Das fMRI zeigt für verschiedene Paare von Hirnregionen die Interaktion unterschiedlicher Hirnrhythmen. Viele der vom fMRI gelieferten Informationen sind damit komplementär zu denen, die das MEG bereitstellen kann.

Die Befunde liefern eine wichtige Grundlage für den Einsatz des fMRI in der Neurowissenschaft. Darüber hinaus zeigen diese Ergebnisse den Nutzen, den der gemeinsame Einsatz von fMRI mit seiner hervorragenden räumlichen Auflösung und MEG oder EEG mit ihrer hohen zeitlichen Auflösung bringen können. Die Kombination der Verfahren erscheint damit mittelfristig auch als Methode zur Diagnostik oder zur Vorbereitung von Behandlungen im klinischen Alltag immer realistischer. Der neue Blickwinkel lässt wesentlich feinere Bilder des Geschehens im gesunden und erkrankten menschlichen Gehirn erwarten.

Publikation:
Joerg F. Hipp, Markus Siegel: BOLD fMRI Correlation Reflects Frequency-Specific Neuronal Correlation. Current Biology (2015), 18. Mai 2015 (online-Publikation)

Pressekontakt CIN:
Dr. Paul Töbelmann, Wissenschaftskommunikation
Werner-Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)
Otfried-Müller-Str. 25 ∙ 72076 Tübingen
Tel.: +49 7071 29-89108






Ausschreibung: Hugo-Junkers-Preis der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie hiermit auf die Ausschreibung des Hugo-Junkers-Preises der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse 2015 hinweisen:

Der Hugo-Junkers-Preis der deutschen Luft- und Raumfahrt-Presse wird jährlich vom Luftfahrt-Presse-Club e.V. (LPC) ausgeschrieben und dient der Würdigung herausragender journalistischer Arbeiten über die Luft- und Raumfahrt. Der Preis wird getragen von der Hugo-Junkers-Stiftung, dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) und dem LPC.

Teilnehmen können Journalisten aller Medien, unabhängig davon, ob sie Mitglieder des LPC sind. Die Autoren können sich selbst bewerben oder von einem Mitglied des LPC vorgeschlagen werden. Es soll nur eine Arbeit eingereicht werden. Hat sich ein Autor jedoch über längere Zeit mit einem Thema auseinandergesetzt, so kann auch eine Reihe zusammenhängender Beiträge für preiswürdig erachtet werden.

Es sind Themen aus allen Bereichen der Luft- und Raumfahrt zugelassen. Für den Hugo-Junkers-Preis 2015 müssen die Vorschläge zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 31. August 2015 publiziert worden sein. Arbeiten aus den Printmedien müssen in Kopie der Veröffentlichung beigelegt sein, Arbeiten aus den elektronischen Medien in Form von Ton- oder Videokassetten mit Angabe des Sendedatums, Titels und Autors. Auch Bücher können eingereicht werden. Publikationen, die dem Bereich PR und Werbung zuzuordnen sind, werden nicht bewertet.

Mitglieder der Jury sind der amtierende Vorstand des LPC, Bernd Junkers, Enkel von Hugo Junkers, und ein Vertreter des BDLI. Der Preis ist jährlich mit insgesamt € 10.000 dotiert. Er kann auf mehrere Preisträger und für Arbeiten aus verschiedenen Themenbereichen oder unterschiedlichen Medien aufgeteilt werden. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Hugo-Junkers-Preis wird anlässlich der Jahrestagung des LPC im November 2015 verliehen.

Einsendungen nimmt der LPC bis zum 31.08.2015 (Luftfahrt-Presse-Club e.V., Geschäftsführer Clemens Bollinger, Robert-Kempner-Ring 29, 61440 Oberursel, Telefon 06171-923350, Fax: 06171-923351, e-mail: verwaltung@luftfahrt-presse-club.de) entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Kommunikation, Pressesprecher
Tel.: +49 2203 601-2474
Mobil +49-171-3126466





VDZ gewinnt mit der Kampagne „Digital Editorial Media“ FIPP Insight Award 2015 in Gold


Digital Editorial Media überzeugte als hervorragende Innovation für gelungenes Gattungsmarketing

Presseportal für Hochbegabung Berlin, 19. Mai 2015 – Der VDZ wurde gestern bei den FIPP Insight Awards 2015 für seine neue Gattungsmarketing-Kampagne Digital Editorial Media mit dem internationalen FIPP Insight Award 2015 in Gold ausgezeichnet. Der Preis ist eine besondere Anerkennung für innovative Marktforschungsstudien zur Leistungsfähigkeit der gedruckten und digitalen Medienmarken der Verlage.

„Wir freuen uns sehr über die so positive Wahrnehmung und Bewertung unserer Kampagne Digital Editorial Media. Sie thematisiert den USP unseres digitalen Medienangebots – anspruchsvolle journalistische Inhalte für Informationen und Unterhaltung, die relevante Zielgruppen binden und hochwertige, effektive Umfelder für Werbungstreibende bieten“, so Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Print und Digitale Medien, der das neue Konzept zusammen mit Experten des Steering Committee Digitale Medien und der AG Premium Sales entwickelt hat. Die Marktforschung wurde vom Institut d.core, Forschungsagentur für Medien, übernommen.

Gestern Abend wurden neben dem VDZ u.a. auch Condé Nast Spain sowie Axel Springer mit der AUTO BILD-Tablet-Studie sowie die GIK für Best for Planning mit Gold geehrt.

Chris Llewellyn, President und CEO von FIPP, dem Weltverband der Zeitschriftenverleger, überreichte gestern Abend in Amsterdam die Preise und bemerkte dazu: “In einer Welt von Big Data und immer feineren Metriken war es noch nie so anspruchsvoll, die Wirksamkeit von Werbung in Print und digitalen Medienangeboten der Verlage nachzuweisen. Medienforscher und nationale Zeitschriftenverbände stehen vor der Herausforderung, Lösungen zu präsentieren, die trotz aller Komplexität aufschlussreiche Ergebnisse liefern, die die einzigartigen Qualitäten unserer Marken in unterschiedlichen Medien belegen. Durch die FIPP Insight Awards wurde eine Plattform geschaffen, um solche herausragenden Arbeiten zu würdigen.”

Das FIPP Insight Forum ist ein zweitägiges, globales Event für Verleger, Marktforscher und Marketing-Manager des Print und des digitalen Zeitschriftengeschäfts und fand in diesem Jahr bei Sanoma Uitgevers in Amsterdam statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fippinsightforum.com.


Weitere Informationen:
Peter Klotzki
Tel: +49 (30) 72 62 98-162
Internet: www.vdz.de





Recycling Economy 4.0


Prof. Markus Reuter will be leaving the Finnish technology firm Outotec
to join the Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology at
 HZDR in September 2015. Source: Outotec


Outotec Technology Director joins the Helmholtz-Zentrum in Dresden, Germany

Presseportal für Hochbegabung With the arrival of Prof. Markus Reuter in September 2015, the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) will gain an internationally renowned expert in metal recycling and sustainable technologies. Until that time, he remains in charge of technology management at the Finnish company Outotec, the world leader in processing metallic and mineral raw materials. As director of the HZDR’s Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology, Reuter will intensify his research into the “Internet of Things”, that is, into the recycling of metallic raw materials within a material and energy-efficient Circular Economy 4.0.

“Recycling of modern products is becoming increasingly more difficult due to their complex composition,” explains Markus Reuter. At the same time, recycling is currently gaining tremendous importance because a sustainable society must be able to recover discarded, scrapped or obsolete products as a valuable and critical source for raw materials. “I have been involved for many years in developing new concepts for a resource-efficient circular economy,” continues Reuter. “The fact that we at Outotec were named the third most sustainable company at the 2014 World Economic Forum in Davos is significant for our industry.” Reuter, who is also professor at Aalto University in Finland, has always been particularly concerned with making students aware of matters of sustainability and with educating them in the realms of recycling, metallurgy, process and system modelling as well as optimization.

This particular combination of technology management, science and education, makes Reuter the perfect candidate for director of the Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology (HIF). The engineer and beneficiation expert will serve as a second director, joining geoscientist and founding director Prof. Jens Gutzmer. "Markus Reuter’s scientific expertise fits precisely with the profile of our institute while it also strengthens several important interfaces with the TU Bergakademie Freiberg, our closest cooperation partner,” says Gutzmer. Reuter will receive approximately four million Euros from HZDR and the Helmholtz Association for creating his own research group and for networking with material and energy-relevant groups within the Helmholtz Association.

Intelligent Circular Economy 4.0

But what are the characteristics of a circular economy? It is the ultimate goal that any product that reaches the end of its active use can be dismantled to enable the recovery of all raw materials contained within it. These raw materials are thus recycled and retained for future use. That is why research and development should take into consideration how products can be recycled before they are produced. But how can devices and materials with increasingly complex functionalities and compositions be efficiently recycled in terms of resources? A systemic and largely digitalized Circular Economy 4.0 should offer answers to this question. The objective is to link all sectors of the resource value chain together – from the exploitation of raw materials from primary sources and production of industrial goods to recycling – via computer simulations and optimization models.

“We are very pleased that Markus Reuter, a recognized leader at Outotec, will be joining the HZDR and contributing to German science," says Prof. Roland Sauerbrey, Scientific Director of the HZDR. “His role as main author of the UN report on metal recycling is a symbol of his commitment to resource efficiency and his outstanding scientific influence.”

Link to the UN report:

The press release can also be found under:            


__Further information:
Prof. Dr. Dr. h. c. Markus Reuter
Director - Technology Management
Adjunct Professor Aalto University
Outotec Oyj & Aalto University
Riihitontuntie 7 D, PO Box 86, FI-02200 Espoo, Finland
Phone: +358 20 529 2907 | markus.reuter@outotec.com    

Prof. Jens Gutzmer | Director
Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology at HZDR
Phone: +49 351 260 - 4400 | j.gutzmer@hzdr.de  

__Press:
Tina Schulz | HIF Press Officer
Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology at HZDR
Halsbrueckerstr. 34, 09599 Freiberg, Germany
Phone: +49 351 260 - 4427 | t.schulz@hzdr.de

The Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) conducts research in the sectors energy, health, and matter. It focuses its research on the following topics:
• How can energy and resources be used efficiently, safely, and sustainably?
• How can malignant tumors be visualized and characterized more precisely and treated effectively?
• How do matter and materials behave in strong fields and in the smallest dimensions?
The HZDR has been a member of the Helmholtz Association, Germany’s largest research organization, since 2011. It has four locations in Dresden, Leipzig, Freiberg, and Grenoble and employs about 1,000 people – approximately 500 of whom are scientists, including 150 doctoral candidates.


The Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology (HIF) pursues the objective of developing innovative technologies for the economy so that mineral and metalliferous raw materials can be made available and used more efficiently and recycled in an environmentally friendly manner. The HIF was founded in 2011, belongs to Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf and is cooperating closely with TU Bergakademie Freiberg.




Deutsche Erfolge beim weltgrößten Schülerwettbewerb in den USA





Jugend forscht Preisträger gewinnen insgesamt 17 Preise bei der Intel International Science and Engineering Fair 2015 in den USA

Presseportal für Hochbegabung Bei der 66. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Pittsburgh, Pennsylvania hat sich das fünfzehnköpfige deutsche Team sehr erfolgreich präsentiert und insgesamt 17 Preise gewonnen. Die Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht waren in der vergangenen Woche beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb in den USA mit elf innovativen Forschungsprojekten an den Start gegangen. An der Intel ISEF, die vom 10. bis 15. Mai 2015 ausgetragen wurde, nahmen mehr als 1 700 junge Wissenschaftler aus über 70 Ländern teil.

Zwei deutsche Jungforscher gehören zu den besten 24 Nachwuchswissenschaftlern der Welt: Arne Hensel (18) aus Hessen überzeugte die Jury mit seinem elektrochemischen Verfahren zur Herstellung nanoporöser Oberflächen sowie dünner Schichten aus Aluminiumoxid, das künftig zur effizienteren Produktion von organischen Leuchtdioden oder Membranen für Brennstoffzellen beitragen könnte. Für sein Projekt erhielt er neben einem mit 3.000 US-Dollar dotierten 1. Preis im Fachgebiet Chemie auch den Preis Best of Category im Wert von 5.000 US-Dollar. Ferner gewann er den mit 2.500 US-Dollar dotierten Sustainable Urban Design First Award sowie die Teilnahme an der Nobelpreisverleihung im Rahmen des Stockholm International Youth Science Seminar (SIYSS).

Auch Niklas Fauth (17) aus Baden-Württemberg konnte in den Kreis der Top-Jungforscher vordringen: Sein neuartiger Sensor, der Gasgemische mittels Ultraschall kontinuierlich und mit hoher Genauigkeit misst, wurde im Fachgebiet Embedded Systems mit einem 1. Preis im Wert von 3.000 US-Dollar ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt er ebenfalls den mit 5.000 US-Dollar dotierten Preis Best of Category. Ferner gewann er als Sonderpreise den First Place Award im Wert von 1.500 US-Dollar der Spectroscopy Society of Pittsburgh sowie die Teilnahmen am Nachwuchswettbewerb CASTIC in China und an einer Summer-School in Trient, Italien.

Lukas Höhne (18) und Lukas Gräfner (17) aus Sachsen-Anhalt gewannen mit ihrem innovativen 3-D-Drucker, der sich besonders für die Herstellung rotationssymmetrischer Teile eignet, einen mit 1.500 US-Dollar dotierten 2. Preis im Fachgebiet Engineering Mechanics. Adrian Lenkeit (15) aus Nordrhein-Westfalen erhielt einen mit 500 US-Dollar dotierten 4. Preis im Fachgebiet Physics and Astronomy. Er simulierte am Computer sogenannte Vielteilchensysteme, wie sie etwa Sternengalaxien darstellen. Auch Leonard Bauersfeld (17) aus Baden-Württemberg errang mit seinem speziellen Sprinkler, der das Wasser anders als üblich nicht ausstößt, sondern ansaugt, einen 4. Preis in Physics and Astronomy im Wert von 500 US-Dollar.

Für ihr Computerprogramm auf Grundlage der Modallogik wurde Nadine Theisen (17) aus dem Saarland mit dem Sonderpreis der Oracle Academy für ein herausragendes Projekt im Softwarebereich in Höhe von 5.000 US-Dollar ausgezeichnet. Saverio Nobbe (19) aus Berlin erhielt einen mit 2.000 US-Dollar dotierten Sonderpreis der National Aeronautics and Space Administration (NASA) sowie Aktien der United Technologies Corporation im Gegenwert von 3.000 US-Dollar. Er arbeitete an einer umweltverträglicheren Treibstoffmischung als Alternative für das heute in der Raumfahrt verwandte Chlor.

Einen Sonderpreis der China Association for Science and Technology (CAST) in Höhe von 1.200 US-Dollar erhielt Lukas Stockner (18) aus Bayern für seine Software, mit der sich der Rechenaufwand bei der Erstellung von Computeranimationen reduzieren lässt. Felicitas Kaplar (18) und Antonia Hartmann (19) aus Bayern freuten sich über ein Certificate of Honorable Mention der American Chemical Society Education Division. Die beiden setzten Gärbakterien in einem Reaktor unter Strom und konnten so das Treibhausgas Kohlendioxid in energiereiches Biogas umwandeln.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V. 
Dr. Daniel Giese 
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99 
E-Mail: presse@jugend-forscht.de     





Digitalisierte Kreislaufwirtschaft 4.0


 Im September wechselt Professor Markus Reuter vom finnischen
Technologieunternehmen Outotec an das Helmholtz-Institut Freiberg
für Ressourcentechnologie am HZDR. Quelle: Outotec


Technologiedirektor wechselt vom finnischen Unternehmen Outotec ans HZDR

Presseportal für Hochbegabung Mit Professor Markus Reuter gewinnt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ab September 2015 einen international ausgewiesenen Experten für Metallrecycling und nachhaltige Technologien. Bis dahin ist er beim finnischen Unternehmen Outotec, dem Weltmarktführer auf dem Gebiet der Aufbereitung metallischer und mineralischer Rohstoffe, weiter für den Bereich Technologie-Management zuständig. Als Direktor am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR will Reuter seine Forschungsarbeiten zum „Internet of Things“, also zur material- und energieeffizienten Kreislaufwirtschaft 4.0 von metallischen Rohstoffen, intensivieren.

„Das Recycling moderner Produkte wird aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung immer schwieriger“, erläutert Markus Reuter. Gleichzeitig gewinnt aber gerade das Recycling enorm an Bedeutung, denn eine nachhaltige Gesellschaft muss für die Produktion neuer Güter auch auf die wertvollen und kritischen Rohstoffe aus weggeworfenen, ausgesonderten oder veralteten Produkten zurückgreifen können. „Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit neuen Konzepten für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft“, fährt Reuter fort. „Dass wir es mit Outotec geschafft haben, auf dem World Economic Forum 2014 in Davos die Nummer Drei der weltweit nachhaltigsten Unternehmen zu sein, ist signifikant für unsere Industrie.“ Reuter, der ebenso Professor an der Universität Aalto in Finnland ist, war es zudem schon immer ein besonderes Anliegen, Studierende in Sachen Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und in den Bereichen Recycling, Metallurgie, Prozess- und Systemmodellierung sowie -optimierung auszubilden.

Genau diese Kombination aus Technologiemanagement, Wissenschaft und Lehre macht Reuter zum geeigneten Kandidaten für den Direktorenposten am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF). Der Aufbereitungsexperte ergänzt dort als zweiter Direktor den Gründungsdirektor und Geowissenschaftler Professor Jens Gutzmer. „Mit seiner wissenschaftlichen Ausrichtung passt Markus Reuter genau in das Profil unseres Instituts und findet gleichzeitig viele wichtige Schnittstellen mit der TU Bergakademie Freiberg, unserem engsten Kooperationspartner“, freut sich Gutzmer. Für den Aufbau einer eigenen Forschergruppe und deren Vernetzung mit material- und energierelevanten Gruppen innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft erhält Reuter rund vier Millionen Euro von HZDR und Helmholtz-Gemeinschaft.

Intelligente Kreislaufwirtschaft 4.0

Doch was zeichnet die Kreislaufwirtschaft aus? Ein Produkt soll am Ende seiner Lebensdauer weitgehend in seine Ausgangsmaterialien zerlegt werden können. Die gewonnenen Rohstoffe kehren also zurück in den technischen Kreislauf. Für die Forschung und Entwicklung heißt das, Produkte so zu gestalten, dass schon vor der Herstellung klar ist, wie sie später recycelt werden müssen. Wie aber können Geräte und Materialen mit zunehmend komplexer Funktionalität und Zusammensetzung ressourceneffizient wiederverwertet werden? Antworten auf diese Frage soll die digitalisierte Kreislaufwirtschaft 4.0 bieten. Ihr Ziel ist es, alle Bereiche – von der Gewinnung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zum Recycling – über Computersimulationen und Optimierungsmodelle miteinander zu verknüpfen und gleichzeitig auf material- und energieeffiziente Weise zu optimieren.

„Wir freuen uns sehr, mit Markus Reuter eine anerkannte Führungskraft von Outotec in das HZDR und damit in die deutsche Wissenschaft zu holen“, sagt Professor Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR. „Seine Rolle als Hauptautor des UN-Berichts über die Wiederverwertung von Metallen ist ein Sinnbild seines Engagements für die Ressourceneffizienz und seines herausragenden wissenschaftlichen Einflusses.“


Diese Medieninformation finden Sie auch im Internet: https://www.hzdr.de/presse/m.reuter


__Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dr. h.c. Markus Reuter
Director - Technology Management
Adjunct Professor Aalto University
Outotec Oyj & Aalto University
Riihitontuntie 7 D, PO Box 86, FI-02200 Espoo, Finland
Tel.: +358 20 529 2907 | markus.reuter@outotec.com    

Prof. Jens Gutzmer | Direktor
Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR
Tel.: +49 351 260 – 4400 | j.gutzmer@hzdr.de  

__Pressekontakt:
Tina Schulz | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR
Halsbrückerstr. 34, 09599 Freiberg
Tel.: +49 351 260 - 4427 | t.schulz@hzdr.de

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und  Materie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
• Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig?
• Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und wirksam behandelt werden?
• Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
Das HZDR ist seit 2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation  Deutschlands. Es hat vier Standorte in Dresden, Leipzig, Freiberg und Grenoble und beschäftigt rund 1.000
Mitarbeiter – davon etwa 500 Wissenschaftler inklusive 150 Doktoranden.

Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) hat das Ziel, innovative Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen und zu nutzen sowie umweltfreundlich zu recyceln. Es wurde 2011 gegründet, gehört zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und kooperiert eng mit der TU Bergakademie Freiberg.





Montag, 18. Mai 2015

Aufbruch ins Eis – Polarstern startet Richtung Spitzbergen

Eisstation
Installation von Untereissensoren waehrend
einer Eisstation. Foto: Alfred-Wegener-Institut
Stefan Hendricks



Presseportal für Hochbegabung Bremerhaven, den 18. Mai 2015. Am Dienstag, den 19. Mai 2015 startet das Forschungsschiff Polarstern von seinem Heimathafen Bremerhaven aus Richtung Arktis. Unter Leitung von Dr. Ilka Peeken vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) werden 53 Forscherinnen und Forscher aus 11 Ländern die Auswirkungen von Klimaänderungen in der Arktis vom Meereis bis zum Tiefseeboden untersuchen.

Polarstern wird im Seegebiet nördlich von Spitzbergen in die Meereiszone fahren. Auf zwei Schnitten vom Flachwasser bis in die Tiefsee wollen die Wissenschaftler Prozesse im eisbedeckten, zentralen Arktischen Ozean untersuchen. Mit ihren Ergebnissen wollen sie die Forschungsarbeiten von Expeditionen ergänzen, die in den letzten Jahren im Spätsommer stattfanden. Sie setzen unter anderem erstmals mehrere Geräte ein, die kontinuierlich die Temperatur, den Salzgehalt, die Gaszusammensetzung und die Algen im Meerwasser analysieren. „Wir wollen untersuchen, welche Tiere und Pflanzen des Arktischen Ozeans im Frühsommer aktiv sind. Dies ist in diesem Jahr besonders spannend, weil das Meereis so früh wie nie zuvor in den letzten 30 Jahren zu schmelzen begann“, sagt Ilka Peeken.

Das Leben unter dem Meereis und an der Grenze zwischen Eis und offenem Ozean steht seit einigen Jahren vermehrt im Fokus der AWI-Forscher. Die globale Erwärmung ist in der Arktis besonders ausgeprägt, was durch Negativrekorde der Meereisausdehnung sichtbar wird. Zusätzlich wird das Eis auch immer dünner. Das führt unter anderem zu veränderten Lichtverhältnissen im Wasser darunter. Gelangt mehr Sonnenlicht durch das Eis, so steht Algen, die am Anfang der Nahrungskette stehen, mehr Energie für ihr Wachstum zur Verfügung. Genauso wie Landpflanzen benötigen die Algen im Ozean Nährstoffe, um zu wachsen. 

„Wir wollen untersuchen, wie das frühe Schmelzen des Meereises in der Arktis die Nährstoffverteilung und damit das Algenwachstum beeinflusst und welche Folgen dies für die Tiere im Wasser und auf dem Meeresboden hat“, so die AWI-Biologin. Mit ihren Untersuchungen wollen die Forscher das Verständnis für die Auswirkungen des Klimawandels im Arktischen Ozean verbessern.

Die Polarstern-Expedition trägt den Namen TRANSSIZ (Transitions in the Arctic Seasonal Sea Ice Zone – Verschiebungen in der saisonalen arktischen Meereiszone) und wurde von dem Netzwerk ART (Arctic in Rapid Transition – Die Arktis in schneller Veränderung) initiiert. Dahinter steht ein internationales Forscherteam, das die Auswirkungen von Klimaveränderungen in der Arktis aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Disziplinen untersucht.

Polarstern soll am 18. Juni Longyearbyen auf Spitzbergen anlaufen, von wo aus dann die nächste Expedition in die Grönlandsee startet.

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Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.




UN-Antirassismus-Ausschuss: Rassistische Diskriminierung in staatlichen Behörden angehen




Presseportal für Hochbegabung Berlin - Nach der Veröffentlichung der Empfehlungen des UN-Antirassismus-Ausschusses an Deutschland erklärt Petra Follmar-Otto, Leiterin der Abteilung Inland/Europa des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

"Bund und Länder sollten die ausgewogenen und konkreten Empfehlungen des UN-Ausschusses an Deutschland zur Grundlage einer umfassenden und effektiven Strategie gegen Rassismus machen. Die Bekämpfung von Rassismus muss endlich zu einem wichtigen Politikfeld in Deutschland werden.

Der Ausschuss beklagt zu Recht, dass die Inhalte der UN-Antirassismus-Konvention weder in der Öffentlichkeit noch bei Gerichten und Behörden bekannt sind. Daher spielt die Konvention in der Rechtspraxis keine Rolle – obwohl sie geltendes Recht in Deutschland ist.

Der Ausschuss hat zudem deutlich gemacht, dass Rassismus auch in staatlichen Institutionen und Behörden ein Problem ist. Die über Jahre erfolglosen Ermittlungen bei der Aufklärung der Taten des NSU würden deutlich auf systematische Defizite hinweisen. Der Ausschuss sieht hier einen dringenden Reformbedarf, damit vorurteilsfrei ermittelt und rassistische Taten durch Polizei und Justiz besser erkannt werden. Bereits in einem Jahr erwartet der Ausschuss hierzu Informationen von Deutschland über die Umsetzung von Reformen.

Als ein weiteres Beispiel für rassistische Diskriminierung in staatlichen Behörden nennt der Ausschuss die Praxis der Bundespolizei, bei Kontrollen in Zügen Personen nach äußerlichen Merkmalen wie Hautfarbe auszuwählen. Der Ausschuss empfiehlt Deutschland, die Rechtsgrundlagen für die Personenkontrollen aufzuheben oder zu ändern, die Praxis des "Racial Profiling" in den Polizeigesetzen des Bundes und der Länder gesetzlich zu verbieten und das Verbot rassistischer Diskriminierung zum festen Bestandteil der Ausbildung zu machen."

Weitere Informationen:

Empfehlungen des UN-Antirassismus-Ausschusses (Concluding Observations) an Deutschland (in englischer Sprache)
(Link: http://tbinternet.ohchr.org/Treaties/CERD/Shared%20Documents/DEU/INT_CERD_COC_DEU_20483_E.pdf)

Parallelbericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte an den UN-Ausschuss zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung (CERD) (PDF,

Informationen zum CERD-Prüfverfahren  (Link:

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 – 25 93 59 14
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de




Frauen in Europa

Frauen in Europa
Frauen in Europa by Lilli Cremer-Altgeld. „Frauen in Europa“. Seien Sie dabei! Mit Ihren Gedichten. Mit Ihren Ideen. Mit Ihren Visionen. Mit Ihren Werken. Mit Ihrer Homepage. Bitte schreiben Sie eine Mail an Lilli Cremer-Altgeld frauenineuropa@t-online.de Bitte klicken Sie auf das Bild: So kommen Sie direkt zum Blog „FRAUEN IN EUROPA“.

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik


Foto: Ralf Voigt


Man erkennt sie.

Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001





Meine persönliche Einführung in die Hochbegabung

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Wie finde ich heraus, ob ich hochbegabt bin?“ – dann werden Sie hier Antworten finden. Ich habe die Informationen davon abhängig gemacht, wie gesichert Sie wissen wollen, ob Sie hochbegabt sind. Deshalb meine Frage an Sie: „Wie GESICHERT wollen Sie wissen, ob Sie hochbegabt sind?“

Meine Antworten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier können Sie mal schnuppern, wie Hochbegabte so ticken.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – hier bekommen Sie Tipps, was Sie tun können, um herauszufinden, ob Sie tendenziell hochbegabt sind.

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“ – Adressen. Hier können Sie sich zum IQ-Test anmelden. Das Ergebnis des IQ-Test sagt Ihnen, wie hoch Ihr IQ ist. Ist er über 130 Punkte, sind Sie hochbegabt. Über 145 Punkte sind Sie höchstbegabt.

Aber was ist überhaupt Hochbegabung?

Die Antwort ist einfach. Treffend hat sie einmal der Psychologe Dr. Jürgen vom Scheidt so beantwortet: „Es ist das intellektuelle Potenzial von jemandem, der in einem der gängigen und anerkannten Intelligenztest einen IQ-Wert von 130 Punkten und mehr erzielt. Dies betrifft, streng genommen, 2,27 Prozent der Bevölkerung.“ http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 20.09.2015

Und was ist HÖCHSTBEGABUNG?

Ganz einfach. Dr. Sylvia Zinser schreibt: „Ist der IQ über 145 so spricht man von Höchstbegabung.“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

Allen Hochbegabten und Höchstbegabten empfehle ich das informative, spannende und vergnügliche „Sylvia Zinser's Sammelsurium“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/ Stand: 19.09.2015 Hier erfahren Sie nicht nur etwas über den IQ, sondern auch über „Brot, Schwaebische Traeubleskuchen sowie über diverse Weihnachtsplätzchen“ http://zinser.no-ip.info/~szinser/backen.htmlx Stand: 19.09.2015

Sicherheitsstufe 1: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Man sagt oft von Hochbegabten: „Die haben eine 1 (Bestnote) in Mathe – können aber ihre Schuhe nicht richtig zubinden“. Soll heissen: das Denken funktioniert (in bestimmten Bereichen) ausgezeichnet – aber im Alltäglichen kommen sie mit bestimmten Situationen nicht gut zurecht. Nach meinen Erfahrungen ist diese Aussage für einige Hochbegabte wirklich sehr zutreffend – für andere weniger bis gar nicht.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei meinem Mathelehrer hatte ich so gut wie immer eine 1. Allerdings hatte ich auch eine Mathelehrerin. Sie war eher der Typ „Geschichtenerzählerin“. Sie sprach gerne über ihre Lieblingsrezepte, ihre Backkunst und ihren Hund. Ich war so damit beschäftigt, herauszufinden, was das mit Arithmetik zu tun hatte, dass ich ihr, wenn es denn mal was zu rechnen gab, kaum noch folgen konnte.

Meine Noten in Mathe lagen bei ihr im Mittelfeld. Und ich war richtig dankbar als der in meinen Augen „richtige“ Lehrer kam. Der mir Mathe so erklärte, dass ich es verstanden habe. Ich machte Überstunden in Mathe und liess mir extra Hausaufgaben geben. Nein, ich war keine Streberin. Ich hatte einfach Spass an Problemlösungen. Aber wenn ich meine Strickjacke zuknöpfen sollte – da gab es Stress für mich. Jedenfalls dieser Lehrer schickte mich zum Schulpsychologen, der mich positiv auf Hochbegabung testete. Da er sagte: „Du darfst mit niemandem darüber reden, dass Du diesen IQ von … hast.“ – dachte ich: vielleicht ist es eine Krankheit oder sonst wie ansteckend. Ich habe nie darüber gesprochen. Erst vor gut zehn Jahren habe ich mich in meiner Familie geoutet.

Meine Kollegin Alexandra in unserem Markt- und Sozialforschungs-Institut war da ähnlich unterschiedlich in ihrer Mathe-Begabung. Obwohl sie ein echtes Mathe-Genie ist, gab es auch für sie Grauzonen. Normalerweise hörte sie von einer Aufgabe oder schaute auf das Papier. Und schwupp – schon hatte sie die Lösung. Manchmal trat sie einen Wettstreit mit unserem Computer an. Nicht immer war unser PC der Gewinner. Doch dann gab es für sie echte Herausforderungen: Wenn sie ohne Hilfsmittel Prozent rechnen sollte, versagte sie fast jedes Mal. Nicht mal 10 Prozent von 100 konnte sie richtig errechnen. Allein bei dem Wort „Prozentrechnen“ driftete sie immer ab. Im Laufe der Zeit wurde es allerdings besser.

Ich will damit sagen: Nicht alle Hochbegabte sind Mathe-Genies. Nicht alle Mathe-Genies sind fehlerlos. Tröstlich ist, was Albert Einstein einmal über Mathe gesagt hat: „Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.“

Mit anderen Worten: Nicht jeder Hochbegabte glänzt in Mathe. Eine Klientin von mir war die Vorgesetzte der ehemaligen Lehrerin eines Fußballnationalspielers (Weltmeister!). Er hatte wenig Interesse an Zahlen und sagte bereits in jungen Jahren zu der Lehrerin: „Warum soll ich Rechnen lernen? Ich werde mal ein berühmter Fußballspieler. Und dann kann ich mir so viele Rechenkünstler leisten wie will.“ Die Lehrerin staunte. Doch der Junge hatte Recht. Er ist hochbegabt UND hochsensitiv.

Hochbegabte können sehr gut oder gut rechnen – oder auch gar nicht. Was sind nun die die typischen Eigenschaften von Hochbegabten?

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Genauso wie nicht alle Kölner lustig sind, nicht alle Münchner Lederhosen tragen und nicht alle Hamburger einen Segelschein haben – so sind auch nicht alle überdurchschnittlich intelligenten Menschen so oder so.

Nehmen wir einmal eine Einteilung der Hochbegabten vor, die Jürgen vom Scheidt heraus gearbeitet hat. Er unterteilt fünf (drei plus zwei) Gruppen. Selbstredend gibt es noch andere Kategorien – dazu komme ich noch.

Scheidt zufolge gibt es – vereinfacht ausgedrückt – bei den Hochbegabten, abhängig von dem Kriterium „Erfolg in der Schule, im Beruf“ folgende Trias:

O Ein Drittel, die ihre „Begabung erfolgreich verwirklicht“ haben. Sie sind Topmanager/innen, Spitzensportler/innen, Unternehmer/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen usw. Sie wurden z.B. von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ oder anderen Institutionen erkannt und gefördert.

O Ein Drittel sind sogenannte „Latente“: Sie spüren, ahnen oder wissen um ihre Begabung, kommen aber nicht so einfach aus dem Quark. Die Psychologin und Expertin für Hochbegabung, Andrea Brackmann, schreibt in ihrem zweiten Buch, dass „Hochbegabung Mut erfordere“ http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015. Bei dieser Gruppe verstehen wir, warum das so ist.

O Ein Drittel sind nach Scheidt die „Underachiever“ („Minderleister“). Sie könnten schon – wollen aber (noch?) nicht erfolgreich sein. Speziell zu Minderleister/innen in der Schule noch einmal Sylvia Zinser: Ihr Geheimtipp J: MOTIVIEREN! http://zinser.no-ip.info/~szinser/gifted/faqhg.htmlx Stand: 19.09.2015

So, das sind unsere drei Gruppen – zwei kleine Gruppen fehlen noch:

O Es sind die „Entgleisten“: sie sind erfolgreich – aber auf kriminelle oder soziopathische Weise.

O Dies sind die Höchstbegabten wie etwa Einstein und Freud.

Alle Infos zu dieser Einteilung in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt: http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015

Wer bis hierher tapfer durchgehalten hat – wird jetzt belohnt. Jeder Mensch, der denkt: Analyse? Mathe? Logik? Das sind jetzt nicht so meine Stärken. Ich bin eher der Musiker, die Malerin, der Tänzer, die Fotografin, der Praktiker. Gut so. Es gibt insgesamt sieben Felder der Hochbegabung: mein Bruder Helmut glänzt z.B. durch „Praktische Intelligenz“: Er erkennt sofort im realen Leben wie man es richtig zumindest aber besser machen kann. Mir bleibt diese Art zu denken verborgen. Zumindest müsste ich viele Bücher lesen, um diese Dinge verstehen zu können. Mir fällt es schon schwer genug, meine Jacke richtig zuzuknöpfen.

Prof. Werner Stangl zitiert Prof. Kurt Heller auf seinen Seiten zu den Themen „Intelligenz und Hochbegabung“ wie folgt:

„Nach Heller (2000) gibt es folgende Begabungsfaktoren:

O Intellektuelle Fähigkeiten (sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich-logische, etc. Fähigkeiten)

O Sozial-emotionale Fähigkeiten

O Musisch-künstlerische Fähigkeiten

O Musikalische Fähigkeiten

O Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)

O Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)

O Praktische Intelligenz“

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html Stand: 19.09.2015

Wir sehen: Hochbegabung ist spannend. Und es wird noch spannender.

Nehmen wir noch eine weitere Differenzierung vor: Hochbegabte sind oft auch hochsensibel und/oder hochsensitiv. Ihre Sinne sind stärker ausgeprägt. Zum einen (hochsensibel) sind ihre normalen Sinne (hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen) intensiver (Künstler/innen, Star-Köch/innen, Parfümeur/innen – einige haben auch ein begnadetes „Fingerspitzengefühl“ wie etwa Handerker/innen und Chirurg/innen u.a.m.). Und/oder andererseits ist ihre Wahrnehmung (hochsensitiv) tiefer: Diese Hochbegabten haben den sechsten (hellhörig), siebten (hellfühlig) und achten (hellsichtig) Sinn wie etwa Goethe, Einstein und Leonardo da Vinci. Wie sagte Albert Einstein?: „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

Bei einer solchen Differenzierung: Wo gibt es da noch Gemeinsamkeiten?

Ich fange mal mit den Tendenzen an: Diejenigen, die in der ‚Flüchtlingszeit im Sommer 2015‘ kreativ, beherzt und schnell helfen – können hochbegabt sein. Denn diese Merkmale findet man oft unter den hohen IQ’lern. Der eine organisiert geschickt, die andere übersetzt, der nächste weiss, wer wo wie helfen kann. Schnelligkeit ist für Hochbegabte so natürlich wie das Atmen. Klar, dass nicht jede/r in allen Bereichen gleich schnell ist. Wenn Sie wüssten, wie lange ich brauche, um meine Jacke zuzuknöpfen …

Doch weiter: Gerechtigkeit für jedermann ist stark vorhanden bei den Begabten ebenso so wie vernetztes Denken und Handeln. Nach Andrea Brackmann gehört das „Mehr von allem“ oft zum Repertoire. Wie etwa das „Erfassen kompletter Zusammenhänge“, „Auffinden vielfältiger Lösungswege“ sowie „hohes Einfühlungsvermögen“. Wie gut, dass Hochbegabte oft nur wenig Schlaf brauchen (4 bis 6 Stunden).

Selbstredend gibt es nicht nur diese sonnigen Seiten der hochtalentierten Menschen. Ihre Schattenseiten sind nicht nur für die Beteiligten selbst unangenehm: Oftmals übersteigerte Konzentration bei den SPEZIALISTEN auf ein Spezialthema (Musik oder Sport oder Politik oder Finanzen oder Sprachen oder oder oder). Bei den Generalisten ist es etwas anders: Hier überwiegt die Vielseitigkeit, die sich in mehreren Berufen und Hobbies zeigt. Bei beiden wird die Familie, werden Freund/innen und Kolleg/innen schon mal etwas vernachlässigt. Denn Hochbegabte sind oft Perfektionist/innen. Und es kann mal etwas länger dauern bis sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind.

Routine ist ihnen oft ein Gräuel. Manche finden kreativ alternative Wege um dieser Routine immer wieder auszuweichen. Andere plagen Zweifel und Gewissensbisse. Geduld ist ebenfalls keine Stärke der Hochbegabten. Auch nicht begabt sind diese Menschen, wenn es um „einfache Aufgaben“ geht. Die Hochtalentierten sind zumeist empfindlich. Empfindlich gegenüber Lärm, Licht und manche auch gegenüber Berührungen.

So ist es zu verstehen, dass Hochbegabte an bestimmten „Allergien“ leiden, die Andrea Brackmann in ihrem Buch so schlüssig schreibt. Es sind die „hässlichen Worte“ für Hochbegabte wie etwa „Betriebsausflug“, „Stammtisch“, „Schützenfest“, „Höflichkeitsfloskeln“, „Grossraumbüro“. http://www.klett-cotta.de/buch/Klett-Cotta_Leben!/Ganz_normal_hochbegabt/13265 Stand: 19.09.2015

Hingegen lieben Hochbegabte oft „Querdenker/innen“, „Nobelpreisträger/innen“, „Verarbeitungsgeschwindigkeit“, „Freiheit“, „Endlos-Fragen“, „Monologe“ sowie „Spezielle Themen wie etwa die frühkindliche Entwicklungsphase des Kaiserschnurrbarttamarins, die Pflege der Araukarie oder den „Compte rendu au Roi“ des Finanzminister Jacques Neckers in der Zeit der Französischen Revolution.

Für Hochbegabte ist das alles „normal“ – während das „Normale“ schon sehr schwierig sein kann. Viele habe da ein Selbstverständnis wie Albert Einstein: "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."

Wenn Sie das alles gelesen haben, sind Sie an Hochbegabung interessiert. Die anderen haben eh längst das Weite gesucht. Vielleicht wollen Sie genauer wissen, ob Sie hb sind – „hb“ ist das Kürzel bei den „HB“ (Hochbegabten) für „hochbegabt“. Und deshalb gehen wir jetzt auf die nächste Stufe über.

Sicherheitsstufe 2: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Ich habe hier IQ-Informationen zusammen gestellt, die Ihnen eine Tendenz Ihrer Begabung aufzeigen können.

O Den ersten IQ-Test habe ich 2005 in der Veröffentlichung von Jürgen vom Scheidt gefunden http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=276 Stand: 19.09.2015. Obwohl ich mit einiger Skepsis an diese Fragen heranging – mein Test beim Schulpsychologen hat damals mehr als eine Stunde gedauert, wie soll man in wenigen Minuten ein ähnliches Ergebnis erzielen können? – war die Antwort jedoch fast exakt dieselbe, die ich Jahre zuvor vom Psychologen in meiner Schule erhalten habe. Chapeau! Für den Autor.

O Auch wenn mir die Headline sehr plakativ erscheint – diese Information verdient ebenfalls Ihr Interesse: „IQ-Test: Gehören Sie zur Grips-Elite?“ http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/iq-test-gehoeren-sie-zur-grips-elite-a-505427.html Stand: 19.09.2015

O Ein weiterer Test, der Ihnen tendenziell Informationen über Ihre Begabung geben wird, ist von der „Süddeutsche Zeitung“: „Der kostenlose IQ-Test online mit Sofortergebnis http://iqtest.sueddeutsche.de/ Stand: 19.09.2015

O “MENSA” ist das grösste Netzwerk für Hochbegabte. Der Mensa Online-Test ist jedoch eher ein „Spiel“ als ein zuverlässiges Instrument der Begabungsanalyse. Wenn Sie Lust haben: Spielen Sie mal. Mensa weist ausdrücklich darauf hin: „Sie sollten die Ergebnisse dementsprechend nicht allzu ernst nehmen.“ https://www.mensa.de/online-iq-test-raetsel/mensa-online-test/ Stand: 20.09.2015

O Und hier ist die englische Variante von Mensa International: „Mensa Workout“ https://www.mensa.org/workout/quiz/1 Stand: 20.09.2015

Sicherheitsstufe 3: Sicherheit im Hinblick auf das Wissen „Ich bin hochbegabt“

Wenn Sie jetzt bereit sind und der Stunde der Wahrheit – dem wirklich und wahrhaftigen IQ-Test – ins Auge blicken wollen… Dann melden Sie sich an – zum anerkannten IQ-Test.

Meine Empfehlungen:

O Mensa. Der Test dauert 90 Minuten, kostet 49 Euro und wird in 80 Städten in Deutschland durchgeführt. Getestet werden Menschen ab 14 Jahre. https://www.mensa.de/intelligenztest Stand: 20.09.2015

O Bei einer Psychologin – einem Psychologen – aus dem Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale der Sektion "Freiberufliche Psychologen" im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V. den IQ-Test machen http://www.die-hochbegabung.de/german/index.html Stand: 20.09.2015

O Sie fragen im Familienkreis, bei Freund/innen oder in der Schule/Universität nach einer Empfehlung für den IQ-Test.

Ich drücke schon mal die Daumen!

Für das Campus-Radio Bonn interviewte ich einmal die höchstbegabte „First“ Lady – Gründungsmitglied – von Mensa Deutschland, Dr. Ida Fleiß. Dabei lernte ich eine kluge, warmherzige und höchst kreative Dame kennen, der es „zu simpel“ war, ihren „Doktor“ in Europa zu machen. Kurz entschlossen reiste sie nach Asien, lernte die Sprache und schaffte auf Anhieb ihre Promotion. Sie konnte schon immer weit und um die Ecke denken.

Als ich sie jedoch fragte: Haben wir schon für jede Intelligenz ein angemessenes Messverfahren – will sagen: Können wir schon jede Begabung testen – sagte sie traurig: Nein. Daran müssen wir noch arbeiten.

Ich möchte diese Erkenntnis all denen mit auf den Weg geben, die sich zwar für hochbegabt halten, aber in einem der IQ-Tests nicht die Schallgrenze von 130 durchbrechen konnten.

Allen Menschen, die Spass an Mathe haben – ja, die speziell eine Vorliebe für das Kopfrechnen hegen, empfehle ich die Seite eines Freundes von Ida Fleiss: Dr. Dr. Gert Mittring http://www.gertmittring.de Gert Mittring ist der amtierende Weltmeister im Kopfrechnen.

© Lilli Cremer-Altgeld, 2015