Dienstag, 26. Juni 2012

„Der Rote Ritter 2012“: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zeichnet vorbildliche Verkehrssicherheitsarbeit aus




Präventionspreis des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. - Preisgeld insgesamt 21.000 Euro – Preisträger aus dem gesamten Bundesgebiet

Hochbegabungspresse Hamburg, 22. Juni 2012. Vier regionale Verkehrssicherheits-Projekte und ein Gemeinschaftspreis für fünf Fahrradhelm-Aktionen: Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer als Schirmherr zeichnete Adalbert Wandt, Vorsitzender des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., am 22. Juni in Hamburg die Preisträger des Präventionspreises „Der Rote Ritter 2012“ aus. Gewinner der diesjährigen Ausschreibung sind die Präventionsprojekte „Crash Kurs NRW“ aus Nordrhein-Westfalen und „Schütze mich! – Beni koru!“ aus Karlsruhe, die Aktion „Lebensrettende Trixi-Spiegel für Freiburg“ und das Dattelner Babyschalen-Konzept „Aktion Gute Heimfahrt“. Jedes dieser vier Projekte bekommt 4.000 Euro für ihre Präventionsarbeit. Je 1.000 Euro erhalten die fünf Gewinner des Gemeinschaftspreises „Fahrradhelm“.

Vielfältig, engagiert und wirkungsvoll: Ramsauer zeigte sich bei der Preisverleihung sehr beeindruckt von der hohen Qualität der ausgezeichneten Verkehrssicherheitsprojekte: „Die Ansätze zur Unfallverhütung sind unterschiedlich, aber effektiv und nachahmenswert. Alle Preisträger helfen, den Straßenverkehr für unsere Kinder sicherer zu machen und sind ein Vorbild für uns alle.“ 75 Bewerbungen in diesem Jahr sind ein großer Erfolg für den noch jungen Präventionspreis „Der Rote Ritter“ des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe. „Offensichtlich findet unsere Initiative, herausragende Verkehrssicherheitsprojekte mit dem ‚Roten Ritter‘ auszuzeichnen und bekannter zu machen, großen Zuspruch. Wenn sich für jedes Projekt auch nur ein einziger Nachahmer findet, haben wir viel für die Sicherheit unsere Kinder erreicht“, so der Vereinsvorsitzende Adalbert Wandt. Er betont, dass eigentlich alle Bewerber einen Preis für ihr Engagement verdient hätten und bittet nachdrücklich alle darum „sich weiter aus ganzem Herzen für die Sicherheit von Kinder und Jugendlichen im Straßenverkehr einzusetzen.“

„Crash Kurs NRW“ konfrontiert junge Fahrer mit den Folgen von Verkehrsunfällen
Ein Polizist erzählt, wie er an einer Unfallstelle schwer verletzte und tote Jugendliche vorfand. Eine Notärztin schildert den vergeblichen Versuch, einen Schwerstverletzen zu reanimieren. Ein Notfallseelsorger beschreibt die hilflose Reaktion der Angehörigen von Unfallopfern. Schonungslos offen führt das Präventionskonzept „Crash Kurs NRW“  der Polizei in Nordrhein-Westfalen Jugendliche der Schulklassen 10 und 11 die Gefahren im Straßenverkehr vor Augen - mit Erfahrungsberichten, Unfallfotos und Videos. Der Grund: Junge Fahrer unter 25 Jahren verursachen überproportional viele Verkehrsunfälle, oft durch überhöhte Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Die hoch emotionale und moderne  Präventionskampagne erreicht Herz und Verstand der Jugendlichen und verdient damit den „Roten Ritter 2012“.

„Schütze mich! - Beni koru!“ – richtiges Angurten kann Kinderleben retten
Viele Kinder werden als Mitfahrer im Auto schwer verletzt, weil sie falsch oder gar nicht gesichert sind. Mit dem Verkehrspräventionsprojekt „Schütze mich! - Beni koru!“ will das Polizeipräsidium Karlsruhe die Anschnallquote bei Kindern erhöhen und über richtige Sicherungssysteme aufklären. Da im Raum Karlsruhe viele türkische Familien leben, wurde die Aktion zweisprachig umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit türkischen Vereinen und Moscheen werden Eltern bei Präventionsveranstaltungen über Kindersicherungen im Auto informiert – bis hin zum fachkundigen Einbau von Kindersitzen direkt vor Ort. Das deutsch-türkische Projekt überwindet Sprachbarrieren zugunsten der Kindersicherheit und ist deshalb preiswürdig für den „Roten Ritter 2012“.

Zusatzspiegel entschärfen gefährliche Kreuzungen
Das Problem des toten Winkels bei Lkw packt der Service-Club Round Table Freiburg mit seiner Aktion „Lebensrettende Trixi-Spiegel für Freiburg“ an. Benannt nach der verunglückten Tochter des Erfinders, sollen stationäre Spiegel an den Ampelmasten großer Kreuzungen Unfälle beim Rechtsabbiegen verhindern. Seit 2007 sind inzwischen 160 Spiegel in der badischen Stadt installiert und machen die kritischen Bereiche neben den Fahrzeugen viel besser einsehbar. Mit Erfolg: Eine Befragung im Rahmen eines Forschungsprojektes zeigt, dass 90 Prozent aller Bus- und Lkw-Fahrer die Zusatzspiegel als hilfreich einschätzen. Die einfach und preiswert zu realisierende VerkehrssicherheitsMaßnahme wird mit dem „Roten Ritter 2012“ ausgezeichnet.

Wertvolle Tipps für die sichere Heimfahrt mit Frühgeborenen
Winzig klein und federleicht: Viele Frühchen wiegen noch nicht einmal zwei Kilogramm, wenn sie die Klinik verlassen. Welche Babyschalen sind tauglich für Frühchen? Was tun, wenn das Baby trotz Sitzschalenverkleinerer nach unten rutscht? Nach dem amerikanischen Vorbild der „Car seat fitter“ bietet die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln Eltern von Frühgeborenen unter dem Namen „Aktion gute Heimfahrt“ einen besonderen Service an:  Im Rahmen des Entlassungsmanagements informiert speziell geschultes Personal die Eltern über wichtige Aspekte beim Kauf der Babyschale und gibt  ihnen vor der Heimfahrt wertvolle Tipps für das richtige Lagern. Die Jury prämiert das Sicherheitsprojekt für die Allerkleinsten mit dem „Roten Ritter 2012“.

Knochen heilen, das Gehirn nicht: Fahrrad fahren nur mit Helm
Er rettet Leben, kommt jedoch noch viel zu selten zum Einsatz: Der Fahrradhelm. Die Jury des „Roten Ritters“ will helfen, die schützende Kopfbedeckung populärer zu machen und zeichnet deshalb fünf Helmprojekte mit einem Gemeinschaftspreis aus. Preisträger des „Roten Ritters 2012“ sind die „Aktion Löwenhelm“ der Verkehrswacht Braunschweig, der Präventionsfilm „Glück auf – Helm auf“ der Verkehrswacht Essen, das Projekt "Schütze Dein BESTES" der Aktion GIB ACHT IM VERKEHR in Baden-Württemberg, das Verkehrssicherheitskonzept der Grundschule Pavenstädt und eine Aktion der Service-Organisation „Soroptimist International Club Gütersloh“, bei der die Soroptimistinnen mit selbstgenähten Fahrradhelm-Unterziehmützen das Helmtragen beim Fahrradfahren im Winter attraktiver machen wollen.

Der Verein „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.“
Der 1998 von Unternehmen und Verbänden des Verkehrsgewerbes gegründete Verein  „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.“ hat zwei wichtige Aufgaben: Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach einem Verkehrsunfall und die Förderung von Maßnahmen zur Unfallverhütung. Der Präventionspreis „Der Rote Ritter“ wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen.

www.kinderunfallhilfe.de:  Weitere Infos im Internet
Alle Informationen zum Präventionspreis „Der Rote Ritter“ sind im Internet veröffentlicht unter www.kinderunfallhilfe.de

Zur Verkehrssicherheitskampagne des Bundesverkehrsministeriums führt der Link www.bmvbs.de/verkehrssicherheit


Kontakt:
Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.
Brigitte Römstedt
Tel.: 040-23 606-4777